Anregungen für unsere Konsumgewohnheiten

Interpol warnt: Deutscher Plastikmüll landet in den Händen der Mafia

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 3. September 2020 - 9:11

Das Problem beginnt mit einer simplen Tatsache: In Deutschland fällt mehr Plastikmüll an als hierzulande recycelt, vergraben oder verbrannt werden kann. Folgerichtig müssen jedes Jahr nicht unerhebliche Mengen exportiert werden. Lange Zeit geschah dies weitgehend außerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Kunststoff-Abfälle wurden nach China gebracht und dort mehr oder weniger fachgerecht recycelt. Für beide Seiten war dies eine aus der Not geborene Win-Win-Situation: Deutschland wurde seinen Müll los und China konnte diesen aufgrund der billigen Arbeitskräfte als Rohstoff nutzen. Irgendwann aber war der chinesischen Regierung die Belastung für die Umwelt dann doch zu groß und es wurde ein Importverbot verhängt. Seitdem suchen zahlreiche Industrieländer händeringend neue Abnehmer für den auch weiterhin anfallenden Plastikmüll.

Die lokale Bevölkerung leidet unter der illegalen Entsorgung

Auf den ersten Blick scheint dies gelungen zu sein. Denn andere asiatische Länder – etwa Indien, Vietnam und Indonesien – erklärten sich bereit, zusätzliche Mengen aufzunehmen. Dort allerdings fehlt es an den notwendigen Strukturen. Deshalb landet ein Großteil des Mülls auf illegalen Deponien und Recyclinganlagen oder wird einfach verbrannt. Inzwischen hat sich sogar die internationale Polizeiorganisation Interpol der Thematik angenommen und warnt: Das Geschäft wird in vielen Ländern von der Müll-Mafia kontrolliert. Zu leiden hat hingegen die örtliche Bevölkerung, die von einer hohen Luftverschmutzung und sonstigen Belastungen für die Umwelt betroffen ist. Von den deutschen Müllexporten nach Südostasien profitieren also in erster Linie einige Verbrecherorganisationen – während die normale Bevölkerung die Probleme ausbaden muss.

Zwei Ansätze könnten das Problem lösen

Gleichzeitig sorgt die Müll-Mafia aber auch dafür, dass zumindest ein Teil des unfachmännisch entsorgten Mülls anschließend als recycelt deklariert wird. Die offiziellen Recycling-Zahlen, die in vielen Ländern ohnehin schon nicht besonders hoch sind, sind daher mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Zur Lösung des Problems gibt es zwei Ansätze. Kurzfristig sollte es verboten werden, verunreinigten Plastikmüll zu exportieren. Wenn dieser in Südostasien ohnehin verbuddelt wird, kann dies auch auf deutschen Müllkippen geschehen. Ebenso ist es deutlich besser, die Kunststoffe verbrennen in einer deutschen Müllverbrennungsanlage als auf einem indischen Feld. Langfristig werden wir aber nicht darum herumkommen, entweder das Recycling hierzulande massiv auszubauen oder schlicht die jährlich anfallende Menge an Plastikmüll so weit wie irgendwie möglich zu reduzieren.

Via: Klimareporter

Forscher tricksen die Borkenkäfer aus: Bekämpfung mit naturnahen Mitteln

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 2. September 2020 - 21:07

Es sind nicht zuletzt die Borkenkäfer, die ganze Fichtenwälder zerstört haben. Die Trockenheit über mehrere Jahre hatte die Bäume so geschädigt, dass sie dem gefräßigen Gesellen nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Forscher der Technischen Universität Dresden eilen den noch verbliebenen Exemplaren sowie anderen Nadel und Laubbäumen jetzt zu Hilfe. Dazu benötigen sie kein Gift, sondern die Natur selbst. Sie locken Fressfeinde wie den Ameisenbuntkäfer an, der nichts lieber tut als Borkenkäfer naschen.

Fressfeinde werden angelockt

Normalerweise erschnüffelt der Ameisenbuntkäfer sein Futter. Borkenkäfer sondern so genannte Pheromone an, das sind Duftstoffe, die sie zur Kommunikation nutzen. Professor Michael Müller, Inhaber der Professur für Waldschutz an der Dresdner Hochschule, hat daraus mit seinem Team eine Variante entwickelt, die Borkenkäfer nicht mehr anlockt, sondern nur noch dessen Feinde. Er platziert sie mit seinem Team in Ampullen an gefälltem Holz. Prompt tauchen die Ameisenbuntkäfer auf und machen sich an die Arbeit – zum Wohle des Waldes.

Ameisenbuntkäfer lassen sich nicht verwirren

Im Verbundprojekt „bioProtect“, das in diesem Jahr ausläuft, haben die Forscher in der sächsischen Landeshauptstadt das Verfahre noch verbessert. In Laubwäldern setzen sie Kairomonen – so heißt diese Spezialform von Pheromonen – ein, die von Borkenkäfern abstammen, die Nadelwälder zerstören. In Nadelwäldern sind es Kairomonen aus Nadelwäldern. Den Ameisenbuntkäfern ist beides recht. Sie lassen sich in jedem Fall anlocken und futtern, was sich ihnen bietet. Die Borkenkäfer sind überlistet, denn sie kennen nur ihre eigenen Pheromone. Fremde sind für sie nicht zu „entziffern“. Im Idealfall werden sie sogar abgeschreckt.

Als Larven fressen die Ameisenbuntkäfer die Borkenkäferstadien, die bereits im Holz sind. Die Käfer „patrouillieren“ zudem auf der Rinde, wo sie anfliegende Borkenkäfer fangen und fressen. So verhindern oder vermindern sie den Befall. Das ist dringend nötig, denn ein Borkenkäferpaar hat bis zu 30.000 Nachkommen.

Ersatz für Insektizide

Die Kairomone lassen sich im Labor herstellen. In drei bis vier Jahre sind sie nach der Einschätzung von Müller serienreif. „Dann kaufen Waldbesitzer im Fachhandel keine Insektizide, sondern naturnahe Stoffe, die sie an Rohholzstapeln anbringen“, sagt der Käferexperte. Wenn die Zahl der Borkenkäfer drastisch reduziert wird schöpfen die Bäume neue Kräfte, sodass sie sich selbst gegen die Schädlinge verteidigen können.

via TU Dresden

Batterierecycling mit Orangenschalen: Umweltverträgliches Verfahren aus Singapur

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 2. September 2020 - 16:32

Ausgediente Lithium-Ionen-Batterien und manch anderer Elektroschrott lässt sich künftig mit biologischen Methoden recyceln. Dalton Tay, Assistenzprofessor für Materialwissenschaften und Biologie an der Nanyang Technological University, Singapore und sein Team gewinnen die Wertstoffe in den Akkus mit einem Pulver aus ofengetrockneten Orangenschalen und Zitronensäure zurück. Zusätzlich ist nur noch mäßige Erhitzung nötig. Es belieben zwar Reststoffe übrig, doch anders als bei anderen Verfahren sind diese nicht giftig.

Bild: NTU 90 Prozent der Wertstoffe zurückgewonnen

Bei Labortests stellten die Forscher fest, dass sich rund 90 Prozent der Metalle Kobalt, Lithium, Nickel und Mangan zurückgewinnen ließen. Das ist eine ähnliche Quote wie bei anderen Recyclingtechniken, die Säuren verwenden oder den gesamten Schrott einschmelzen, um die einzelnen Metalle getrennt zurückzugewinnen.

„Der Schlüssel liegt in der Cellulose der Orangenschalen, die während des Extraktionsprozesses unter Hitze in Zucker umgewandelt wird“, sagt Tay. Dieser Zucker verstärke die Rückgewinnung von Metallen aus Batterieabfällen. Natürlich vorkommende Antioxidantien in Orangenschalen wie Flavonoide und Phenolsäuren könnten ebenfalls zu einer besseren Ausbeute beitragen.

Die Forscher nutzten die wiedergewonnenen Metalle, um neue Batterien zu bauen. Da sie nicht so rein sind wie frisches Material machten diese Akkus früher schlapp. In der anfänglichen Ladekapazität unterschieden sie sich allerdings nicht. Jetzt arbeitet das Team daran, sie Zyklenfestigkeit zu verbessern.

Bild: NTU 53 Millionen Tonnen Elektroschrott pro Jahr

„Aktuelle industrielle Recyclingprozesse für Elektroschrott sind energieintensiv und verursachen schädliche Schadstoffe in fester und flüssiger Form“, sagt Professor Madhavi Srinivasan, an der NTU für Recyclingtechniken zuständig. Seiner Ansicht nach bestehe dringender Bedarf an umweltverträglichen Recyclingtechniken, zumal die Mengen an Elektronikschrott ständig weiter wüchsen. Laut Global Waste Monitor waren es im Jahr 2019 mehr als 53 Millionen Tonnen. Die darin enthaltenen Metalle haben einen Wert von 57 Milliarden Dollar. Srinivasan hebt vor allem hervor, dass diese Technik zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Außer der Umweltverträglichkeit des Verfahrens würden auch noch biologische Abfälle sinnvoll genutzt.

via NTU

Rettung aus den Niederlanden: Die Produktion des e.Go Life kann wieder anlaufen

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 2. September 2020 - 12:15

Die Corona-Pandemie sorgte im März dafür, dass auch bei vielen deutschen Autobauern die Bänder still standen. Der Grund: Die internationalen Lieferketten waren teilweise zusammengebrochen und es fehlte an wichtigen Bauteilen. Gleichzeitig war die Nachfrage von Kundenseite zu diesem Zeitpunkt aber ohnehin nicht besonders hoch. Für die meisten deutschen Autobauer brachte dies empfindliche finanzielle Einbußen mit sich. Besonders hart traf es allerdings das Startup e.Go Mobile aus Aachen. Dort hatte Gründer Günther Schuh mit seinem Team ein kleines elektrisch angetriebenes Stadtauto entwickelt. Mit Preisen ab – inklusive der staatlichen Kaufprämien – 13.000 Euro sollte damit der Markt aufgemischt werden. Allerdings verzögerte sich die Auslieferung der ersten Fahrzeuge und inzwischen sieht sich das Startup einer großen Palette an Elektroaus der etablierten Hersteller gegenüber.

