Anregungen für unsere Konsumgewohnheiten

Mammutbäume überleben Waldbrand in Kalifornien

gute-nachrichten.com - 28. August 2020 - 23:12

Als letzte Woche ein großer Waldbrand durch den ältesten Nationalpark in Kalifornien , den Big Basin in Boulder Creek fegte, befürchtete man das schlimmste für die dort wachsenden Mammutbäume. Einige von ihnen sind 2.000 Jahre alt und gehören damit zu den ältesten Zeitzeugen auf unserer Erde. Man glaubte auf Grund de Ausmaßes des Brandes, dass diese die Katastrophe nicht überleben würden. Aber als ein Reporter und Fotograf der Presseagentur Associated Press letzten Montag sich auf den Weg machte, um den berühmten Redwood Trail im Nationalpark zu begehen, konnte er beruhigt feststellen, das die alten Bäume der Glut widerstanden haben. Mit großer Freude konnte er sehen das der älteste Baum, der als „Mutter des Waldes“ bezeichnet wird, ebenfalls zu den Überlebenden gehört.

Photo by Nik Shuliahin on Unsplash

Laura McLendon, die zuständige Direktorin des Sempervirens Fund, einer Stiftung, die sich den Erhalt der Mammutbäume und deren Lebensräume verschrieben hat, sagte erleichtert: „Das ist ein solch gute Nachricht, ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie gut das meinem Seelenfrieden tut.“ Einige Presseberichte gingen davon aus, dass der Waldbrand das Ende der Mammutbäume bedeuten würde.

Das Hauptquartier des Parks, kleinere Gebäude und die Infrastruktur der Campingplätze fielen den Flammen zum Opfer. McLendon sagte „Aber der Wald ist nicht weg. Er wird sich erholen und wieder wachsen. Jeder alte Mammutbaum, den ich jemals sah, hier in Big Basin und anderswo, hat Narben vom Feuer auf seiner Rinde. Sie überlebten viele Brände, die wahrscheinlich noch schlimmer waren als der letzte Brand.“

Mammutbäume haben eine einmalige Überlebensstrategie. Wenn Waldbrände, Orkane und Blitze die Bäume treffen und diese dabei nicht umstürzen, können sie wieder auskeimen. Die Mutter der Bäume im Park, war 100 Meter hoch. Als die Spitze des Baumes bei einem Sturm abbrach, bildete sich an der Bruchstelle ein neuer Stamm. Bäume, die umfallen, ernähren den Waldboden und werden zum Nährboden für neue Mammutbäume.

Photo by Vitto Sommella on Unsplash

Letzten Montag konnte man beobachten, wie Eichelhäher und Spechte auf dem verbrannten Waldboden nach Insekten suchten, ab und zu hörte man das Krachen von Ästen oder umfallenden Bäumen aber die Natur kehrte zu ihrem gewohnten Rhythmus zurück. Laura McLendon bemerkt, dass es ab jetzt viel zu tun gibt, um die Sturmschäden zu beseitigen, die Campingplätze wieder herzurichten und die Wege von umgefallenen Bäumen zu säubern. „Aber“, sagt sie, „Big Basin wird sich erholen“.

Der Vorsteher des Parks, Chris Spohrer, ergänzte, er sei erfreut zu wissen, dass die Mammutbäume überlebt hätten. Eine Begutachtung wird in den nächsten Tagen die Gebäude überprüfen und die Bäume werden in den nächsten Tagen gründlich angeschaut. „Der Grund, dass die Bäume so alt werden liegt daran,dass sie so widerstandsfähig sind“.

Der Big Basin Nationalpark öffnete 1902 seine Pforten und diente vor allen Dingen dem Erhalt und der Beobachtung von Mammutbäumen. Heute kommen im Jahr 250.000 Besucher aus der ganzen Welt.

 

Quelle: nbcnews.com

Herzlichen Dank an Veikko für den Tipp! ;-)

Ökologische Ökonomik – Entstehung und heutige Stellung

Typisch Westerwald - 28. August 2020 - 21:03
Aus Ausgabe 9/10-2020 Ulrich Hampicke Die „klassische“ Umweltökonomik empfiehlt, knappe natürliche Ressourcen mit Preisen zu versehen, um einen haushälterischen Umgang mit ihnen zu erwirken. Globale Umweltprobleme erzwangen eine Erweiterung um die Ökologische Ökonomik, deren Prinzipien „efficient allocation“, „fair distribution“ und „scale“ sind. Insbesondere wird die Begrenztheit des Planeten Erde gewürdigt. Die Ökologische Ökonomik vertritt das Prinzip der starken Nachhaltigkeit, wonach das natürliche Kapital (u. a. Bodenfruchtbarkeit, Wasserressourcen und der Bestand an Arten) nicht der Substitution durch technische Errungenschaften zur Verfügung steht (schwache Nachhaltigkeit), sondern unabhängig davon zu erhalten ist. An Bedeutung hat die Klimaökonomik gewonnen. Sie ermittelt die Schäden nicht vermiedenen Klimawandels in der Zukunft und entwickelt Instrumente, mit denen politisch gesetzte Ziele wie das Pariser Abkommen von 2015 erreicht werden sollen. Im Bereich von Natur und Landschaft ist die Ökologische Ökonomik noch nicht so einflussreich, wie es zu wünschen wäre. Umweltökonomik – Ökologische Ökonomik – starke und schwache Nachhaltigkeit – natürliches und technisches Kapital – Klimaökonomik – Natur und Landschaft DOI: 10.17433/9.2020.50153845.442-450 ♦ zum Beitrag ♦   ♦ Dieser Beitrag in Natur und Landschaft könnte Sie auch interessieren: "Kosten des Biodiversitätsschutzes in Agrarlandschaften – wichtige Beispiele" von Ulrich Hampicke in Natur und Landschaft 9/10-2014 Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche. ♦ 1.9.2020

Ökologische Ethik: denken wie ein Berg und handeln wie ein Mensch

Typisch Westerwald - 28. August 2020 - 20:45
Aus Ausgabe 9/10-2020 Uta Eser Die ökologische Ethik als philosophische Disziplin formierte sich angesichts globaler Umweltprobleme, um ein fraglich gewordenes Mensch-Natur-Verhältnis grundsätzlich neu zu bestimmen. „Ökologisch“ ist sie, indem sie bei der Suche nach dem ethisch guten und moralisch richtigen Handeln die wechselseitigen Abhängigkeiten in ökologischen Systemen für fundamental erachtet. Ein Kernthema der ökologischen Ethik ist der moralische Status der nichtmenschlichen Natur. Politisch brisant wird die Hinterfragung der Sonderrolle des Menschen in der Bestimmung des Verhältnisses von Individuum und Gemeinschaft. Ökozentrische Ansätze, die das Wohl des Ganzen über das Wohlergehen der Einzelnen stellen, haben eine potenziell inhumane Kehrseite. Freiheitlichere Konzeptionen betrachten hingegen die Berücksichtigung ökologischer Beziehungen als Bestandteil menschlicher Selbstverwirklichung. Zu strittigen Fragen des Naturschutzes trägt die ökologische Ethik wenig bei. Die widersprüchliche Praxis, einerseits Arten und Lebensräume der Kulturlandschaft durch Verhinderung natürlicher Abläufe zu schützen und andererseits in Wildnisgebieten solche Prozesse ausdrücklich zuzulassen, lässt sich mit einer inklusiven Argumentation überzeugender begründen. Ökologische Ethik – Anthropozentrik – Ökozentrik – Politische Ökologie – Inklusive Ethik DOI: 10.17433/9.2020.50153841.425-432 ♦ zum Beitrag ♦   ♦ Dieser Beitrag in Natur und Landschaft könnte Sie auch interessieren: "Das Konzept der Ökosystemdienstleistungen" von Uta Eser in Natur und Landschaft 9/10-2016 Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche. ♦ 1.9.2020

