Anregungen für unsere beruflichen Gewohnheiten

#DealMonitor - Baby Sweets, Kumpan Electric, Arioso Systems und Tripmakery bekommen Geld

Deutsche Startups - 2. April 2020 - 16:55

Im aktuellen #DealMonitor für den 2. April werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Baby Sweets
+++ bmp Ventures und die Mitteldeutsche Wohnwert – gehört zur MWW Gruppe – investieren einen ungenannten Betrag in Baby Sweets. Das Startup aus Zöschen vertreibt – insbesondere via Social Media – Babymode. Das Unternehmen wurde 2016 von Tino Hartmann und Tom Wachsmann gegründet. Im August 2018 investieren bmp Ventures und GMPVC German Media Pool bereits in das E-Commerce-Startup.

Kumpan Electric
+++ EIT InnoEnergy investiert rund 3 Millionen Euro in  ebility, das Unternehmen hinter der E-Roller-Marke Kumpan Electric. “Ziele des Innovationsprojekts sind die Weiterentwicklung des Produkt- und Dienstleistungsangebots von ebility sowie eine schnellere Markteinführung in weiteren europäischen Ländern”, teilt das Unternehmen mit.  Kumpan Electric wurde 2010 von den Brüdern Patrik, Daniel und Philipp Tykesson in Remagen bei Bonn gegründet.

Arioso Systems
+++ Brandenburg Kapital, der High-Tech-Gründerfonds, der Technologiegründerfonds Sachsen und nicht genannte Business Angel investieren 2,6 Millionen Euro in Arioso Systems, den Anbieter einer “disruptiven neuen Mikro- Lautsprecher-Technologie”. Arioso Systems ist eine Ausgründung des Fraunhofer Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden. Das Startup wird von Hermann Schenk geführt.

Tripmakery
+++ Das Investoren-Netzwerk primeCROWD investiert eine sechsstellige Summe in das Wiener Travel-Startup Tripmakery. Pioneers Ventures, Speedinvest und Push Ventures investierten zuvor schon rund eine Million Euro in die Plattform für Gruppenreisen, die 2016 unter dem Namen Tripbakery an den Start ging. “Durch den Aufbau eines einzigartigen Inventars und einer auf Reisegruppen spezialisierten technologischen Infrastruktur möchte das Travel-Startup auch zum Vermittler für andere Online-Buchungsplattformen werden”, teilt die Jungfirma mit.

PAFnow
+++ Volker Straub, Unternehmer und Angel Investor, investiert in das Darmstädter  Process Mining Tool PAFnow.  Das 2014 von Tobias Rother gegründete Unternehmen positioniert sich als “global agierender Lösungsanbieter, der das Process Mining demokratisiert und revolutioniert”. “Mit Volker Straub stellt die PAF ein weiteres Mal die Weichen für das globale Wachstum, das sich vor allem durch den massiven Ausbau des Nordamerikageschäfts ergibt”, teilt das Unternehmen mit.

EXITS

LiveCycle
+++ Die Govecs Group, ein Hersteller von Elektrorollern, übernimmt im Rahmen eines Asset-Deals den Geschäftsbetrieb des Fahrraddienstleisters LiveCycle. “Der Kaufvertrag mit Wirkung zum 1. April 2020 wurde bereits unterzeichnet. Über den Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. Alle zuletzt 30 Beschäftigten werden vom Erwerber übernommen”, teilt das Unternehmen mit. LiveCycle schlitterte im Februar in die Insolvenz.

Channel Pilot Solution
+++ Die Containerschifffahrtsgruppe CMA CGM Group übernimmt “große Teile der Oxatis Group”. Zum Unternehmen gehört auch das Hamburger Technologie-Unternehmen Channel Pilot Solution gehört. “Die strategische Ausrichtung der Channel Pilot Solutions GmbH wird beibehalten, jedoch wird stärker in die Software-Weiterentwicklung und die Aufstockung der IT-Ressourcen investiert”, teilt das Unternehmen mit.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#StartupTicker - 8 1/2 Startup-News, die jeder Kölner gelesen haben sollte

Deutsche Startups - 2. April 2020 - 15:05

In der Domstadt Köln gibt es schon lange eine umtriebige Startup-Szene. Diese werden wir auch 2020 wieder aktiv und intensiv begleiten. In den vergangenen Tagen gab es bereits einige spannende Nachrichten und Meldungen aus Köln, die wir hier noch einmal übersichtlich zusammenfassen. Hier unsere Startup-News, die jeder Kölner gelesen haben sollte.