Bild: Ego Mobility Das Management bleibt vorerst mit an Bord

Ende des vergangenen Jahres wurde dann bekannt, dass e.Go Mobile in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten steckte. Die Corona-Krise gab dem jungen Unternehmen dann vorläufig den Rest: Es musste Insolvenz in Eigenregie beantragt werden. Um die Konkursmasse zu schonen wurde daher auch im Sommer die Produktion angehalten – also zu einem Zeitpunkt, an dem bei den anderen Autobauer die Bänder längst wieder liefen. Immerhin scheint das Verfahren nun aber einen positiven Abschluss gefunden zu haben. Wie das Unternehmen mitteilte, übernimmt die niederländische Beteiligungsgesellschaft ND Group die Mehrheit an dem Unternehmen. Das bisherige Management rund um den Gründer bleibt aber weiterhin an Bord und behält auch einen Minderheitsanteil. Schuh selbst wird allerdings den Vorsitz des Unternehmens abgeben und wechselt an die Spitze des Verwaltungsrats.

Der neue Investor muss ausreichend Mittel zur Verfügung stellen

Über den Kaufpreis wurde bisher nichts näheres bekannt. Es darf allerdings bezweifelt werden, dass die vor der Krise kommunizierte Bewertung von einer Milliarde Euro erreicht wurde. Viel wichtiger ist ohnehin, dass der neue Investor nun frisches Geld zur Verfügung stellt, um die Produktion endlich wieder hochfahren zu können. Eine Personalie deutet darauf hin, dass es der Geldgeber durchaus ernst meint: Als neuer Vorstandsvorsitzender wurde Ulrich Hermann vorgestellt. Dieser arbeitete bis zum Frühjahr im Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG und sollte dort eigentlich die Digitalisierung vorantreiben. Entnervt von immer wieder fehlenden finanziellen Mitteln warf er dort aber schließlich das Handtuch. Es dürfte daher nicht unwahrscheinlich sein, dass er sich diesmal vor Amtsantritt versichert hat, dass auch ausreichend Geld zur Verfügung gestellt wird.

Via: e.Go Mobile

Wasserstoff-Autos: Neuer Katalysator soll die Brennstoffzelle erschwinglich machen

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 2. September 2020 - 9:42

Elektroautos spielen auf dem deutschen PKW-Markt noch immer eine untergeordnete Rolle. Nicht zuletzt dank üppiger staatlicher Kaufprämien zeigte sich bei den Verkaufszahlen zuletzt aber immerhin ein deutliches Wachstum. Dies gilt aber nur für konventionelle E-Autos mit Elektromotor und integriertem Akku. Wasserstoff-Autos hingegen werden auch weiterhin nur in extrem geringen Stückzahlen verkauft und produziert. Dies könnte sich zukünftig aber ändern. Denn einem internationalen Forschungsteam ist ein wichtiger Durchbruch beim Design des benötigten Katalysators gelungen. Dieser besteht bisher aus einer dünnen Platinschicht, die auf einen Kohlenstoffträger aufgebracht wird. Diese Vorgehensweise bringt aber eine Reihe von Nachteilen mit sich. So ist Platin als Rohstoff sehr teuer. Außerdem reagiert die Konstruktion empfindlich auf häufiges An- und Ausschalten und wird bei hohen Temperaturen instabil.

Bild: Dicklyon [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)] Der große Vorteil: Es wird deutlich weniger Platin benötigt

Die Forscher wählten daher nun einen etwas anderen Ansatz. Sie kreierten ein Geflecht aus Platin und Kobalt, das sich selbst trägt. Die für die Reaktion zur Verfügung stehende Oberfläche bleibt dabei so groß wie bei der bisher verwendeten Vorgehensweise. Gleichzeitig kann die Brennstoffzelle dadurch aber bei deutlich höheren Temperaturen genutzt werden. Außerdem steigt durch die neue Anordnung die Aktivität pro Gramm Platin. Oder anders ausgedrückt: Für die selbe Leistung wird eine geringere Menge des wertvollen Rohstoffs benötigt. In konkreten Zahlen bedeutet dies: Statt wie bisher zwischen 30 und 50 Gramm Platin benötigt der neuartige Katalysator lediglich noch fünf Gramm. Dadurch könnte der Preis für die Brennstoffzelle in PKWs sinken – wodurch die Wasserstoff-Autos insgesamt an Attraktivität gewännen. Die beteiligten Forscher sind sich zudem sicher, dass sich das Verfahren auch industriell skalieren lässt.

Toyota und Bosch wollen das Thema vorantreiben

Eine Einschränkung machten sie allerdings: Bis zur Marktreife dürften noch rund zehn Jahre vergehen. Bis dahin müssen die Autobauer also zunächst einmal weiterhin auf die aktuell genutzten klassischen Katalysatoren setzen. Die Einstellung der Manager in der Autobranche zum Thema Wasserstoff-Autos könnten allerdings unterschiedlicher nicht sein. Zu den Befürwortern gehört beispielsweise der Toyota-Konzern, der die Brennstoffzelle langfristig gegenüber dem Akku für überlegen hält. Das Unternehmen hat daher bereits angekündigt, die Stückzahlen in diesem Bereich zu verzehnfachen. Auch der deutsche Zulieferer Bosch scheint dem Konzept der Brennstoffzelle in PKWs etwas abgewinnen zu können. Immerhin kündigte der Konzern an, bis zum Jahr 2022 eigene Systeme auf den Markt bringen zu wollen – und dabei ordentlich an der Kostenschraube zu drehen. Auf der anderen Seite des Spektrums steht VW-Boss Herbert Diess, der überhaupt keine Zukunft für Wasserstoff-Autos sieht – und dies auch regelmäßig kundtut.

Via: Nature

Cinelytic: Künstliche Intelligenz soll das klassische Kino retten

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 1. September 2020 - 17:36

Bei großen Kinofilmen ist es ein wenig wie bei Investments in Startups: Von zehn produzierten Filmen erweisen sich im Schnitt sieben als Flop. In der Vergangenheit gab es aber noch eine Art Notausgang. Denn bei dem einen oder anderen Film gelang es, über Verkäufe von DVDs und Blu-rays doch noch die Gewinnschwelle zu erreichen. Inzwischen allerdings ist dieser Markt extrem geschrumpft. Gleichzeitig investieren auch die großen Streaminganbieter immer stärker in eigene Produktionen. Für den klassischen Hollywood-Film bedeutet dies: Die Studios brauchen dringend Kassenschlager, um nicht irgendwann finanziell auszubluten. In der Praxis führt dies dazu, dass immer öfter auf Fortsetzungen von etablierten Franchises gesetzt wird. Einzig große Namen wie Quentin Tarantino können es sich noch erlauben, regelmäßig ganz neue Stoffe zu verfilmen.

Der Algorithmus kann auf einen großen Datenschatz zugreifen

Das Startup Cinelytic möchte dies aber nun ändern. Kernstück dabei ist ein Algorithmus, der im besten Fall bereits im Vorfeld voraussagen soll, ob ein Film zu einem finanziellen Erfolg wird. Dazu hat die künstliche Intelligenz Zugriff auf die wirtschaftlichen Daten von mehr als 90.000 Filmen. Hinzu kommen noch Daten über rund 550.000 sogenannte Talente. Diese Kategorie reicht von Regisseuren über Schauspieler bis hin zu Drehbuchautoren. Die Daten sollen Auskunft darüber geben, wie sich die Teilnahme bestimmter Akteure auf das wirtschaftliche Ergebnis auswirkt. Am Ende steht dann eine konkrete Prognose über die Wahrscheinlichkeit eines finanziellen Erfolgs. Bei einigen Beispielen erwies sich der Ansatz als durchaus erfolgreich. So prognostizierte die KI für den Film „Gemini“ mit Will Smith einen finanziellen Verlust. Tatsächlich lagen die Ausgaben letztlich rund 100 Millionen Euro über den Einnahmen.

Sind Überraschungserfolge so noch möglich?