Politische Ökologie

Typisch Westerwald - 28. August 2020 - 20:37
Aus Ausgabe 9/10-2020 Matthias Schmidt Der zentralen Prämisse der Politischen Ökologie zufolge ist Umweltwandel oder die Degradation von Naturräumen politisiert sowie Ausdruck und Folge politischer Konflikte und Machtverhältnisse. Der Beitrag gibt einen Einblick in Entstehung und Selbstverständnis der Politischen Ökologie, benennt zentrale Themenschwerpunkte und reflektiert über ihr Verhältnis zur Ökologie und ihre dezidiert kritische Position, etwa auch gegenüber Naturschutzbestrebungen. Mögliche Anwendungsfelder des Analyseansatzes der Politischen Ökologie werden am Beispiel innerökologischer Konflikte bei der Umsetzung klimapolitischer Maßnahmen knapp skizziert. Politische Ökologie – Mensch-Umwelt-Verhältnisse – Naturschutzkritik – innerökologische Konflikte – Klimapolitik DOI: 10.17433/9.2020.50153839.418-424 ♦ zum Beitrag ♦   ♦ Dieser Beitrag in Natur und Landschaft könnte Sie auch interessieren: "Erkenntnisse aus dem TEEB-Deutschland-Prozess für die Politikgestaltung in ländlichen Räumen nutzen" von Matzdorf et al. in Natur und Landschaft 1-2019 Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche. ♦ 1.9.2020

Human-, Kultur- und Ethnoökologie

Typisch Westerwald - 28. August 2020 - 20:29
Aus Ausgabe 9/10-2020 Parto Teherani-Krönner und Bernhard Glaeser Humanökologische Forschungen zielen auf eine umfassende Analyse der Beziehungen von Menschen zu ihrer belebten und unbelebten Umwelt. Dies wird anhand von Fallstudien zur Güllewirtschaft in Norddeutschland sowie zur Ökoentwicklung in Tansania erläutert. Es wird gezeigt, wie humanökologische Untersuchungen – indem sie in einem ganzheitlichen Ansatz die ökologische, ökonomische, politische und moralische Ebene integrieren – wesentlich zum Verständnis von Problemen des Natur- und Landschaftsschutzes beitragen und damit auch Wege zu deren Lösung aufzeigen können. Weiterhin wird das Verhältnis der Humanökologie zu verwandten Disziplinen wie der Kultur- und Ethnoökologie bestimmt. Wichtige historische Entwicklungen der genannten Disziplinen werden dabei erläutert. Die Humanökologie grenzt sich durch das Konzept der Akkommodation im Gegensatz zum Konzept der Adaptation von der Biologie bzw. Ökologie als Naturwissenschaft ab. Eine wesentliche Erkenntnis human-, ethno- und kulturökologischer Analysen ist, dass sich Umweltpolitik und Naturschutz ohne Integration sozialer und kultureller Bezüge nicht erfolgreich gestalten lassen. Humanökologie – Kulturökologie – Ethnoökologie – Umweltschutz – Gülleregulierung – Akkommodation – lokales Wissen DOI: 10.17433/9.2020.50153837.407-417 ♦ zum Beitrag ♦   ♦ Dieser Beitrag in Natur und Landschaft könnte Sie auch interessieren: "Ökologie, Naturschutz und ökologisch orientierte Landschaftsplanung" von Beate Jessel in Natur und Landschaft 9/10-2016 Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche. ♦ 1.9.2020

Die Soziale Ökologie und ihr Beitrag zu einer Gestaltung des Naturschutzes

Typisch Westerwald - 28. August 2020 - 20:22
Aus Ausgabe 9/10-2020 Engelbert Schramm, Diana Hummel, Marion Mehring Soziale Ökologie erforscht die wechselseitigen Beziehungen zwischen Menschen und ihrer (natürlichen) Umwelt. Entstehung und Selbstverständnis der Sozialen Ökologie in deren unterschiedlichen Entwicklungslinien werden skizziert; in Europa ist die Soziale Ökologie aus dem ökologischen Diskurs entstanden. Sie wird derzeit in Europa als akademisches Fach etabliert, ist aber keine eigenständige Disziplin. Vielmehr wird in einer problemorientierten fächerübergreifenden Forschung versucht, alternative Entwicklungsmöglichkeiten der Beziehungen zwischen Gesellschaft und Natur zu identifizieren. Dabei wird berücksichtigt, dass Veränderungen der Wechselbeziehungen zu Krisen führen können. Natur und Gesellschaft werden dabei nicht als Dualismus verstanden: Gesellschaft ist auf Natur angewiesen. Soweit Natur gesellschaftlich geprägt wird, kann sie nicht mehr ohne Gesellschaft verstanden werden. Während Naturwissenschaften natürliche Prozesse sowie Strukturen und Sozialwissenschaften soziale Prozesse und Strukturen erfassen, konzentriert sich die Soziale Ökologie auf hybride Forschungsgegenstände, die soziale und physische Anteile haben. Dies wird am Beispiel der sozial-ökologischen Systeme aufgezeigt, mit denen sich z. B. Ökosysteme, die in der Naturschutzpraxis eine Rolle spielen, und deren Management  untersuchen lassen. Unterstützt durch sozial-ökologische Ansätze lassen sich angemessenere Leitbilder und vor allem Konzepte zum Pflege- und Entwicklungsmanagement für den Naturschutz und die Landschaftspflege und auch zur Bearbeitung von Konflikten um Naturschutz und die biologische Vielfalt ermitteln. Anthropozän – Gesellschaft – Ökosystemleistungen – Landschaftspflege – Naturschutzmanagement – Naturverhältnis – neuartige Ökosysteme – sozial-ökologisches System DOI: 10.17433/9.2020.50153835.397-406 ♦ zum Beitrag ♦   ♦ Dieser Beitrag in Natur und Landschaft könnte Sie auch interessieren: "Stakeholder-Dialoge – ein Instrument zur Bearbeitung von Konflikten um Biodiversität in mitteleuropäischen Wäldern" von Schramm und Litschel in Natur und Landschaft 11-2014 Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche. ♦ 1.9.2020

Einführung: von der Ökologie als Wissenschaft zur ökologischen Weltanschauung

Typisch Westerwald - 28. August 2020 - 19:52
Aus Ausgabe 9/10-2020 Thomas Kirchhoff Das Wort „ökologisch“ hat zwei verschiedene Bedeutungen. Einerseits bezeichnet es die Perspektive einer Naturwissenschaft, die untersucht, wie Organismen in ihrer Existenz durch ihre Umwelt beeinflusst werden. Andererseits bezeichnet es eine Weltanschauung, die ein neuartiges, richtiges Verhältnis der Menschen zur Natur einfordert – „Ökologiebewegung“ heißt die zugehörige gesellschaftliche Bewegung. In diesem einführenden Beitrag wird zunächst dargestellt, wie die Naturwissenschaft Ökologie und die ökologische Weltanschauung entstanden sind, was ihre Charakteristika sind und dass sie, obwohl kategorial verschieden, substanziell miteinander verbunden sind. Anschließend wird thematisiert, dass die Ökologiebewegung nicht nur zu einer Ökologisierung der Gesellschaft geführt hat, sondern auch dazu, dass im Spannungsfeld von Ökologie als Naturwissenschaft und ökologischer Weltanschauung zahlreiche nicht (rein) naturwissenschaftliche Sekundärökologien sowie auf ökologische Fragen spezialisierte Bereichsdisziplinen neu entstanden oder einflussreich geworden sind. Diese werden in den weiteren Beiträgen dieser Schwerpunktausgabe detailliert behandelt. Naturwissenschaft – Weltanschauung – Ökologismus – Ökologiebewegung – Sekundärökologien – Naturauffassungen – Dualismus – Einheit DOI: 10.17433/9.2020.50153833.390-396 ♦ zum Beitrag ♦   ♦ Diese Ausgabe von Natur und Landschaft könnte Sie auch interessieren: Schwerpunkt: 150 Jahre Ökologie. Eine Naturwissenschaft prägt den Naturschutz Natur und Landschaft 9/10-2016 Mit dem Heft soll zum einen die Entwicklung der Ökologie hin zu einer modernen naturwissenschaftlichen Disziplin dargestellt werden. Zum anderen widmen sich die Beiträge den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen der Ökologie als Wissenschaft und dem Naturschutz als praxisorientierter, gesellschaftlicher Aufgabe. Zwei Fragen stehen dabei im Zentrum: Welche Einflüsse hatten die neuen naturwissenschaftlichen Konzepte und Erkenntnisse der Ökologie auf Theorie und Praxis des Naturschutzes? Welche Impulse ergaben sich aus der Naturschutzpraxis für die Entwicklung der Ökologie als Wissenschaft? Es werden insbesondere Themen aufgegriffen, die den Naturschutz im deutschsprachigen Raum nachhaltig geprägt haben – etwa im Arten- und Biotopschutz, im Bereich der Agrar- und Forstwirtschaft sowie in der Landschaftsplanung.  Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche. ♦ 1.9.2020