UnitedCrowd
UnitedCrowd wurde von Michael Göymen und André Wendt in Honkong gegründet. Das Fintech bietet digitale Finanzierungslösungen für Unternehmen. “Kapitalbeschaffung stellt für Unternehmen nach wie vor eine große Hürde dar”, sagt Mitgründer Wendt.

audiocado
Wer Podcast macht, sollte sich einmal audiocado ansehen. Mit audiocado lassen sich in wenigen Sekunden recht stylische Videos zur Promotion von Audioinhalten generieren. Hinter Audiocado stecken die Kölner Storrito-Macher.

SoSafe
Unternehmen wie Vattenfall oder dormakaba, aber auch eine Fraktion im Deutschen Bundestag nutzt SoSafe bereits. “Im letzten Jahr konnten wir unseren Umsatz fast verzehnfachen. Außerdem schreiben wir seit dem Frühsommer 2019 schwarze Zahlen”, sagt Mitgründer Lukas Schaefer.

5G
Der neue Quake Europe 5G Accelerator sucht Startups mit 5G-Anwendungen. Die beteiligten Unternehmen – darunter RTL – werden im Rahmen des Programms Startups auswählen, die an einem Programm mit Zugang zum 5G-Netz der Deutschen Telekom teilnehmen können.

aedifion
aedifion entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. Das Startup, das von Johannes Peter Fütterer und Felix Dorner geführt wird, wurde 2019 gegründet. BitStone Capital investierte bereits in aedifion.

Ubirch
hubraum, der Inkubator der Deutschen Telekom, die NRW.BANK sowie die Altinvestoren Breed Reply, Attia Ventures, die SchneiderGolling-Gruppe, das Kölner Immobilienunternehmen Bauwens und ProInvest investiveren eine siebenstellige Summe in das Kölner Blockchain-Startup Ubirch, das von Stephan Noller gegründet wurde.

epilot
epilot aus Köln hilft Energieversorgern und Netzbetreibern bei der Vermarktung ihrer Produkte. “Der Vorteil von epilot liegt im E-Commerce-Ansatz. Dieser bietet enormes Potenzial, von dem wir fest überzeugt sind”, sagt enercity-Chefin Susanna Zapreva, die gerade in das Startup investierte.

femtasy
Bei femtasy, das 2018 von Nina Julie Lepique und Michael Holzner gegründet wurde, geht es um sexy Hörspiele. 18 Mitarbeiter wirken bereits für die Jungfirma. trivago-Gründer Rolf Schrömgens und Co. investieren zuletzt eine siebenstellige Summe in das Kölner Startup.

Bonus: 8 junge Kölner Startups, die jeder kennen sollte

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Interview - “Zeitweise war die Organisation zu wenig fokussiert und testgetrieben”

Deutsche Startups - 2. April 2020 - 13:05

Das 2014 gegründete Hamburger PropTech Hausgold bringt Immobilienverkäufer und Makler zusammen. “Dem Makler geben wir verschiedene digitale Werkzeuge an die Hand, um den gesamten Verkaufsprozess optimal und für den Verkäufer transparent zu gestalten”, sagt Gründer Sebastian Wagner. “Am Anfang mussten wir erstmal viele Daten über die Performance der Makler sammeln und das Netzwerk aufbauen. Heute können wir mit einer sehr hohen Qualität die passenden Makler vermitteln”, blickt der Hanseat auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre zurück.