Viele Experten fürchten sich aber dennoch vor dem Einsatz eines solchen Algorithmus. Denn weil die Prognosen sich aus der Vergangenheit ableiten, besteht die Gefahr, dass zukünftig immer wieder die selben Stoffe mit den selben Stars verfilmt werden. Cinelytic-Gründer Tobias Queisser hält diese Angst allerdings für unbegründet. Stattdessen geht er sogar von einem gegenteiligen Effekt aus. Denn zum einen ist es durchaus denkbar, dass die Studios eher bereit sind, ausgetretene Pfade zu verlassen, wenn sie gewissermaßen die Rückendeckung der künstlichen Intelligenz erhalten. Außerdem ist es  möglich, das Ergebnis der Prognose noch zu verbessern – etwa indem man bestimmte Schauspieler austauscht. Auf diese Weise können auch Stoffe gerettet werden, die sonst in der Schublade gelandet wären. Dennoch dürfte es zukünftig noch schwieriger werden als bisher, einen Überraschungserfolg an den Kinokassen zu landen.

Via: Wiwo

Studie zeigt: Elektroautos sind schon heute klimafreundlicher als klassische Verbrenner

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 1. September 2020 - 12:28

Über die Klimabilanz von Elektroautos wird auch in der Wissenschaft heftig gestritten. So kam das Ifo-Institut in einer umstrittenen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass der Elektroantrieb aktuell noch zwischen zehn und fünfundzwanzig Prozent mehr CO2-Emissionen verursacht als der klassische Verbrennungsmotor. Viele andere Wissenschaftler zweifelten die Ergebnisse aber an und wiesen auch auf methodische Schwächen hin. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat sich nun an die Universität Eindhoven gewandt, um die Klimabilanz von Elektroautos genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis der Experten dort: Schon nach relativ wenigen gefahrenen Kilometern habe die Fahrzeuge mit Elektromotor einen Vorteil in Sachen CO2-Ausstoß. Vergleich man etwa den E-Golf mit dem Toyota Prius ist dies nach 28.000 Kilometern der Fall.

Bild: Tesla Es gibt sechs Kritikpunkte an den bisherigen Studien

Noch schneller geht es im Premiumsegment: Der Porsche Taycan S erreicht schon nach 11.000 Kilometern einen Klimavorteil gegenüber einem konventionellen Bugatti Veyron. Die Studie der Forscher aus den Niederlanden kommt damit auf deutlich vorteilhaftere Werte für Elektroautos als fast alle Untersuchungen in der Vergangenheit. Die Autoren führen dies auf Mängel in den älteren Studien zurück. Konkret benennen sie sechs Kritikpunkte:

1. Die Batterieproduktion ist klimafreundlicher als gedacht

Tatsächlich wurde hier in der Vergangenheit mit einem CO2-Ausstoß von 175 kg/kWh gerechnet. Dieser Wert wurde aus einer schwedischen Studie übernommen, die inzwischen aktualisiert wurde. Tatsächlich dürften die Klimaemissionen eher bei 75 kg/kWh. Die logische Folge: Der CO2-Fußabdruck der Elektroautos fällt kleiner aus als gedacht.

2. Die Akkus halten länger

In den alten Studien wurde davon ausgegangen, dass die Akkus eine Lebensdauer von rund 150.000 Kilometern haben. Die Praxis zeigt aber: In der Regel halten die Batterien von Elektroautos bis zu 500.000 Kilometer. Folgerichtig müssen sie auch während der Lebensdauer eines Fahrzeugs nicht getauscht werden. Auch hier sinkt also der CO2-Ausstoß massiv.

3. Der Strommix verändert sich

Klar ist natürlich: Ein mit Kohlestrom betriebenes Elektroauto ist kein besonders guter Deal für das Klima. Glücklicherweise hat sich in Deutschland der Anteil der Erneuerbaren Energien in den letzten zwanzig Jahren aber deutlich erhöht. Dies ist auch für die nächsten zwei Jahrzehnte zu erwarten. Dieser Effekt wurde in vielen Untersuchungen in der Vergangenheit aber nicht berücksichtigt.

4. Der tatsächliche Verbrauch der Verbrenner

Das Problem ist bekannt: Der tatsächliche Verbrauch von Autos mit Verbrennungsmotor liegt in der Regel deutlich höher als vom Hersteller angegeben. Um ein seriöses Bild zu erhalten, müssen die offiziellen Zahlen also angepasst werden, wodurch sich die Klimabilanz der Fahrzeuge verschlechtert.

5. Die Erdölförderung verursacht auch Emissionen

Bei der Herstellung der Kraftstoffe entstehen neuen Erkenntnissen zufolge mehr CO2-Emissionen als bisher angenommen. Auch dies muss in einem fairen Vergleich zwischen Elektroauto und Verbrenner berücksichtigt werden.

6. Der Rucksack wird kleiner

In der Zukunft dürften immer mehr Produktionsschritte klimaneutral gestaltet werden. Dadurch wird der CO2-Rucksack der Autos vor Beginn ihrer ersten Fahrt immer kleiner. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Die während des Betriebs verursachten Emissionen gewinnen relativ an Bedeutung. Hier aber sind die Elektroautos klar im Vorteil.

Fazit: Das Elektroauto ist besser als sein Ruf

Die Ergebnisse der niederländischen Wissenschaftler sind natürlich mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Immerhin wurde die Studie im Auftrag der Grünen erstellt, die nicht gerade als Fans des Verbrennungsmotors gelten. Dennoch haben die Experten einige wichtige Aspekte aufgeführt, die zukünftig bei Vergleichen zwischen den beiden Antriebsarten definitiv stärker berücksichtigt werden müssen. Eine gewisse Skepsis gegen Autos insgesamt können die Forscher zudem auch nicht verhehlen. So betonen sie extra, dass Elektroautos keinesfalls Fahrräder oder öffentliche Verkehrsmittel ersetzen sollen.

Via:TU Eindhoven (PDF)

Ökologie- und Naturbezüge in der Umweltbildung

Typisch Westerwald - 1. September 2020 - 11:12
Aus Ausgabe 9/10-2020 Ulrich Gebhard und Annette Scheersoi Die unterschiedlichen Ansätze der Umweltbildung sind historisch als eine Reaktion auf die ab den 1970er-Jahren in den Fokus der Öffentlichkeit geratenen ökologischen Krise zu verstehen. Das Ziel dieser Bildungsbemühungen ist es, der ökologischen Krise in geeigneter Weise zu begegnen. Im vorliegenden Beitrag werden verschiedene Varianten der Umweltbildung (Umwelterziehung, Ökopädagogik, Naturerfahrungspädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung/BNE) skizziert und daraufhin untersucht, welche expliziten und impliziten Annahmen über Ökologie- und Naturkonzepte ihnen jeweils zugrunde liegen und in welchem Verhältnis die an sie jeweils geknüpften umwelt- und naturethischen Grundüberzeugungen zu den Anliegen des Naturschutzes stehen. Ökologie – Umweltbildung – Bildung für nachhaltige Entwicklung – Naturerfahrung – Umweltbewusstsein – Umweltverhalten – Naturkonzept DOI: 10.17433/9.2020.50153843.433-441 ♦ zum Beitrag ♦   ♦ Dieser Beitrag in Natur und Landschaft könnte Sie auch interessieren: "Waldschule für die biologische Vielfalt. Erfahrungen und Herausforderungen in einem Modellprojekt für Bildung für nachhaltige Entwicklung" von Ladach und Klewer in Natur und Landschaft 1-2020 Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche. ♦ 1.9.2020

Umweltschäden und Folgekosten: So teuer müssten unsere Lebensmittel eigentlich sein

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 1. September 2020 - 9:26

Eine kürzlich veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Lebensmittelpreise in Deutschland in etwa auf dem Niveau des europäischen Durchschnitts liegen. Wer hingegen in die Nachbarländer Frankreich, Dänemark oder Schweiz fährt, wird schnell merken: Hier werden in den Supermärkten merklich höhere Preise aufgerufen. Die Preise an der Kasse sind allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn sie spiegeln lediglich einen betriebswirtschaftlichen Wert wider. Oder anders ausgedrückt: Er setzt sich zusammen aus den Kosten, die allen beteiligten Unternehmen entstehen sowie der Gewinnspanne. Tatsächlich aber entstehen bei der Produktion von Lebensmitteln auch Umweltschäden und andere Folgekosten für die Allgemeinheit. Diese fallen aber nicht bei den produzierenden Unternehmen an und finden sich daher auch nicht in den Preisen wieder.

Fleisch hat mehr Folgekosten als Obst und Gemüse

Ein Team rund um den Wirtschaftsinformatiker Tobias Gaugler hat daher nun untersucht, wie teuer unsere Lebensmittel eigentlich sein müssten, wenn man alle Folgekosten für die Gemeinschaft mit einberechnet. Das Ergebnis: Insbesondere bei tierischen Produkten wäre ein erheblicher Aufschlag nötig. Bei Hackfleisch beispielsweise berechneten die Forscher einen Preisanstieg um 173 Prozent. Aus den heute aufgerufenen 2,79 Euro würden dann stolze 7,62 Euro. Bei Milch (plus 122 Prozent), Gouda (plus 88 Prozent) sowie Mozzarella (plus 52 Prozent) müssten die Kunden ebenfalls deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bei Obst und Gemüse würde der Anstieg hingegen deutlich niedriger ausfallen. So müssten bei Kartoffeln und Tomaten jeweils zwölf Prozent mehr verlangt werden. Bei Äpfeln wären es mit lediglich acht Prozent sogar noch weniger Zusatzkosten. Bei den hier genannten Zahlen wurden jeweils Lebensmittel aus konventioneller Herstellung als Basis genommen.