Ozeane: Plastikmüll einsammeln bringt nichts – Die erzielbaren Mengen sind verschwindend gering

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 28. August 2020 - 17:01

In den Weltmeeren schwimmen rund 400.000 Tonnen Plastikmüll. Das niederländische Unternehmen The Ocean Cleanup will den Bergen mit 600 Meter langen schwimmenden Barrieren zu Leibe rücken, in denen sich die Abfälle sammeln. Per Schiff sollen sie dann an Land gebracht werden. Doch selbst wenn die Niederländern 200 Barrieren einsetzen würden, könnte sie allenfalls 44.900 Tonnen bergen – wenn alle 130 Jahre lang pausenlos im Einsatz wären. Das hat Agostino Merico ausgerechnet, Forscher am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen sowie Professor für Ökologische Modellierung an der Jacobs University Bremen. Das sind gerade mal gut zehn Prozent, und noch weniger, wenn sich Prognosen bewahrheiten, dass 2052 860.000 Tonnen Plastikmüll die Meere gefährden.

Plastikmüll sammeln birgt sogar Gefahren

„Wir müssen dringend überdenken, wie wir Plastik produzieren, konsumieren und entsorgen und wie wir nachhaltige Alternativen vorantreiben können“, sagt Merico, der die Untersuchung gemeinsam mit Sönke Hohn vom ZMT durchführte. Das Sammelprogramm könne sogar gefährlich werden, meint Merico. „Indem sie (die Niederländer) den Eindruck erwecken, dass sie eine effektive Lösung für das Problem des Kunststoffs in unseren Ozeanen haben, können diese Technologien eine Rechtfertigung für eine weitere Verschmutzung der Umwelt liefern.“

Vor allem Mikroplastik bereitet Sorgen. Derzeit sind es 69.000 Tonnen. Es reichert sich in Tieren an, die im Meer leben und enthält teilweise Giftstoffe. Über Speisefische landeten sie auf unseren Tellern, so Merico. Barrieren und Müllsammelschiffe können ausgerechnet diesen Teil der Plastikabfälle nicht einfangen.

Forscher fordert Einstellung der Kunststoffproduktion

Sorge bereitet den Forschern auch das Schicksal des Plastikmülls, der an Land gebracht wird. Er lässt sich kaum recyceln, weil er oft von Mikroorganismen überwuchert ist. Außerdem wäre der Sortieraufwand sehr hoch. Man könne ihn verbrennen oder deponieren. Doch bei Lösung eins gelangen große Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre, bei Lösung zwei können Boden oder Grundwasser verunreinigt werden.

Es gebe nur eine Lösung: „Wir müssen die Produktion von Kunststoffen einstellen und alternative, nachhaltigere Lösungen wie die Verwendung biologisch abbaubarer Materialien fördern“, so der Meereswissenschaftler.

via Leibniz Gemeinschaft

Künstliche Photosynthese: Katalysator-Folie macht aus Wasser und Licht wertvolle Ameisensäure

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 28. August 2020 - 11:41

Forschern an der University Cambridge ist es gelungen, einen sogenannten Photosheet zu entwickeln, der die Prozesse der pflanzlichen Photosynthese nachahmt. Dies könnte einen bedeutenden Durchbruch darstellen. Denn bisher gelingt es nur echten Pflanzen, aus Licht, Wasser und CO2 energiereiche organische Verbindungen zu erzeugen. Sämtliche Versuche diesen Prozess künstlich nachzubauen, scheiterten bisher oder blieben im Anfangsstadium stecken. Die Forscher rund um Qian Wang in Cambridge haben nun aber einen zweistufigen Katalyseprozess entwickelt, bei dem aus den bekannten drei Grundmaterialien die organische Verbindung Ameisensäure entsteht. Diese wiederum lässt sich einfach lagern und transportieren. Sie kann außerdem als Basis für die Produktion von organischen Kraftstoffen oder sogar grünem Wasserstoff dienen.

Bild: University of Cambridge Es entstehen nur wenige unerwünschte Nebenprodukte

Grundsätzlich besteht der Photosheet aus einer dünnen Goldfolie, in die zwei Halbleiterkomplexe integriert sind. Im ersten Komplex werden bei Lichteinfluss Elektronen aus dem Wasser aufgenommen und zu Sauerstoff und Protonen oxidiert. Anschließend wandern die Elektronen durch die Goldfolie in den zweiten Komplex. Dort sorgt ein kobaltbasierter Katalysator dafür, dass aus den Elektronen und CO2 die gewünschte Ameisensäure wird. Der große Vorteil des Systems: Als Energiequelle wird lediglich Licht benötigt. Außerdem entstehen bei dem Prozess nur wenig ungewünschte Nebenprodukte. Die sogenannte Selektivität liegt bei 97 Prozent – was deutlich besser ist als bei allen vorherigen Ansätzen. Die Forscher sind sich daher sicher, den richtigen Weg gefunden zu haben, um die natürliche Photosynthese in großem Stil nachzubilden.

Der Wirkungsgrad muss noch verbessert werden

Vor einem möglichen industriellen Einsatz muss allerdings ein Problem gelöst werden: Der Wirkungsgrad ist aktuell noch zu niedrig. So liegt die Licht-zu-Ameisensäure-Konversion bei nur 0,08 Prozent. Die Forscher geben daher offen zu, dass hier noch erhebliche Verbesserungen nötig sind. Ihr Ansatz: Sie suchen nach noch besseren Katalysatoren. So wird aktuell bereits mit Modellen experimentiert, bei denen der kobalbasierte Katalysator durch andere Moleküle ersetzt wird. Mit dem jetzt präsentierten Ansatz sollte lediglich gezeigt werden, dass das verwendete Prinzip grundsätzlich funktioniert. Sollten sich tatsächlich bessere Katalysatoren finden, könnte die künstliche Photosynthese schnell und einfach skaliert werden. Denn schon heute ist es technisch möglich, entsprechende Goldfolien mit einer Größe von mehreren Quadratmetern herzustellen.

Via: University of Cambridge

Hoffnung für Diabetiker: Organoide aus Stammzellen erzeugen Insulin

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 27. August 2020 - 21:28

Blutzucker ist in unserem Körper von entscheidender Bedeutung. Er ist Energieträger, will aber auch gut dosiert werden. Der wichtigste Stoff für die Regulation des Blutzuckerspiegels ist Insulin, das den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen bringt. Bei Diabetikern ist der Insulinhaushalt gestört – mit potentiell gefährlichen Folgen. Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, diese Störungen in der Regulation des Blutzuckerspiegels mithilfe von Organoiden automatisch zu regulieren.

Bild: Salk Institute Diabetes: Gefährlich gestörtes Regulationssystem

Für die Produktion von Insulin im Körper sind die sogenannten Betazellen verantwortlich. Diese befinden sich in der Bauchspeicheldrüse – genauer gesagt auf inselartigem Zellclustern in dem Organ. Bei einem Überangebot von Zucker im Blut steigern sie die Insulinproduktion und regen so den Transport des Zuckers in die Zellen an. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann auf Dauer betrachtet die Organe schädigen.

Bei Patienten mit Diabetes sind diese Betazellen entweder geschädigt oder sogar komplett zerstört. Letzteres ist bei Patienten mit Typ-1-Diabetes der Fall. Diese Krankheit lässt sich nur durch die Zuführung von Insulin therapieren – entweder von außen in Form von Spritzen oder von innen mit implantierten Insulinpumpen. Das ist für die Patienten nicht nur eine unangenehme Pflicht, sondern führt auch zu weniger genauen Dosierungen als beim natürlichen Regelsystem über die Betazellen. Alternativ zu den Insulinspritzen oder -pumpen können auch Betazellen transplantiert werden. Dies erfordert jedoch die lebenslange Einnahme von Immunsuppresiva, um Abstoßungen zu verhindern. Derartige Medikamente gehen wiederum mit deutlichen gesundheitlichen Einschränkungen einher.

Forscher züchten Ersatz-Betazellen

Ein Team des Salk Institute for Biological Studies in La Jolla in Kalifornien arbeiten daran, eine alternative Möglichkeit zur Behandlung von Diabetes Typ-1 zu entwickeln. Theoretisch könnte man einfach Betazellen aus dem Gewebe der Patienten züchten, erklären die Forscher. Allerdings wäre dies sehr teuer. Ersatz-Betazell-Gewebe, das generell nicht vom Immunsystem angegriffen wird, wäre da eine deutlich günstigere Lösung.

In der Vergangenheit konnten die Forscher bereits Beta-ähnliche Zellen aus Stammzellen züchten. Diese Zellen waren jedoch noch nicht funktionsfähig, da sie kein Insulin ausschütteten. Nun entdeckten die Forscher jedoch einen genetischen Schalter namens ERR-gamma, der ihre künstlich gezüchteten Betazellen funktionsfähig machen kann. Mit Hilfe eines Proteins namens WNT4 können sie diesen Reifungsschalter quasi umlegen. „ Wenn ERR-gamma aktiv ist, bekommen die Zellen die Energie, die sie für ihre Arbeit benötigen. Unsere Zellen sind nun gesund und robust und können Insulin abgeben, wenn sie einen hohen Glukosespiegel wahrnehmen„, so Michael Downes, der an der Studie beteiligt war.

Eine große Herausforderung war die Anordnung der Beta-ähnlichen Zellen. Die Forscher konnten aus induzierten pluripotenten Stammzellen menschliche Organoide (HILOs) herstellen, die den Pankreasinseln des Menschen ähneln und transplantiert werden können.

Protein versteckt die Zellen vor dem Immunsystem

Das Problem der Immunabstoßung bekamen die Forscher in den Griff, indem sie die Zellen mit einem speziellen Kontrollprotein namens PD-L1 schützten. „ Durch die Expression von PD-L1, das als Immunblocker wirkt, sind die transplantierten Organoide in der Lage, sich vor dem Immunsystem zu verstecken„, erklärt Eiji Yoshihara, der Erstautor der Studie.

Anschließend entwickelten die Forscher eine Methode, um die Organoide dazu zu bringen, das Protein ohne genetische Modifikationen herzustellen. Dies erreichten sie mit einer Behandlung mit Interferon gamma. In Versuchen mit an Diabetes erkrankten Mäusen konnte das Team zeigen, dass die Organoide den Blutzuckerspiegel der Tiere regulierten, ohne dass es zu Abstoßungsreaktionen kam. „ Wenn wir dies als Therapie beim Menschen etablieren könnten, bräuchten Diabetes-Patienten keine immunsuppressiven Medikamente mehr einzunehmen„, so Downes.

Allerdings muss noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden, bevor die Methode für die Behandlung von Diabetes Typ-1 genutzt werden kann. Die Organoide müssen weiter in Tiermodellen getestet werden, um zu bestätigen, dass die Wirkung langanhaltend ist. Außerdem muss die Übertragbarkeit der Behandlung auf den Menschen getestet werden. Die Forscher sind diesbezüglich allerdings zuversichtlich.

via Salk Institute

Stickoxid-Sensor soll Leben retten: Vor allem Babys und Asthmatiker sind in Gefahr

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 27. August 2020 - 15:26

Forscher an der University of Sussex in Großbritannien entwickeln einen preiswerten Sensor, mit dem sich die Stickstoffdioxid-Konzentration in Innenräumen messen lässt. Bisher ist das nur mit teuren Spezialgeräten möglich. Der Sensor ist vor allem für Asthmatiker und Eltern von Säuglingen gedacht. Beide leiden besonders stark unter dem Gas, das die Atemwege angreift.

Professor Alan Dalton, Leiter der Gruppe Materialphysik an der Universität, kam auf die Idee, eien solchen Sensor zu entwickeln, als er davon hörte, dass es wegen der Stickoxide in Großbritannien schon Todesfälle bei Säuglingen gegeben hat. Der Materialforscher entwickelte ein Kohlenstoff-Aerogel, das eine Konsistenz wie Wackelpudding hat. Es besteht vor allem aus Wasser. Der Kohlenstoff sorgt dafür, dass es elektrisch leitfähig ist. Mit Hilfe des Beschichtungsspezialisten M-Solv aus Oxford trug Daltons Team mit Laserunterstützung eine hauchdünne Aerogel-Schicht auf zwei Elektroden auf.

Sensor ist besonders empfindlich

Das Gel fängt gezielt Stickstoffdioxid-Moleküle ein. Dabei verändert sich der elektrische Widerstand. Dieser ist ein Maß für die Konzentration der Reizgasmoleküle in der Luft. Die Europäische Union hält einen Anteil von 20 Schadstoffmolekülen in einer Milliarde Luftmolekülen für unbedenklich. Das Gerät, das die Briten entwickeln, schlägt schon bei zehn Teilchen Alarm.

Stickoxid werden bei nahezu allen Verbrennungsvorgängen freigesetzt. In Privaträumen sind vor allem Kerzen, die Flammen des Gasherdes und der -Gasheizung sowie Zigarettenrauch die Ursache für überhöhte Konzentrationen. Dazu kommen die Schadmoleküle, die durch geöffnete Fenster in Wohnungen eindringen, die an verkehrsreichen Straßen liegen. Verursacht werden sie vor allem von älteren Dieselfahrzeugen. In britischen Großstädten werde der EU-Grenzwert häufig überschritten, sagt Dalton. In London sogar nahezu täglich.

Das Gerät ist Teil des Internets der Dinge

Der Sensor ist im Prinzip fertig. Jetzt muss er noch zu einem gebrauchsfähigen Gerät weiterentwickelt werden. Die Herstellungskosten sind laut Dalton so niedrig, dass viele es sich leisten können zu kaufen. Es ist mit dem Internet verbunden, also teil des Internets der Dinge. Das bedeutet, die Messwerte können mit anderen internetfähigen Geräten wie Smartphones ausgelesen werden.