Bio-Produkte schneiden ein wenig besser ab

Die Forscher haben aber auch Bioprodukte unter diesem Aspekt untersucht. Hier zeigte sich ein ähnliches Bild, allerdings fielen die Preisaufschläge jeweils ein wenig niedriger aus. Dies hat einen doppelten Hintergrund. Zum einen kann der ökologische Landbau dafür sorgen, dass weniger Folgekosten entstehen. Zum anderen sind Bioprodukte aber auch heute schon schlicht teurer. Trotzdem würde auch das Bio-Hackfleisch mehr als doppelt so viel kosten wie aktuell. Bei allen genannten Werten muss zudem berücksichtigt werden, dass nur ein Teil der Folgekosten beziffert und somit mit einberechnet werden kann. Die exzessive Gabe von Antibiotika in der Tierzucht beispielsweise hat ebenfalls negative Folgen für die Allgemeinheit. Hier lässt sich aber kein Preis bestimmen, der auf ein konkretes Produkt umgelegt werden kann. Tendenziell dürfte es aber so sein, dass die „wahren Kosten“ noch einmal eine Ecke höher liegen als für die Studie berechnet.

Was bringt die doppelte Preisauszeichnung?

Interessant ist zudem, dass es sich um eine Auftragsforschung für den Lebensmittel-Discounter Penny handelt. Folgerichtig wurden die Ergebnisse auch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht und von Experten begutachtet. Dennoch dürfte die hinter den einzelnen Ergebnissen stehende Aussage so nicht zu bestreiten sein: Lebensmittel müssten deutlich teurer sein, wenn man alle Folgekosten für die Allgemeinheit mit einberechnet. Was aber wird der hinter der Penny-Kette stehende Rewe-Konzern nun mit den Ergebnissen der Studie anfangen? Zunächst einmal ist ein kleines Pilotprojekt geplant: In einem neuen Markt in Berlin sollen bei acht Produkten zwei Preise angezeigt werden: Der tatsächlich an der Kasse zu entrichtende Betrag sowie der Preis inklusive der meisten Folgekosten. Die Forscher hoffen, dass dies schon ausreichen könnte, um eine Veränderung beim Kaufverhalten der Kunden zu erreichen.

Via: Nau

Video: Flugauto Skydrive absolviert ersten bemannten Testflug

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 31. August 2020 - 19:36

Überall auf der Welt arbeiten Ingenieure und andere Tüftler an der Entwicklung von fliegenden Autos. Auch Deutschland ist hier unter anderem mit den Firmen Volocopter und Lilium Aviation ganz vorne dabei. Aber auch anderswo auf der Welt gibt es in diesem Bereich erstaunliche Entwicklungen zu beobachten. Beispielsweise in Japan bei der Firma Skydrive. Diese wird schon seit vielen Jahren vom Toyota-Konzern unterstützt und arbeitet ebenfalls an einem fliegenden Auto. Auf einem Video ist nun zu sehen, wie das Modell SD-03 den ersten bemannten Testflug absolvierte. Der Pilot musste das Flugauto allerdings nicht alleine fliegen, sondern wurde von einem computergestützten Steuerungsystem unterstützt. Langfristig ist geplant, dass der Senkrechtstarter ganz von alleine fliegt und sich lediglich Passagiere an Bord befinden.

Bild: Skydrive Im Jahr 2023 sollen die kommerziellen Flüge beginnen

Die Firma Skydrive hat bei der Entwicklung des Flugautos auf ein möglichst kleines Design gesetzt. Mit einer Größe von lediglich drei mal vier Metern handelt es sich um den kleinsten elektrisch angetrieben Senkrechtstarter der Welt. Dass das Fahrzeug überhaupt abheben kann, liegt an insgesamt acht Rotoren, die unter anderem dafür sorgen, dass das Objekt auch dann noch sicher fliegt, wenn ein einzelner Motor ausfällt. Bis allerdings tatsächlich Passagiere mit dem Skydrive SD-03 befördert werden können, dürfte noch ein wenig Zeit vergehen. Die aktuellen Planungen sehen vor, dass im Jahr 2023 ein erstes kommerzielles Produkt auf den Markt kommen wird. Das Flugautos soll dann für immerhin zwei Passagiere Platz bieten und beinahe überall starten und landen können. Dieser Zeitplan stimmt auch mit den Ankündigungen der japanischen Regierung überein, ab dem Jahr 2023 einen Flugtaxi-Service anbieten zu wollen.

Der Preis wird eine entscheidende Rolle spielen

In der Theorie bringen Flugtaxis zwei Vorteile mit sich: Zum einen wird durch sie ein Teil des Verkehrs in die Luft verlagert. Dadurch könnte es gelingen, die Verkehrssituation auf dem Boden zu entlasten. Gleichzeitig werden sie in der Regel von Elektromotoren angetrieben und sind damit deutlich klimafreundlicher als konventionelle Helikopter oder Flugzeuge. Bis zu einem weltweiten kommerziellen Betrieb müssen aber noch einige Fragen geklärt werden. Zum einen müssen die Hersteller nachweisen, dass sie die Sicherheit der Passagiere so weit wie irgendwie möglich sicherstellen können. Zum anderen dürfte aber auch die Preisfrage eine wichtige Rolle spielen. Viele Unternehmen der Branche sprechen aktuell davon, dass ein Flug nicht teurer sein soll als heute eine Taxifahrt. Ob sich diese Versprechen in der Praxis allerdings auch halten lassen, muss zunächst noch abgewartet werden.

Via: Engadget

7.766 Feuer: Zahl der Waldbrände im Amazonas-Gebiet erreicht traurigen Rekord

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 31. August 2020 - 17:47

Seit dem Jahr 1998 werten Wissenschaftler regelmäßig Satellitenbilder aus, um die Zahl der Waldbrände im Amazonas-Gebiet so exakt wie möglich zu erfassen. Aktuell dürfte dies den Forschern aber nur wenig Freude bereiten. Denn die Zahlen sind so schlecht wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen. So wurden im Monat August insgesamt 7.766 Feuer gezählt – was den höchsten Wert für diesen Monat überhaupt darstellt. Eine Ausnahme stellt der August zudem nicht da. Denn in den ersten sechs Monaten des Jahres war ebenfalls eine massive Steigerung zu verzeichnen. Konkret lag die Zahl der Feuer um rund 52 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Zwar ist auch im Amazonas-Gebiet der Sommer dieses Jahr besonders trocken. Umweltschützer sind sich trotzdem sicher, dass ein Großteil der Waldbrände auf unnatürliche Art und Weise entstanden ist.

Foto: By lubasi (Catedral Verde – Floresta Amazonica) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons Die Regierung hat die staatliche Kontrolle zurückgefahren

So steht der Verdacht im Raum, dass viele der Feuer absichtlich gelegt wurden, um Flächen für Ackerbau und Viehzucht zu generieren. Grundsätzlich ist dies auch in Brasilien strengstens verboten. Allerdings vermittelt die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro nicht gerade den Eindruck, als würde sie entsprechende Vergehen mit Nachdruck verfolgen. Stattdessen betont er immer wieder die Notwendigkeit, den Amazonas-Regenwald wirtschaftlich stärker zu nutzen. Gleichzeitig wurden die von den Vorgänger-Regierungen geschaffenen und ausgebauten Umwelt- und Kontrolbehörden gezielt geschwächt. Ein im Frühjahr 2020 inkraft getretenes Dekret erschwert es den staatlichen Stellen beispielsweise Bußgelder wegen Umweltverstößen zu verhängen. Außerdem haben die zuständigen Behörden immer wieder mit Budgetkürzungen zu kämpfen. Der Einsatz der Armee verkompliziert die Lage zudem noch zusätzlich.

Das Militär spielt keine besonders rühmliche Rolle

So wurden die Umweltschutzbehörden im Amazonas im Mai dem Militär unterstellt. Gegenüber dem Ausland verkaufte die Regierung dies als wichtigen Schritt im Kampf gegen illegale Rodungen. Tatsächlich gelangen inzwischen aber immer mehr Berichte an die Öffentlichkeit, die von gezielter Sabotage berichten. So planen die Umweltschutzbehörden immer wieder Einsätze gegen Wilderer, die Holzmafia oder illegale Goldminen, die dann von den Soldaten nicht umgesetzt werden. Dass dies für den Regenwald nicht ohne Folgen bleibt, lässt sich nicht nur an der Zahl der Feuer erkennen. Vielmehr hat die Auswertung der Satellitenbilder auch ergeben, dass die Abholzung im Amazonas Regenwald zuletzt so stark anstieg wie seit vielen Jahren nicht mehr. Innerhalb der Regierung scheint dies zumindest teilweise zu einem Umdenken zu führen. So intervenierte kürzlich der Vizepräsident und setzte beim Umweltministerium die Freigabe von Budgets für die Umweltschutzbehörden durch.

Via: Die Zeit

Stromübertragung: Weltrekord mit neuem Kabel – Kupferleitungen hinken weit hinterher

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 31. August 2020 - 12:53

Forschern des Dünnfilmherstellers Theva aus Ismaning bei München ist es gelungen, eine 16 Mikrometer dicke Schicht aus Gadolinium-Barium-Kupferoxid herzustellen. Bisher war sie nur halb so dick, in beiden Fällen mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Was auf den ersten Blick keineswegs so aussieht: Es ist eine Sensation. Denn das Material, aus dem die 16 Tausendstel Millimeter dicke Schicht besteht, ist ein Hochtemperatur-Supraleiter (HTSL). Bei der Temperatur von flüssigem Stickstoff, als minus 196 Grad Celsius, leitet er Strom, ohne auf Widerstand zu treffen. Die Verluste liegen bei Null, anders als in einem normalen Kupferkabel.

Bild: THEVA Dünnschichtechnik GmbH Kabel ist nur 75 Mikrometer dick

Die HTSL-Schicht ist von sechs Schichten aus unterschiedlichen Werkstoffen umhüllt. Gemeinsam bilden sie das stromleitende Kabel, das insgesamt nur 75 Mikrometer dick ist. Trotzdem hält es einen Weltrekord: Kein anderes Kabel kann so viel Strom transportieren, zumindest nicht bei der vorgesehenen -spannung von 110.000 Volt. Durch den unscheinbaren Leiter namens ProLine fließen bis zu 1350 Ampere, weit mehr als ein Kupferkabel schafft. Gegenüber den HTSL der ersten Generation ist das ein Plus von 70 Prozent.

Kristallfehler beenden die Supraleitung

Die supraleitende Schicht muss aus fehlerfreien Kristallen bestehen. Bis zu einer bestimmten Dicke ließ sich dieses Kriterium bisher schon einhalten. Doch wenn das Wachstum über eine kritische Marke hinausging schlichen sich Fehler ein. Die Unterlage, auf der die HTSL-Schicht wächst, besteht aus Magnesiumoxidpartikeln. Wenn diese senkrecht stehen ist schleichen sich beim Aufbau der HTSL-Schicht schnell Fehler ein. Dann kamen die Ingenieure auf die Idee, die Partikel in einem Winkel von 30 Grad aufzubringen. Jetzt klappte es mit dem fehlerfreien Aufbau der supraleitenden Schicht.

Premiere in München

Erstmals eingesetzt wird der neue Leiter bei einem ehrgeizigen Projekt in München. Im Untergrund der Stadt wird ein zwölf Kilometer langes Supraleiterkabel verlegt, das die Übertragungsleistung um das Fünf bis Achtfache gegenüber den gängigen Kupferkabeln erhöht. Außerdem spart es so viel Strom ein wie 2000 Haushalte im Jahr verbrauchen.

Pro Line lässt sich auch in Magnetresonanztomographen, Elektromotoren und Windgeneratoren nutzen Eine HTSL-Windenergieanlage im dänischen Thyborøn, die eine Leistung von drei Megawatt hat, ist bereits erfolgreich getestet worden.

Luftfilter statt Fahrverbot: Experiment in Stuttgart erweist sich als erfolgreich

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 31. August 2020 - 9:43

Das Stuttgarter Neckartor erlangte in den letzten Jahren traurige Berühmtheit. Denn es handelte sich um einen der Orte in Deutschland mit den schlechtesten Werten in Sachen Luftverschmutzung. Dafür verantwortlich sind eine Reihe von Ursachen. Zum einen spielt die Lage von Stuttgart innerhalb eines Talkessels eine große Rolle. Ebenso entscheidend dürfte aber auch die lokale Verkehrssituation mit vielen Staus sein. Seit Jahren wird daher über die Notwendigkeit von weitgehenden Fahrverboten diskutiert. Parallel dazu wurde im Jahr 2018 aber auch ein interessantes Experiment gestartet: Die Firma „Mann + Hummel“ installierte insgesamt 23 Luftfiltersäulen. Diese bestehen jeweils aus drei Würfeln mit einer Seitenlänge von einem Meter. Verteilt wurden die Anlagen auf einer Strecke von 350 Metern.

Die Filter entfernen bis zu 80 Prozent der Feinstaubpartikel

Im Inneren der Würfel befinden sich Ventilatoren, die die Luft ansaugen. Diese wird dann durch zwei Filtersysteme geleitet. Ein elektrostatisch aufgeladener Filter aus Polypropylen soll den Feinstaub aufnehmen. Aktivkohlelagen wiederum sind dafür da, Stickstoffdioxid aus der Luft zu entfernen. Zudem sind verschiedene Sensoren integriert, die jeweils die aktuelle Wetterlage und Luftqualität erfassen. Dementsprechend werden dann die Ventilatoren so eingestellt, dass sie mehr oder weniger Luft ansaugen. Im Idealfall können pro Säule bis zu 14.500 Kubikmeter Luft pro Stunde gefiltert werden. Einmal im Monat müssen die Filter, die den Angaben des Herstellers zufolge rund achtzig Prozent der Feinstaubpartikel entfernen, getauscht werden. Abgesehen davon läuft das System aber voll automatisch und rund um die Uhr.

Die Obergrenze wurde wieder unterschritten

Um zu klären, ob die Luftfiltersäulen tatsächlich eine wirksame Waffe gegen die Feinstaub- und Stickoxidbelastung sein können, wurden Experten des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit ins Boot geholt. Eine gemeinsam mit „Mann + Hummel“ erstellte Studie kam zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Messwerte konten unter die tolerierte Höchstgrenze gesenkt werden. So gingen die Stickoxid-Werte um rund neun Prozent zurück, während beim Feinstaub sogar ein Rückgang um zehn Prozent erreicht werden konnte. Selbst Winfried Hermann, als grüner Verkehrsminister in Baden-Württemberg eher kein Freund der Autoindustrie, bezeichnet das Experiment daher als erfolgreich. Klar ist aber auch: Die Luftfiltersäulen dürften für den Rückgang nicht alleine verantwortlich sein. Vielmehr werden auch modernere Fahrzeuge und die Folgen der Corona-Pandemie eine Rolle gespielt haben.

Via: FAZ

Wandern und Wundern - die Wanderungen des Westerwald-Vereins. Ein Rückblick

Typisch Westerwald - 30. August 2020 - 18:13
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"Nach der Wanderung ist vor der Wanderung"! 

 

Zugegeben der Spruch ist ein wenig abgewandelt aber gegen Ende des Wanderjahres starten üblicherweise die Planungen für die Wanderungen des nächsten Jahres.

 

Die Herausforderungen bei der Planung der Wandertage des Hauptvereins des Westerwald-Vereins sind vielfältig - und ehrlich gesagt - es wird jedes Jahr nicht leichter ein schlüssiges Konzept zu entwickeln!

 

Es gilt schöne Wanderstrecken zu finden. Nicht zu schwer, nicht zu leicht, nicht zu lang, nicht zu sehr in der Sonne, nicht zu weit für die Anreise, nicht zu langweilig und mit vielen interessanten Höhepunkten gespickt. Eine Einkehr sollte es dann auch noch sein wo alle auch einen Platz zum Sitzen finden ... und so vieles mehr, was für einen Außenstehenden  gar nicht so schnell zu erkennen ist. Abgesehen davon, dass sich auch der eine oder andere wünscht, dass "gutes Wetter" auch Bestandteil der Planung ist. &#x1F609;

 

Eine weitere Herausforderung ist es, ein "Motto" für die Wanderungen zu finden. Im vergangenen Jahr lautete das Motto "Die Grenzen des Westerwaldes erwandern" - und die Wanderungen orientierten sich an den geografischen Grenzen des Westerwaldes. Nach einigem Überlegen hatte ich 2019 die Idee, die Wanderungen unter das Motto "Wandern und Wundern mit dem Westerwald-Verein" zu stellen.

 

Wer hätte letztes Jahr gedacht, dass das "Wundern" im Motto der Wandertage auf etwas zutreffen würde, das wir alle noch nicht erlebt hatten und was unser Leben und der Umgang miteinander so tiefgreifend verändert?

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Lange Zeit war nicht klar, ob wir überhaupt dieses Jahr geführte Wanderungen durchführen dürfen. Kontaktbeschränkungen für gemeinsame Treffen, zusammen mit immer neuen Meldungen über die Auswirkungen dieser globalen Krise, belasteten jeden Einzelnen von uns.

 

Sicherlich kann man auch alleine wandern und manchmal ist es auch gut alleine zu sein - aber wandern ist auch ein Gruppenerlebnis und zusammen wandern ist sicherlich immer noch am schönsten. 

 

Groß war die Freude als Ende Mai, nach Rücksprache mit den Ministerien in Mainz klar war, dass wir Wanderungen mit Einschränkungen bzw. besonderen Verhaltensregeln  durchführen durften.

 

Zusätzlich zu den gesetzlichen Vorgaben, hatten wir für unsere Wanderungen eine Anmeldepflicht und (leider) auch eine maximale Teilnehmerzahl festgelegt.

 

Schon mit einem gewissen Unbehagen in der Magengrube und verbunden mit der Hoffnung, dass die Kontaktliste mit den Teilnehmern der Wanderung nicht als Infektionsnachweis benötigt werden würde, wurden dann die ersten Wanderungen Anfang Juni durchgeführt.

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Es war schon schon seltsam und gewöhnungsbedürftig, dass man gute Wanderfreunde nicht mehr per Handschlag oder Umarmung begrüßen durfte.

 

Aber es galt und gilt nach wie vor "der Schutz von allen für Alle"! Auch wenn die Einschränkungen, wie der Name schon sagt einschränken, so sind wir doch froh, dass wir unserer geliebten Wandertätigkeit nachgehen dürfen.