Dank Impfkampagnen: Die Kinderlähmung ist in Afrika ausgerottet

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 27. August 2020 - 12:13

Die Poliomyelitis galt lange Zeit als große Gefahr für Kinder auf aller Welt. Denn die Krankheit greift das Nervensystem an und kann innerhalb von Stunden zur Lähmung führen. Weil davon insbesondere Kleinkinder im Alter von bis zu fünf Jahren betroffen sind, bezeichnet man die Krankheit in Deutschland auch als „Kinderlähmung“. In Deutschland wird bereits seit den 1960er Jahren ein Impfstoff eingesetzt, der die Zahl der Fälle innerhalb weniger Jahre um 99 Prozent reduzierte. Im Jahr 1990 schließlich fand die letzte Ansteckung auf deutschem Boden statt. In Afrika war die Krankheit zu diesem Zeitpunkt aber noch keineswegs besiegt. Vielmehr gab es im Jahr 1996 auf dem Kontinent noch 75.000 Kinder mit Polio. Betroffen waren zudem alle afrikanischen Staaten. Dann aber startete der südafrikanische Präsident Nelson Mandela gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO eine groß angelegte Impfkampagne.

Bild: Gregor Rom / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0) Zuvor wurden in Afrika nur die Pocken ausgerottet

Diese war von vielen Schwierigkeiten begleitet: Marode Gesundheitssysteme, unkontrollierte Migrationsströme, mangelnde Infrastruktur und kriegerische Auseinandersetzungen waren nur einige der Probleme. Doch die zahlreichen Helfer ließen sich auch durch Morde nicht entmutigen und konnten nun einen wichtigen Erfolg erringen: Seit drei Jahren ist in Afrika kein wilder Fall einer Polio-Ansteckung mehr aufgetreten. Die Krankheit gilt damit auf dem Kontinent als ausgerottet. Was dies für eine gewaltige Leistung ist, zeigt ein simpler Fakt: Es ist – nach den Pocken – erst die zweite Krankheit überhaupt, bei der dies in Afrika gelungen ist. Ganz gebannt ist die Gefahr allerdings noch nicht. So gibt es immer noch die theoretische Möglichkeit, dass sich Menschen über den Lebendimpfstoff infizieren. Der Hintergrund: Geimpfte Personen scheiden über ihren Stuhlgang für einige Zeit vermehrungsfähige Viren aus. Bei mangelnder Hygiene können sich dadurch nicht geimpfte Personen anstecken.

Afghanistan und Pakistan sind die letzten beiden Problemfälle

Auch in den kommenden Jahren ist es daher wichtig, die Impfraten auf dem afrikanischen Kontinent möglichst hoch zu halten. Zumal noch eine zweite Gefahr besteht: In Afghanisatan und Pakistan traten im vergangenen Jahr noch wilde Polio-Fälle auf. Theoretisch ist es denkbar, dass sich die Krankheit von dort aus auch wieder in bereits als sicher geltende Regionen ausbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation investiert daher aktuell viele Ressourcen, um auch die letzten Herde der Krankheit möglichst bald auszurotten. Während die Weltgemeinschaft bei der Bekämpfung der Kinderlähmung also auf dem richtigen Weg zu sein scheint, gibt es bei anderen Krankheiten noch massiven Nachholbedarf. So gilt die Tuberkulose inzwischen als tödlichste Infektionskrankheit weltweit, obwohl es auch hier einen Impfstoff gibt.

Via: Die Zeit

DWV Fortbildung „Wandern für Welt-Entdecker - mit Kindern und Familien unterwegs“

Typisch Westerwald - 20. August 2020 - 11:47
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Um junge Generationen fürs Wandern zu begeistern, sind Familienwanderungen genau richtig und vielleicht sogar in der momentane Zeit der Beschränkungen ein probates Mittel, um auch das Interesse von Familien am Wandern und an den Wandervereinen zu wecken.

 

Begeisterungsfähig, neugierig, bewegungsfreudig – Kinder bringen alle Voraussetzungen für angehende Wanderprofis mit!

 

Bei der Fortbildung am 20. August 2020 rund um das Kloster Marienstatt im Westerwald wurden eine Fülle von Ideen für Wanderungen, die Welt-Entdeckern Lust auf mehr machen, vorgestellt

 

Die Fortbildung wurde als Weiterbildungsmaßnahme für die Verlängerung des DWV-Wanderführer ®-Zertifikats anerkannt. 

Bei bestem Wanderwetter begrüßten Anne-Christine Elsner, Familienreferentin des Deutschen Wandervereins, und Rainer Lemmer, Westerwaldverein, 15 Wanderführer*innen

in Marienstatt im Westerwald zur DWV Fortbildung „Wandern für Welt-Entdecker - mit Kindern und Familien unterwegs“

 

Im Fokus der ganztägigen Ausbildung standen Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter mit ihren Eltern und Großeltern.

 

Um die Inhalte praxisnah zu vermitteln, fand die Ausbildung in der Landschaftlich schönen Kroppacher Schweiz, rund um das geschichtsträchtige Kloster Marienstatt im Freien statt.

 

 

 

 

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Folgende Themen wurden im Einzeln behandelt:

 

• Familienwanderungen planen: Auswahl von spannenden Wegen 

• Bewegungsförderung & Naturerlebnis – Kinder fördern und begeistern 

• Spiele für die Wanderung – für kleine und große Leute 

• Orientierung mit Kindern 

• Deutsches Wanderabzeichen für Kinder und Familien 

• Erfolgreiche Praxisbeispiele aus der Familienarbeit der Wandervereine

 

Während einer 8 km langen Wanderung wurden nicht nur Impulse gegeben wie Familienwanderungen mit Kindern geplant  und erfolgreich durchgeführt werden, sondern es wurden auch praktische Beispiele von den Schulungsteilnehmern ausprobiert.

 

Der „Waldgeist“, der rund um das Historische Schieferbergwerk Assberg sein zu Hause haben soll oder die „Ast-Karawane“, die ein ganz neues Empfinden der Umgebung ermöglichte,  sorgten für viel Spaß und Abwechslung bei der Schulung.

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Anregungen und Ideen lieferte auch der Stein-Erlebnispfad, der rund um das Felsenstübchen in Marienstatt angelegt wurde.

 

Ortsnahe Fortbildungsteilnehmer planten sogar den ihnen bis dahin unbekannten Erlebnispfad, sozusagen als Einstieg ins Thema, mit den Enkeln zu wandern.

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Besonders positiv hervorgehoben wurde von allen Teilnehmern der intensive Austausch der Ideen und Erfahrungen untereinander. Wertvolle Anregungen konnten mit nach Hause genommen werden.

 

Besonders erfreulich, neben Teilnehmern aus dem Eifel-Verein und dem Pfälzerwald Verein Bad Kreuznach, stellten die Wanderführer*innen des Westerwald-Vereins die größte Teilnehmerzahl.

 

Beim abschließenden Resüme und dem Feedback jedes einzelnen Schulungsteilnehmers konnte man förmlich spüren, dass der Funke übergesprungen war. Nicht nur die Wanderführer der Westerwald Zweigvereine TV Hangelar, Helmeroth, Fluterschen, Montabaur und Taunusclub hatten schon erste Ideen entwickelt, wie sie das gelernte vor Ort in den Zweigvereinen des Westerwald-Vereins umsetzen wollen.

 

Die Teilnehmer bedankten sich für die tolle Veranstaltung, die Wanderführung von Rainer Lemmer mit Highlights vom Glockengeläut, übers Felsenstübchen und die Waldarbeiten bis zum Schieferbergwerk, sowie die spannenden Geschichten und kenntnisreichen Informationen, die den Fortbildungstag bereicherten.

 

Rainer Lemmer, lud die Fortbildungsteilnehmer ein den Westerwald noch einmal zu besuchen, um bei einer Wanderung die Schönheiten der Kroppacher Schweiz und des Westerwaldes kennen zu lernen.

// Wanderungen in der Nähe 3 km Stein-Erlebnispfad Marienstatt 13,5 km Familienwanderung in der Kroppacher Schweiz Wanderungen für Kinder 10 km Steinreich mit Kindern in der Kroppacher Schweiz 7 km Kraft tanken durch Wandern und Meditation unter Tage mehr...

Auf der Familien-Website des Deutschen Wanderverbands werden regelmäßig Berichte über besonders schöne Familienwanderungen der Ortsgruppen und Anregungen für Familien- und Kitawanderungen veröffentlicht. Gerne mal reinschauen: www.familien-wandern.de. 

Kein Lärm und keine Emissionen: Dieser Bagger arbeitet rein elektrisch

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 14. August 2020 - 10:53

Baustellen stellen für die Anwohner oftmals eine nicht unerhebliche Belastung dar. Denn der Baulärm kann auf Dauer die Nerven erheblich strapazieren. Gleichzeitig verursachen die schweren Dieselmotoren nicht unerhebliche CO2- und Schadstoffemissionen. Deswegen aber gar nicht mehr zu bauen, ist natürlich auch keine Lösung. Der Münchener Hersteller von Baumaschinen Wacker Neuson hat daher vor einiger Zeit die sogenannte Zero-Emissions-Reihe ins Leben gerufen. Die Gemeinsamkeit der Produkte: Sie verfügen über einen Akku und werden rein elektrisch betrieben. Begonnen hat diese Entwicklung einst mit einem einfachen Akkustampfer. Nun hat die Firma mit dem EZ17e auch einen Elektro-Kleinbagger auf den Markt gebracht. Theoretisch kann somit nun eine ganze Baustelle ohne Motorenlärm betrieben werden.

Bild: Wacker Neuson Selbst in Innenräumen kann der Bagger problemlos eingesetzt werden

Der EZ17e wurde von den Ingenieuren ohne Heck-Überstand entworfen. Diese sogenannte Zero-Tail-Bauweise ermöglicht den Einsatz auch an besonders engen Stellen. Insbesondere bei Abbrucharbeiten im Inneren stellt dies einen nicht zu unterschätzenden Vorteil dar. Gleichzeitig kann das Fahrzeug bei diesem Szenario noch eine weitere Stärke ausspielen: Die Belastung für andere in den Räumlichkeiten befindliche Mitarbeiter reduziert sich erheblich, weil keine Abgase mehr ausgestoßen werden. Wie aber wird der E-Bagger mit dem notwendigen Strom versorgt? Dies kann auf zwei Arten geschehen. Zum einen ist es möglich, das Fahrzeug bei stationären Einsätzen per Kabel an die Stromversorgung anzuschließen. Hierbei wird dem Baggerfahrer im Cockpit zu jeder Zeit angezeigt, wie stark die Belastung für das Stromnetz der Baustelle ist.

Staaten dürften irgendwann nachhaltigere Baustellen einfordern

Wird der Strom aktuell an anderer Stelle benötigt, kann der Bagger auch im Akku-Betrieb genutzt werden. Grundsätzlich lässt sich die integrierte Batterie an Stromquellen von 100 bis 415 Volt laden. Im besten Fall ist der Akku dann bereits nach vier Stunden wieder voll geladen. Wird der Bagger hingegen an eine herkömmliche Steckdose angeschlossen, dauert der Vorgang eine Nacht. Auch dies dürfte auf den meisten Baustellen aber kein großes Problem darstellen, weil aus Gründen des Lärmschutzes nachts in der Regel ohnehin keine Bagger schwere Arbeiten verrichten dürfen. Wacker Neuson hat die Zero-Emissions-Reihe auch auf den Markt gebracht, weil das Unternehmen in diesem Bereich zukünftig eine stärkere staatliche Regulierung erwartet. So gehen Experten davon aus, dass eine Änderung des Beschaffungsrechts in der Schweiz auch Auswirkungen auf staatliche Aufträge für die Bauindustrie haben wird. Ökologische und nachhaltige Aspekte dürften an Bedeutung gewinnen.

Via: Wacker Neuson

SARS-CoV-2: Forscher weisen komplette Corona-Viren in Aerosolen nach

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 13. August 2020 - 16:45

Aerosole sind als Übertragungsweg für das Coronavirus SARS-CoV-2 schon länger im Gespräch. Bisher konnte gezeigt werden, dass die Schwebeteilchen in der Luft Viruspartikel enthalten können. US-Forschern ist es nun erstmals gelungen, das komplette Virus in von Corona-Infizierten ausgestoßenen Aerosolen nachzuweisen. Der Peer Review der Studie steht indes noch aus.

Ganze Viren gefunden

Die Forscher sehen ihre Entdeckung als Bestätigung dafür, dass die winzigen, lange in der Luft verbleibenden Schwebeteilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Übertragungsweg für das Coronavirus darstellen. Sollte das zutreffen, hätte das konkrete Auswirkungen auf unseren Umgang mit dem Virus. Denn das Einhalten von anderthalb Metern Sicherheitsabstand würde zumindest innerhalb geschlossener Räume eher ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln.

Dass die kleinen Tröpfchen mit einem Durchmesser von weniger als fünf bis zehn Mikrometer mitunter Bestandteile des Virus enthalten, ist schon eine Weile bekannt. Der Nachweis kompletter Lebendviren gelang allerdings bisher noch nicht, was unter anderem daran liegt, dass derartige Nachweise sehr kompliziert sind. Ein Team rund um John Lednicky von der University of Florida in Gainesville ist dieser Nachweis gelungen. Die Forscher untersuchten Proben der Raumluft aus der Umgebung zweier Covid-19-Patienten, die stationär in einem Krankenhaus aufgenommen waren. Auch in Proben, die in einem Abstand von fünf Metern von den Patienten genommen wurden, konnte das Virus nachgewiesen werden. Über genetische Analysen konnte das Team bestätigen, dass die Viren von den beiden Patienten stammten und nicht aus einem anderen Bereich der Klinik eingebracht wurden.

Aerosole als Übertragungsweg?

Ob Aerosole tatsächlich ein Übertragungsweg von SARS-CoV-2 sind, ist allerdings noch unklar. Denn der Nachweis des Virus bedeutet noch nicht, dass die Viruslast wirklich ausreicht, um eine Übertragung herbeizuführen. Fachleute forderten bereits im Juli, dass der mögliche Übertragungsweg durch Aerosole ernst genommen werden sollte und entsprechende Schutzmaßnahme intensiviert werden sollten.

Davids gegen Goliath: Deutsche Startups begehren gegen Google auf

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 13. August 2020 - 13:55

Die deutsche Startup-Branche wurde von den Folgen der Corona-Krise in mehrfacher Hinsicht hart getroffen. Denn während in den vergangenen Jahren die Investoren nur so Schlange standen, halten diese ihr Geld nun erst einmal zusammen und schauen, wie sich die Lage entwickelt. Hinzu kommt: Viele der erfolgreichen deutschen Startups sind in der besonders hart getroffenen Reisebranche aktiv. Dazu gehören beispielsweise der Hotelvermittler Trivago, der Verkäufer von Reiseerlebnissen Getyourguide, die Reiseunternehmen Flixbus und Omio sowie der Ferienhausanbieter HomeToGo. Alle diese Firmen haben aktuell aber nicht nur mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu kämpfen, sondern auch mit einem mächtigen Gegenspieler: Google. Inzwischen haben die betroffenen Startups daher bereits Klage eingereicht beziehungsweise wollen dies zeitnah tun.