 

Schade war natürlich auch, dass viele Wanderer nicht mit uns wandern konnten, da relativ schnell die maximale Teilnehmeranzahl die wir uns für die Wanderungen gesetzt hatten, erreicht wurde.

 

Viele Wandernde, nicht nur Angehörige der oft zitierten "Risikogruppen", waren aber auch (noch) nicht bereit sich einem potentiellen Risiko einer Infektion auszusetzen.

 

Sicherlich gab es auch konträre Meinungen zu Sinn und Unsinn von geführten Wanderungen in Gruppen. Unterschiedliche Regeln in den einzelnen Bundesländern in denen  der Westerwald-Verein aktiv ist, sorgten auch für einiges an Verwirrungen.

 

Die als Premiere gedachte Wasser-Wald-Erlebnis-Wanderung für junge und jung gebliebene Wanderer haben wir dann nach langem Überlegen abgesagt. Die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wäre beim Aufeinandertreffen der jungen Wanderer und der jung gebliebenen Wanderer ein zu großes Risiko gewesen.

 

Aber, aufgehoben ist nicht aufgeschoben - diese Wanderung wird nachgeholt werden wenn es die Situation wieder zulässt!

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Fazit der durchgeführten Wanderungen:

 

Es wurde mit Abstand zueinander und Rücksicht aufeinander gewandert - und alle Wandernden genossen sichtlich das "Miteinander" nach langer Zeit der Isolierung.

 

Allen die mit gewandert sind, ein großes Dankeschön für euer Verständnis, eure Mithilfe und Beachtung der uns auferlegten Regeln und natürlich "bleibt weiterhin alle gesund und achtet auch euch und andere!" 

 

W1 Samstag, 6. Juni 2020 

„Rotkäppchen kennt jeder, aber wer ist Herke?“

Landmarke, Kraftort, Opferstätte, Wallfahrtsort?

 

Viele Sagen, Legenden und Mythen ranken sich um die geheimnisvolle Basaltformation Druidenstein. 

 

Der Druidenstein ist eine der bedeutendsten geologischen Sehenswürdigkeiten im Westerwald und als „Nationales Geotop“ Teil des Nationalen Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus. Vermutlich schon seit Anbeginn der Besiedlung des Westerwaldes bis hin in die Neuzeit übt er eine fast magische Anziehungskraft auf die Menschen aus ...

Typisches „April WW-Wetter“ im Juni erwartet die Wanderer bei dieser Wanderung.

 

Zunächst schien die Sonne und es war trocken, dann folgten Regen, Graupelschauer und nach dem passieren des Druidensteins kam dann langsam wieder die Sonne hervor.

 

Nach insgesamt 13 km Wanderstrecke und Ankunft am Ausgangspunkt der Wanderung waren alle wieder trocken.

 

Unterwegs wurde viel Wissenswertes von Rainer Lemmer erklärt. Die Wandergruppe wurde von Baumfällarbeiten überrascht. Die Unpassierbarkeit der geplanten Wanderroute erforderte die spontane Umplanung der Tour. Trotz Umplanung wurde aber die ursprüngliche Tourlänge von 13 km erreicht.

// Fotoimpressionen „Rotkäppchen kennt jeder, aber wer ist Herke?“
// GPS-Track zum nachwandern:

W2 Sonntag, 7. Juni 2020

„Schnattern im Wald und Feld - eine Wanderung nicht nur für Frauen!“

Die Wanderung auf der Wäller-Tour „Hohe Hahnscheid“, führt von der Dorfkirche in Irmtraut am Gedenkkreuz und einem Bildstock vorbei zum „Schutzengel“.

 

Bald ist klar, warum diese Rundwanderung auch den Beinamen „Andachtsweg“ führt.

 

Den ganzen Weg entlang findet man Sühnekreuze, Bildstöcke, Gedenktafeln und auch kleine Kapellen, die zum Verweilen und innehalten anregen … bevor weiter „geschnattert“, Verzeihung, gewandert wurde.

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Die Wanderführer Eberhard Ullrich und Rainer Lemmer begrüßten am Startpunkt in Irmtraut die Wanderer bei bestem Wanderwetter. 

 

Unterstützt wurden Rainer und Eberhard von Wanderführer Dieter Klinz der die Wandergruppe mit Informationen zum Hofgut Dapprich, zur Secker Kirche und St. Josephs-Michael Kappelle versorgte. Hartmut König machte die Wandergruppe auf die selten gewordenen Ulmen in der Holzbachschlucht aufmerksam.

 

Unterwegs wurde viel Interessantes von Wanderführer Rainer Lemmer erklärt:

Z.B. die Bedeutung des Schutzengels, eine alte Landwehr und historische Grenzsteine, Basaltblockschutthalde oder die Entstehung der Holzbachschlucht oder die Reinigungskraft von Buchenwäldern .

// Fotoimpressionen „Schnattern im Wald und Feld - eine Wanderung nicht nur für Frauen!“
// // // GPS-Track zum nachwandern: Vorwanderung Impressionen

W4 Samstag, 29. August 2020

 "Wanderung zur Klippe der verzweifelten Hildegard“ 

Kaum aus dem Auto ausgestiegen, überschritten wir nach wenigen Metern die einstige Grenze zum Keltenreich.

 

Vor mehr als 2000 Jahren lebten auf dem Dornburg-Plateau die Kelten. Opferstätte, Fluchtburg, Oppidum – wie bei so vielen anderen keltischen Höhen-Siedlungen im Westerwald ist nicht gesichert, zu welchem Zweck die „Dornburg“ errichtet wurde.

 

Allerdings sagt man noch heute dem Bereich der Dornburg magische Kräfte nach.

 

Der Verlauf der Wanderung führte an den Resten einer mittelalterlichen Kapelle vorbei zum Ort einer Tragödie.

 

Es ging um Verrat, Liebe und Leid, in denen in mehrere Sagen berichtet wird … 

Die Wanderführer Eberhard Ullrich und Rainer Lemmer begrüßten gut gelaunte Wanderer bei bestem Wanderwetter am Startpunkt in Dornburg-Wilsenroth.

 

Die klare Sicht ermöglichte fantastische Fernsichten, bis weit in das Limburger Becken und bis zum Feldberg im Taunus. 

 

Sicherlich siedelten die Kelten und Germanen nicht wegen der tollen Aussicht, sondern aus strategischen Gründen auf dem Basaltkegel. Allzu viel ist von der einstigen Wallanlage, welche die Siedlungsfläche umgab, nicht mehr zu sehen. Die rund 9 Meter hohen Reste der westlichen Wallanlagen gaben aber einen Eindruck von der einstigen Größe der Siedlung.

 

Bei der Wanderung auf dem Blasiussteig gab es viel Interessantes zu berichten und Rainer spannte gekonnt den Bogen von Kelten und Germanen bis hin in die Neuzeit. Neben geschichtlichen Begebenheiten tauchten die Wanderer in die Westerwälder Sagenwelt ein. Zusätzlich zu den geologischen Erklärungen zum "Ewigen Eis" und zur Dornburg, durfte natürlich die wechselvolle Geschichte der Blasiuskapelle nicht fehlen. Heidnische Kultstätte, Christliche Kirche, Kraftort und Stätte des Gedenkens und heute noch ein oft besuchter Ort für alle, die an diesem bedeutsamen Ort Kraft oder Trost suchen.

 

Im weiteren Verlauf der Wanderung wird am Dreiherrenstein, die heutige Grenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz, überschritten. Früher markierte dieser Grenzstein die Grenzen zwischen den Fürstentümern Nassau-Oranien, Leiningen-Westerburg und Kurtrier.


Nach 12 km erreichte eine sichtlich begeisterte Wandergruppe wieder den Ausgangspunkt der Wanderung in Dornburg-Wilsenroth. Ein großes Lob gab es auch von Wanderern aus Dornburg, die durchaus auch noch das eine oder andere Neue auf dieser Wanderung erfahren hatten.

// // Fotoimpressionen „Wanderung zur Klippe der verzweifelten Hildegard“
// GPS-Track zum nachwandern: Vorwanderung Impressionen

W5 Sonntag, 30. August 2020

 

„Wandertour zum stillen Örtchen!“

Wanderwege, zum größten Teil im Schatten der Bäume, im Tal, vom Plätschern der Buchheller begleitet und auf den Höhen herrliche Weitblicke in das Siegerland. Die geführte Wanderung führte über den „Trödelsteinpfad“, ein Premiumpfad und eine als Traumtour zertifizierte und prämierte Rothaarsteig Spur. 

 

Wahrscheinlich war dies die letzte Wanderung auf dem Trödelsteinpfad für lange Zeit! Die Fichtenwälder sind massiv vom Borkenkäfer befallen und werden großflächig abgeholzt. Zwei Wochen nach unserer Wanderung wurde der Trödelsteinpfad von der Gemeinde Burbach auf unbestimmte Zeit gesperrt.

 

Insgesamt habe ich den Trödelsteinpfad zweimal vorgewandert. Die erste Erkundungswanderung fand am 27. Dezember 2019 statt, eine weitere Vorwanderung Anfang April 2020. Es ist erschreckend wie schnell und einschneidend sich der Wald in so ´kurzer Zeit durch den Borkenkäferbefall veränderte. Im Dezember 2019 sahen die Fichtenwälder noch grün und vital aus, lediglich ab und an konnte man befallene Fichten ausmachen. Acht Monate später recken die Fichten, die noch nicht gefällt wurden, ihre verdorrten Äste mahnend in den Himmel.

Schon wieder Glück gehabt mit dem Wetter! 

 

Eine Woche vor der Wanderung war starker Regen und schlechtes Wetter vorhergesagt und die Prognosen alles andere als gut.

 

Erfreulicherweise drehte sich aber die Wetterlage. Die Wanderführer Eberhard Ullrich und Rainer Lemmer begrüßtem bei angenehmen Wanderwetter die Wanderer am Wanderparkplatz Trödelsteine in Burbach.

 

Auf den Spuren des Siegerländer Bergbaus wanderten wir zu 90% auf naturbelassenen schmalen Wegen und Pfaden, an ehemaligen Pingen, Abraumhalden und eingefallenen Stolleneingängen vorbei. Wie bei den vorangegangenen Touren wurde unterwegs viel Wissenswertes von Rainer erklärt. 

 

Historische Handelsstraßen, ehemalige Grenzverläufe der Fürstentümer, aber auch überregionale Wanderwege werden gekreuzt, um dann das auf einer Höhe von 613m ü.NN. gelegene Naturdenkmal „Trödelsteine“ und den damit höchsten Punkt der Wanderung zu erreichen.

 

Die Geschichte des Bergbaus im Trettenbachtal und die geologische Besonderheiten der Basaltformation der Trödelsteine waren Fakten basierender Erklärungen. Die alte Westerwälder Sage von der Liebesgeschichte zwischen dem Zwerg und der Riesin an den Trödelsteinen regte dann aber zum Schmunzeln an. &#x1F609;

 

Interessant waren auch die Erklärungen und Ausführungen von Rainer zu der hier im Siegerland vielerorts praktizierten "Haubergswirtschaft", die immerhin sogar als ein "Immaterielles Weltkulturerbe der Unesco" geführt wird.

 

Entlang der durch das Tal plätschernden Buchheller ging es zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Übrigens, die Buchheller schaut so idyllisch aus und durchfließt mehrere Naturschutzgebiete, trotzdem zählt der Bach zu den giftigsten Fließgewässern des Landes Nordrhein-Westfalen!  

 

Warum das so ist und ein Wandervorschlag für eine 15 km Wanderung im Buchhellertal wird hier erklärt.

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// GPS-Track zum nachwandern: Vorwanderung Impressionen im April 2020 Vorwanderung Impressionen im Dezember 2019

Handy, Fleisch, Zucker und Rauchen: Das hat sich seit 2010 drastisch verändert

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 30. August 2020 - 17:08

Corona hat uns aus dem normalen Alltag gerissen und uns gezeigt, dass die Dinge nicht so festgefügt sind, wie wir vor kurzem noch glaubten. Doch es müssen nicht einmal große Krisen hereinbrechen, um nachhaltige Veränderungen in Gang zu setzen. Das 21. Jahrhundert erweist sich als erstaunlich schnelllebig, in den letzten 10 Jahren hat sich an vielen Fronten etwas bewegt. Wir nehmen ein paar dieser Parameter ins Visier.

2010: Erst 10 Jahre her – und doch ganz anders. Smartphones legen kometenhaften Aufstieg hin

Erst im Jahr 2007, also vor 13 Jahren, führte Apple sein erstes iPhone ein und startete damit die legendäre Smartphone-Ära. Im Jahr 2020 verwenden 76 % aller Bundesbürger über 16 Jahre ein Mobiltelefon mit Internetzugang – das sind etwa 53 Millionen Menschen. Vor fünf Jahren waren es noch 65 % und noch drei Jahre weiter zurück 36 %. Kaum zu glauben, dass es überhaupt einmal eine Welt ohne Smartphones gab, oder?

Rekordjahr! 9,3 Millionen Vegetarier / Veganer

Aktuell verzeichnen wir etwa 8 Millionen Vegetarier in Deutschland, das ist schon eine ganze Menge. Hinzu kommen noch 1,3 Millionen Veganer, die nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf alle anderen tierischen Produkte verzichten. Jeden Tag erhalten die Vegetarier einen Zuwachs von 2.000 Menschen – und die Veganer dürfen sich über 200 Gleichgesinnte mehr freuen. Im Jahr 2011 zählte der Vegetarierbund ungefähr 6 Millionen Vegetarier und erstaunlich wenige 60.000 Veganer.

Zuckerhaltige Getränke auf dem Rückzug

124 Liter alkoholfreie Erfrischungsgetränke nahm jeder Bundesbürger im Jahr 2019 durchschnittlich zu sich. 2010 waren es noch 118 Liter, also gar nicht viel weniger. Allerdings findet eine starke Verschiebung in Richtung kalorienfreier und kalorienreduzierter Drinks statt, Zucker ist immer weniger willkommen.

Rauchen ist nicht mehr wirklich »in«

Und noch ein erfreulicher Gesundheitstrend: Jugendliche unter 15 Jahren greifen immer seltener zum Glimmstängel. In den vergangenen 10 Jahren ging der Raucheranteil in dieser Altersgruppe um immerhin zwei Drittel zurück. Auch die Erwachsenen werden in dieser Hinsicht vernünftiger: 2003 rauchten noch etwa 40 % aller Männer, nun sind es nur noch 25 %. Frauen waren schon immer weniger rauchaffin, 30 % des weiblichen Geschlechts waren 2003 mit der Zigarette verbandelt, heute sind es nur noch 20 %.

Quelle: schwarzwaelder-bote.de

Windkraft ohne Vogelsterben? Schwarze Farbe verringert tödliche Kollisionen um 70 %

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 30. August 2020 - 10:06

Warum müssen Windkraftanlagen immer weiß sein? Es ist ein offenes Geheimnis, dass fliegende Vögel die hellen Windräder oftmals übersehen und infolgedessen schwer verunglücken. Eventuell ließe sich daran durch einen neuen Anstrich etwas ändern, dachten sich Forscher vom Norwegian Institute for Nature Research und griffen zu schwarzer Farbe. Der Effekt überraschte.

Von <a href=“//commons.wikimedia.org/wiki/User:Hobbyfotowiki“ title=“User:Hobbyfotowiki“>Hobbyfotowiki</a> – <span class=“int-own-work“ lang=“de“>Eigenes Werk</span>, CC0, Link Ein schwarzes Rotorblatt pro Anlage genügt

Der Feldversuch der Wissenschaftler fand im Windpark Smøla in Norwegen statt. Dort erhielten vier Anlagen jeweils ein einziges schwarzes Rotorblatt, während die anderen vier Windräder so blieben, wie sie waren. Das Ergebnis: Die Vogelsterblichkeit an den farblich veränderten Anlagen sank um signifikante 70 Prozent! Zuvor hatten Tests im Laborumfeld bereits starke Hinweise darauf geliefert, dass ein schlichter Anstrich zahlreiche Vogelleben retten könnte – der Feldversuch bestätigte dies. Die Studie lief über drei Jahre, in dieser Zeit dokumentierten die Forscher die Anzahl der toten Vögel unter den Türmen. Die Verluste gingen vor allem bei den Greifvögeln exorbitant zurück, der gefährdete Seeadler gehörte mit dazu. In der unveränderten Kontrollgruppe blieb alles beim Alten.

Forscher empfehlen mehr dieser Experimente

Die Rotoren sind für die Vögel wahrscheinlich durch die vergrößerte Kontrastwirkung besser sichtbar, wenn ein Blatt schwarz bemalt ist. Die Bewegungsunschärfe verringert sich, die Tiere weichen aus. Der Test lief zwar nur an einer geringen Zahl von Windrädern, doch immerhin handelte es sich um einen recht langen Zeitraum. Kritiker haken dennoch an dieser Stelle ein und mahnen, das Ergebnis könne durch Zufallserscheinungen verfälscht sein. Das ist bei kleinen Stichproben wahrscheinlicher als bei großen. Die Studienautoren empfehlen, ähnliche Experimente in anderen Windparks durchzuführen, um den Befund zu überprüfen. Jedenfalls wäre es eine wirklich einfache und kostenlose Methode, zahlreichen Tieren das Leben zu retten und den Ruf der Windkraftanlagen gleichzeitig ein gutes Stück zu verbessern.

Übrigens konnte dieselbe Forschergruppe die Vogelsterblichkeit um 50 % verringern, indem sie den unteren Abschnitt des Windradturmes schwarz färbten. Es gibt also mehrere Ansätze, die sich im besten Fall miteinander kombinieren lassen, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen.

Quelle: spektrum.de

Mit Sonne, Wind und Stroh zur Autarkie: Die Insel Samsø gibt sogar Strom ab

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 29. August 2020 - 18:15

Mehr als 20 Jahre ist es bereits her, dass die Bewohner der dänischen Insel Samsø sich für ihren Weg zur Autarkie entschieden. Dieselgeneratoren, Strom vom Festland? Das ist alles längst Geschichte. Mittlerweile ist das idyllische Eiland nicht nur autark, sondern es produziert mehr Energie, als es verbraucht.