Bild: Florian Fèvre / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0) Google ist Freund und Feind der Startups zugleich

Der Vorwurf: Google missbrauche seine Marktmacht und verwendet die gesammelten Daten für eigene Angebote. Dahinter steckt zunächst einmal ein grundsätzliches Problem. Denn die meisten der Startups sind auf Google angewiesen, um neue Kunden zu gewinnen. Sie müssen daher Werbeplätze bei der Suchmaschine buchen. Ein Wechsel zur Konkurrenz ist faktisch nicht möglich, weil diese – zumindest in Deutschland – nicht auf wirklich relevante Marktanteile kommt. Werbung zu schalten ist aber ein teures Unterfangen und sorgt dafür, dass die meisten der Startups aktuell noch Verluste schreiben. Dies würde sich erst ändern, wenn mehr Kunden auf die anfängliche Google-Suche verzichten und direkt bei den Anbietern auftauchen. Letztlich geht es also darum, eine Marke aufzubauen und so die Abhängigkeit von Suchmaschinen zu reduzieren. Genau das aber möchte Google verhindern und bringt daher in vielen Bereichen eigene Angebote auf den Markt.

Google bringt immer neue Angebote auf den Markt

Neu ist dieses Vorgehen nicht wirklich. So installierte der Suchmaschinenbetreiber vor vielen Jahren die sogenannte Shopping Box. Dort können Nutzer, die nach einem bestimmten Produkt suchen, nun direkt auf der ersten Seite verschiedene Angebote sehen. Zahlreiche Preisvergleichsportale haben daher an Bedeutung und Einnahmen verloren. Auch hier gab es juristische Beschwerden. Die EU-Kommission verhängte sogar ein milliardenschweres Bußgeld. Doch Google legte Rechtsmittel ein und änderte zunächst einmal wenig an dieser Praxis. So gibt es inzwischen auch entsprechende Angebote für Flüge, Hotelbuchungen und Ferienwohnungen. Auf den ersten Blick schadet dies den Unternehmen nicht. Denn Google leitet die Kunden weiter und diese lassen ihr Geld letztlich doch bei den Startups. Das Problem: Die Marken treten so in den Hintergrund und die Kunden werden weiter an die Suchmaschine gebunden. Auf Dauer macht so nur ein Akteur Gewinn: Google.

Die Politik ist bereits alarmiert

Inzwischen ist die Problematik auch in der Politik angekommen. Dort erhalten die Startups sogar von ungewohnter Stelle Unterstützung. So erklärte FDP-Chef Christian Lindner, sonst einer zu großen Freude an staatlicher Regulierung eher unverdächtig, Google nutze Monopolrenditen, um neue Geschäftsbereiche zu erobern. Die Politik lege hier gegenüber den großen Tech-Konzernen eine „falsche Zurückhaltung“ an den Tag. Die Bundesregierung wiederum arbeitet an einer Novelle des Wettbewerbsrechts, die die Problematik ebenfalls berücksichtigen soll. Noch konnte hier aber keine Einigung zwischen den Ministerien erzielt werden. Die Startups wiederum erhoffen sich ohnehin mehr Hilfe aus Brüssel. Dort ist Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager bekannt für ihre harte Haltung gegenüber den US-Tech-Riesen. Nicht immer ist sie damit aber auch erfolgreich. Apple beispielsweise konnte eine medial groß angekündigte Rekord-Steuernachzahlung auf juristischem Wege wieder stoppen.

Via:

Verkehrswende: Auch in Wien sollen Autos aus der Innenstadt verschwinden

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 13. August 2020 - 11:28

Während der Corona-Krise veränderte sich auch in der österreichischen Hauptstadt Wien die Nutzung der Fortbewegungsmittel. Während der öffentliche Personennahverkehr weitgehend gemieden wurde, steig die Zahl der Fußgänger und Radfahrer. Dadurch wurde aber offensichtlich: An vielen Stellen mangelt es schlicht an Platz für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer. Die Stadtverwaltung reagierte darauf durchaus kreativ, gab teilweise Fahrspuren für den Radverkehr frei und etablierte sogenannte Pop-Up-Radwege. Nun soll daraus eine dauerhafte Verkehrswende werden. Zumindest sehen dies die Pläne der zuständigen Vize-Bürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) vor. Geht es nach ihr, wird es innerhalb des Rings ein grundsätzliches Fahrverbot für Autos geben. Abgewichen werden darf davon nur, wenn eine von insgesamt 16 Ausnahmebestimmungen erfüllt wird.

Foto: Bgabel at wikivoyage [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons Der Autoverkehr soll um ein Viertel reduziert werden

Dies hört sich zunächst einmal nach recht vielen Ausnahmen an. Tatsächlich sind die geplanten Regelungen aber durchaus ambitioniert. So sollen auch weiterhin Anwohner und Garagenbesitzer in der Innenstadt unterwegs sein dürfen. Selbiges gilt für Hotelgäste, Lieferfahrzeuge und Taxis sowie Fahrer mit einem Behindertenausweis. Auch Rettungswagen und Polizeifahrzeuge dürfen die Straßen natürlich weiterhin nutzen. Für alle anderen gilt aber zukünftig: Die unmittelbare Innenstadt muss umfahren werden. Ein erstes Gutachten hat ergeben, dass sich das Verkehrsaufkommen in den entsprechenden Gebieten dadurch um rund 25 Prozent reduzieren würde. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die Auswirkungen in den angrenzenden Bezirken – etwa durch ausweichende Autofahrer – nur gering sein dürften. Aktuellen Planungen zufolge soll das Fahrverbot noch vor dem 11. Oktober starten. Dann wird in Wien ein neuer Gemeinderat gewählt.

Noch muss der Bürgermeister die Pläne absegnen

Allerdings muss der Plan bis dahin noch zwei Hürden überstehen. Zum einen steht die Prüfung der Verordnung durch die städtischen Juristen noch aus. Diese haben erst in dieser Woche die detaillierten Pläne erhalten und werden sich nun an die Arbeit machen. Zum anderen muss auch noch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) seine Zustimmung erteilen. Dieser präsentierte sich in der Vergangenheit nicht immer als Freund einer all zu radikalen Verkehrswende. Auch ihm dürfte allerdings klar sein, dass auf Dauer die Zahl der Autos in der Innenstadt reduziert werden muss. Denkbar ist daher, dass das Fahrverbot grundsätzlich beschlossen wird, gleichzeitig aber noch einige weitere Ausnahmen hinzugefügt werden – etwa für die Kunden der ansässigen Betriebe. Dadurch allerdings würde die Reduzierung des Autoverkehrs auch weniger stark ausfallen als eigentlich gewünscht. Neben Wien haben auch andere Städte den Autos in der Innenstadt den Kampf angesagt – beispielsweise London und Paris.

Via: Der Standard

Hitzewelle und Pandemie: Erhöhter Verbrauch bedroht die Trinkwasser-Reserven

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 13. August 2020 - 9:23

Die niedersächsische Ortschaft Lauenau hat rund 4.000 Einwohner und schaffte es in diesem Sommer bundesweit in die Schlagzeilen. Denn weil weniger Menschen als sonst in den Urlaub fuhren, stieg der Wasserverbrauch stark an – und der örtliche Wasserspeicher lief leer. Erst als ein benachbarter Versorgungsverband einsprang, konnte die akute Krise überwunden werden. Aber auch so werden die Einwohner bis in den Herbst massiv Wasser sparen müssen. Drohen ähnliche Szenarien nun auch in anderen Städten und Regionen? Dazu ist zunächst einmal anzumerken, dass bereits vor einiger Zeit eine Art Trendumkehr eingesetzt hat. Denn jahrelang reduzierte sich der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland merklich. Lag der Wert im Jahr 1990 noch bei 147 Liter  pro Einwohner waren es im vergangenen Jahr schon nur noch 125 Liter. Allerdings zeigte sich in den letzten drei Jahren auch: Hitzesommer sorgen stets für einen Anstieg des Verbrauchs.