Die Insel Samso gilt als Vorbild in Sachen CO2-Neutralität In der Energie-Akademie warten Inspirationen für Besucher

Abordnungen aus der ganzen Welt kommen regelmäßig auf Samsø zu Besuch, um sich von dem dortigen Energiesystem inspirieren zu lassen. Die Bewohner der kleinen Ostsee-Insel sind gern bereit, den Journalisten, Politikern und Schülern Auskunft zu geben, zu diesem Zweck haben sie extra eine kleine Energie-Akademie inmitten eines Rapsfeldes errichtet. Von hier aus werden auch die Energieprojekte der Insel koordiniert. Kohle, Öl und Gas sind kein Thema mehr, alles dreht sich um nachhaltige Energieerzeugung und darum, wie sich verschiedene Konzepte miteinander kombinieren lassen.

Die Blockheizkraftwerke der Insel funktionieren mit Strom

Die üblichen regenerativen Energiequellen sind weit verbreitet: Sonnenkollektoren und Windparks gehören ebenso wie die malerischen Sandstrände fest zum Inselbild. An einer Solartankstelle können die E-Mobile der 3.500 Einwohner auftanken, ein Landwirt kaufte sich bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten Windräder im Wert von 12 Millionen Kronen. Er stürzte sich für diesen Traum in hohe Schulden, setzte dabei aber den Startschuss für die große Energiewende auf Samsø. Doch es kam noch besser: Die Inselbewohner legten zusammen und schafften sich einige kleine Blockheizkraftwerke an, um dort Stroh in Strom zu verwandeln.

150 Ballen Stroh entsprechen 30 Tonnen Erdöl

Der natürliche Brennstoff wird vollständig auf der Insel angebaut und steht jedes Jahr aufs Neue in Mengen zur Verfügung. In 150 Ballen Stroh steckt dieselbe Energie wie in 30 Tonnen Erdöl: eine wirklich gute Ausbeute. Nach einer Weile wurde die CO2-Bilanz neutral, die Insel hatte die angestrebte Autarkie erreicht. Inzwischen ist sie sogar negativ. Nur die Fähre elektrische Fähre braucht noch ein bisschen Diesel, weil die Batterietechnik noch nicht weit genug ist. Immerhin besteht der Treibstoff zum größten Teil aus Bio-Material und Plastikabfall: Fehlende Konsequenz kann man den Einwohnern somit nicht vorwerfen.

Quelle: ndr.de

Elon Musk: Mini-Chip für das Gehirn soll Menschen mit Rückenmarkverletzungen wieder Laufen ermöglichen

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 29. August 2020 - 14:11

Tesla-Gründer und Tech-Visionär Elon Musk hat einen neuen Mini-Computer für das menschliche Gehirn vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen Chip mit der Größe einer Ein-Euro-Münze, der von einem Roboter implantiert wird. Den Prototypen des Chips und auch den OP-Roboter hat das Unternehmen Neuralink entwickelt. Musk präsentierte die neue Schnittstelle zwischen Smartphone und Gehirn als „Fitbit für den Kopf“. Die Version 2 der Schnittstelle wurde bereits bei Schweinen eingesetzt.

Der Neuralink-Chip ist 8mm dick und so groß wie eine 1 Euro Münze. Die Elektroden an den Seiten sind drei Zentimeter lang und dünner als ein menschliches Haar. Bild@ Youtube Screenshot Gehirn von Schweinen ausgelesen

Die Mensch-Maschine-Schnittstelle kommuniziert über Bluetooth mit dem Smartphone und ist in der Lage Hirn-Signale interpretieren zu können. Lediglich eine kleine Narbe unter den Haaren würde laut Musk an den Eingriff erinnern. Es wurden bereits einige Geräte bei Schweinen implantiert. Bei der Präsentation der neuen Schnittstelle für das Gehirn erklärte Musk, dass beim Schwein Gertrude stets elektrische Signale auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden konnten, sobald Gertrude etwas mit ihrem Rüssel berührte. Auch wurden Messungen bei einem Schwein durchgeführt, welches sich auf einem Laufband befand. Es konnte damit unmittelbar vorausgesagt werden, welches Gelenk sich wann bewegt beziehungsweise aktiv wird.

Neuralink Hirn-Chip-Präsentation im Video

„Es ist wie ein Fitbit mit feinen Drähten in ihrem Kopf“, erklärte Musk. Die Möglichkeit eine Verbindung zwischen den Neuronen und einem Smartphone herstellen zu können, soll in Zukunft genutzt werden, um beispielsweise Schmerzen bei Menschen mit chronischen Leiden zu lindern oder gänzlich auszumerzen. Möglich sei zudem auch Sehstörungen auszugleichen, Depressionen zu behandeln und Alzheimer zu bekämpfen. Weiterhin soll der Chip in Zukunft verletztes Nervengewebe zu überbrücken. Menschen mit einer Rückenmarkverletzung könnten dann wieder laufen.

Neuralink Roboter soll die Chips implantieren. Am Ende erinnert nur noch eine kleine Narbe am Haaransatz an die OP. Bild@ Youtube Screenshot Es werden noch Mitarbeiter gesucht

Der Chip für das Gehirn soll per Bluetooth mit einer App auf dem Smartphone kommunizieren. Zudem soll das Gerät drahtlos aufgeladen werden können. Wann der Chip auch bei Menschen zum Einsatz kommen soll, ist noch nicht bekannt. Neuralink arbeitet nun daran, die Operation und die Herstellung zu optimieren. Ziel ist es, dass der Chip eines Tages für wenige tausend Dollar implantiert werden kann.

Bisher wurden die Neuralink-Geräte in Schweinen, Mäusen und einem Affen implantiert. Bei Menschen soll der Chip bestenfalls noch in diesem Jahr eingesetzt werden. Die Präsentation der Mensch-Maschine-Schnittstelle sollte auch dazu dienen, entsprechende Fachkräfte darauf aufmerksam zu machen, die den Chip in Zukunft weiterentwickeln und die Vision von Neuralink und Elon Musk umsetzen.

„Die Zukunft wird seltsam“

An dem Link 8 mm dicken V0.9-Chip hängen etwa drei Zentimeter lange Elektroden, die dünner sind als ein menschliches Haar. 2019 stellte Musk den Chip das erste Mal vor. Damals befand sich dieser noch, ähnlich wie ein Hörgerät, außen am Kopf. Elon Musk hat die Vision, dass durch den Chip eines Tages auch Gedanken übertragen werden können. Musk gilt als Visionär, der die große Bühne mag und gern seine Gedanken laut äußert. Dabei stößt er jedoch auch immer wieder auf Kritiker, die der Meinung sind, dass Musk oftmals über seine Ziele hinausschieße. Musk sähe den Chip auch als eine Art Rüstung gegen die KI. Diese werde in Zukunft immer fortschrittlicher und könnte einmal eine Gefahr für die Menschheit darstellen. Experten kontern indem diese Musk keine große Erfahrung im Bereich künstlicher Intelligenz zusprechen.

Megaschnelles Internet: Forscher schaffen Datenübertragung von 178 TB/s

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 29. August 2020 - 10:04

Lust auf Netflix? Forscher haben eine Datenübertragung zustande gebracht, die es ermöglicht, das gesamte Filmangebot dieser Plattform in unter einer Sekunde herunterzuladen. Diese irre Geschwindigkeit toppt sogar die Datenleitung der NASA – und auch jeden anderen jemals vorhandenen Internetanschluss. Und das Beste: Unser normales Glasfasernetz könnte solche Raten erreichen.

Megaschnelles Internet in greifbarer Nähe? Die NASA verfügt »nur« über maximal 400 GB/s

Am University College in London haben sich Wissenschaftler aus Großbritannien und Japan zu einem zukunftsweisenden Forschungsprojekt zusammengefunden. Es handelt sich um Glasfaserexperten, die gemeinsam einen sagenhaften Weltrekord aufstellen wollten – und ihr Ziel prompt erreichten: Die schnellste jemals erzielte Internetgeschwindigkeit von 178 TB/s geht nun auf ihr Konto. Der Durchschnittskunde in Japan darf sich übrigens über eine Bandbreite von höchstens 10 GB/s freuen, was für die meisten deutschen Internetnutzer schon ein echter Traum ist. Die NASA verfügt über eine deutlich zügigere Datenleitung, die es auf maximal 400 GB/s bringt – da kann der deutsche Verbraucher nur noch von purer Utopie reden.

Rekordgeschwindigkeit durch Erhöhung der Lichtfrequenz

Die NASA jedoch wird noch von den Speed-Verbindungen abgehängt, die zwischen der Cloud und den Datenzentren operieren. Sie glänzen mit bis zu 35 TB/s, einer Wahnsinnsgeschwindigkeit, die trotzdem noch immer weit unter dem neuen Rekord liegt. Die 178 TB/s werden möglich durch eine Erhöhung der Lichtfrequenz, die durch das Glasfaserkabel gejagt wird. Das Kabel selbst bleibt dabei unverändert, ebenso wie das übliche Prozedere: Es handelt sich wie immer um LED-Licht, das am Ende in elektrische Signale verwandelt wird. Die Übertragungswerte lagen allerdings bei fast 17 Teraherz, sie waren damit ungefähr 10.000 Mal schneller als die höchsten 5G-Frequenzen.

Die derzeitigen Signalverstärker, die bereits in regelmäßigen Abständen in den Glasfaserkabeln integriert sind, müssten umgerüstet werden, um die Turbo-Geschwindigkeit zu erreichen. Über den dafür nötigen Aufwand ist bislang nichts bekannt.

Quelle: galileo.tv

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