Der Verbrauch steigt nicht überall gleich stark an

In diesem Jahr kommen nun noch die Auswirkungen der Pandemie hinzu: Die Menschen sind öfter zu Hause, waschen sich häufiger die Hände und kümmern sich um den eigenen Garten. Dennoch dürfte auch in diesem Jahr der Wasserverbrauch deutlich niedriger ausfallen als noch vor dreißig Jahren. Allerdings gibt es logischerweise kein landesweites Netz an Wasserleitungen. Vielmehr ist die Versorgung sinnvollerweise lokal geregelt. Das Problem allerdings: In einigen Orten steigt der Verbrauch in diesem Jahr überproportional stark an – etwa weil hier besonders viele Wohnhäuser stehen. In anderen Städten wiederum dürfte der Verbrauch sogar niedriger ausfallen, weil während des Lockdowns viele Betriebe geschlossen hatten. Das Wasser von dem einen in den anderen Ort zu bekommen, ist aber nicht immer so einfach. Lauenau ist daher ein besonders krasses Beispiel, aber es handelt sich keineswegs um einen Einzelfall.

Die Grundwasserspeicher stehen noch nicht unter Stress

So ist auch in Bremen der Wasserverbrauch um rund vierzehn Prozent angestiegen. Auch hier wurden die Bürgerinnen und Bürger daher aufgerufen, den Verbrauch so weit wie möglich zu reduzieren. In Gütersloh wiederum bleibt aktuell ein Freibad geschlossen, um die Reserven zu schonen. Landesweit betrachtet sieht die Situation hingegen noch recht entspannt aus. Deutschland deckt einen Großteil seines Trinkwasserbedarfs aus dem Grundwasser. Hier haben Messungen ergeben, dass von den rund 1.000 Grundwasserkörpern nur vier Prozent tatsächlich Wasser verlieren. Grundsätzlich ist es aus Sicht des Wassermanagements auch gar nicht schlecht, wenn mehr Menschen in Deutschland bleiben und hier Duschen und Wäsche waschen. Denn in vielen beliebten Urlaubsregionen in Südeuropa ist die Situation noch einmal deutlich angespannter als in Deutschland. Hierzulande gibt es mehr als genug Wasser, es muss nur richtig verteilt werden.

Via: Die Zeit

Spray hält das Corona-Virus auf: Das Infizieren von Körperzellen ist nicht mehr möglich

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 12. August 2020 - 19:59

Mit AeroNabs (Nabs steht für Nanobodies/Partikel in Nanometergröße) kann man sich besser vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen als mit der Mund-Nasenmaske. Das sagen Forscher der University of California in San Francisco. Allerdings muss das Präparat noch seine Zulassung bekommen. Bisher hat es seine Wirkung lediglich im Labor gezeigt.

Bild: UCSF

Das Schloss der Körperzellen wird blockiert

AeroNabs sind künstlich hergestellte Moleküle, die sich über die Andockstationen der menschlichen Zellen legen. Diese bilden gewissermaßen das Schloss, in das die Viren eins ihrer Ärmchen stecken, die wie eine Krone um den Körper des Mikroorganismus liegen und dem Virus seinen Namen gaben: Corona ist die Krone. Wenn das Schloss verhüllt ist kann das Virus nicht andocken und sich so Zutritt zur Körperzelle verschaffen. Damit ist es unmöglich, die Zelle so umzuprogrammieren, dass sie weitere Corona-Viren produziert, die die anstecken können, die in die Nähe des Infizierten geraten.

Einmal sprayen pro Tag genügt

Die Nanobodies befinden sich in einem Spray, das in die Nase gesprüht wird. Das muss einmal am Tag geschehen. Michael Schoof, Doktorand an der Universität, und sein Mentor sagt Peter Walter, Professor für Biochemie und Biophysik, sehen das Spray als Übergangslösung bis zu dem Zeitpunkt, an dem es einen Impfstoff gibt. Das Serum aus Russland, das derzeit Schlagzeilen macht, gilt nicht als zuverlässig, weil es zu wenige Tests gab.

Inspiriert von Kamelen und Lamas

AeroNabs lassen sich leicht industriell herstellen – die Universität verhandelt bereits mit Unternehmen der Pharmabranche. Die Forscher ließen sich bei der Entwicklung von antikörperähnlichen Immunproteinen inspirieren, die natürlicherweise in Kamelen und Lamas vorkommen. „Obwohl sie ähnlich wie die im menschlichen Immunsystem gefundenen Antikörper funktionieren, bieten Nanokörper eine Reihe einzigartiger Vorteile für wirksame Therapeutika gegen das Virus“, sagt Aashish Manglik, der ebenfalls zum Team gehört.

Die US-Forscher hatten es sich zum Ziel gesetzt, einen Blockademechanismus für das Zellschloss zu finden. Sie bauten Moleküle, die denen der Kamele und Lamas ähnlich sind, m Labor auf. 21 davon erwiesen sich als geeignete Kandidaten. Den effektivsten wählten sie aus, um ihn jetzt klinisch testen zu lassen.

via UCSF

US-Forscher präsentieren einen Akku aus handelsüblichen Ziegelsteinen

Simon Bertsch - trendsderzukunft.de - 12. August 2020 - 13:50

Dass Gebäude Energie speichern, ist kein völlig unbekanntes Phänomen. Wer beispielsweise nachts seine Hand an eine Hauswand legt, wird feststellen: Die Fläche ist noch deutlich wärmer als die Umgebung. Es wurde also Wärme gespeichert. Dieser Effekt hat zur Folge, dass es in Städten nachts deutlich weniger stark abkühlt als auf dem flachen Land. Forscher der Washington University in St. Louis wollen sich dies nun zunutze machen. Dafür gingen sie zunächst in einen Baumarkt und kauften reguläre Ziegelsteine zum Preis von 65 Cent pro Stück. Auf diesen wurde dann eine eigens entwickelte Beschichtung angebracht. Konkret kamen Nanofasern eines elektrisch leitfähigen Kunststoffs zum Einsatz, die in das Innere des Steins eindrangen.

Bild: D’Arcy laboratory Die Steine könnten beispielsweise eine Notbeleuchtung sicherstellen

Vereinfacht ausgedrückt tunkten die Forscher die Ziegelsteine in eine Flüssigkeit, in der auch die Nanofasern enthalten waren. Der in den Steinen enthaltene Rost wirkte dabei als Katalysator, sodass die Flüssigkeit zu einem festen Kunststoff wurde und sich auf der Oberfläche festsetzte. Diese Polymerschicht dient anschließend dann als stromspeichernder Ionenschwamm. Oder anders ausgedrückt: Aus dem Backstein wurde eine Batterie. Die Idee der Forscher besteht nun darin, ganze Hauswände entsprechend auszurüsten. Verbindet man die Steine beispielsweise mit Solarzellen, könnte auf diese Weise Strom für die Notbeleuchtung gespeichert werden. So haben die Forscher ausgerechnet, dass fünfzig Steine ausreichen würden, um die Lampen der Notversorgung für fünf Stunden am Laufen zu halten. Folgerichtig besäße eine ganze Häuserwand sogar noch mehr Potential.

Steinspeicher sind keine ganz neue Idee

Bisher allerdings existiert lediglich ein sogenannter „Proof-of-Concept“. Dieser besteht aus einem Ziegelstein, an den ein grünes LED-Licht angeschlossen ist. Tatsächlich leuchtet diese Lampe ohne weitere externe Stromversorgung. Nun allerdings müssen die Forscher noch nachweisen, dass sich der Ansatz tatsächlich auch in großem Stil realisieren lässt. Ganz neu ist die Idee, Energie in Steinen zu speichern, allerdings nicht. So wird aktuell am Rande des Hamburger Hafens ein Verfahren erprobt, bei dem Windkraft in Deutschlands erstem Steinspeicher gespeichert wird. Hier kommen allerdings keine Ziegelsteine zum Einsatz, sondern es wurden rund 1.000 Tonnen Vulkangestein aufgeschüttet. Außerdem müssen die Steine nicht zunächst noch behandelt werden. Stattdessen dienen sie in ihrer natürlichen Form als Stromspeicher.

Via: Washington University

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