60 Mitarbeiter wirkten derzeit für das Unternehmen. Hauptsächlich aus den Bereichen Produktentwicklung, Software Development, Business Intelligence, Sales & Marketing. “Im Monat haben wir rund 20 Tausend Kundenanfragen, denen auf unserer Plattform über angeschlossenen 3.000 Makler*innen gegenüberstehen. Damit haben wir unserem Maklernetzwerk mittlerweile Immobilen im Wert von 12 Milliarden Euro zugeführt und erwirtschaften einen zweistelligen Millionenumsatz im Jahr”, sagt Wagner.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Hausgold-Macher außerdem über Qualitätsindikatoren, Kundenkommunikation und Cherry Picking.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Hausgold erklären?
Wir finden für jeden Immobilienverkäufer den perfekten Makler zum jeweiligen Verkaufsobjekt. Dem Makler geben wir verschiedene digitale Werkzeuge an die Hand, um den gesamten Verkaufsprozess optimal und für den Verkäufer transparent zu gestalten.

Hat sich euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Unser Konzept hat sich nicht verändert, nur die Prioritäten haben sich im Laufe der Zeit verschoben. Am Anfang mussten wir erstmal viele Daten über die Performance der Makler sammeln und das Netzwerk aufbauen. Heute können wir mit einer sehr hohen Qualität die passenden Makler vermitteln. Zudem haben wir unser Leistungsspektrum erweitert, indem wir jetzt über das Maklermatching hinaus den gesamten Verkaufsprozess mit unserer Plattform begleiten. Wir machen dabei den Verkaufsprozess transparent: Der Verkäufer erfährt quasi in Echtzeit, was der Makler macht oder wie viele Anfragen er bekommt und kann über unsere Tools Nachrichten oder Dokumente einsehen und austauschen.

Die Corona-Krise trifft die Startup-Szene derzeit hart. Wie und in welcher Form spürt ihr die Auswirkungen?
Wir sind sehr gut in das neue Jahr gestartet. Die Corona-Krise hat auch uns und unserem Plan, dieses Jahr mit 100 % Wachstum und Break Even abzuschließen, einen kleinen Dämpfer verpasst. Mit unserem Asset Light Modell, unseren flexiblen Kostenstrukturen und einer sehr guten Team konnten wir sehr schnell auf die Krise reagieren und die Geschäfte laufen weiter. 80 % unseres Teams ist aktuell im Homeoffice, 20 % in verschiedene Büros verteilt. Wir sehen trotz der aktuellen unsicheren allgemeinen Wirtschaftslage sehr positiv in die Zukunft und glauben fest daran, dass wir als gestärkt aus der Krise hervorgehen. Wir sind extrem flexibel mit der Unternehmensstruktur, der digitalen Plattform und unserer Finanzierung, so dass wir auch künftig entsprechend reagieren können – auch und gerade wenn sich die für uns relevanten Parameter in den nächsten Monaten wieder erholen. Gleichzeitig sind wir aber auch realistisch genug zu verstehen, dass eine Rückkehr zur Normalität länger dauern kann.

Wie ist überhaupt die Idee zu Hausgold entstanden?
Die Idee zum Geschäftsmodell kam uns bereits Ende 2013. Die Digitalisierung bei Immobilientransaktionen beschränkte sich bis dato auf klassische Exposés auf Makler- Websites oder das Ausspielen der Angebote auf großen und überwiegend anonymen Plattformen. Das löste jedoch nicht die weitestgehend aus der Intransparenz für den Verkäufer resultierenden eigentlichen Herausforderungen im Markt. Die Chancen der neuen Technik, etwa durch immer intelligenter werdende Algorithmen, blieben ungenutzt. Dabei waren die Fehler im System offensichtlich: Der Maklermarkt war wenig transparent, die Beauftragung eines Maklers zufalls- oder bestenfalls bauchgesteuert. Für den Makler war es in so einer Situation schwierig, sich durch Leistung und Kompetenz beim potenziellen Käufer zu profilieren. Echte Qualitätsindikatoren fanden keine digitale Bühne. Da es keine geeignete Plattform gab, auf der man aufsetzen konnte, entwickelten wir dann Hausgold.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Über verschiedene Touchpoints verbindet Hausgold Makler und Verkäufer miteinander und fungiert gleichzeitig als Enabler, Vermittler, Moderator und Serviceplattform. Dabei standen bei der Produktentwicklung drei Kernaufgaben im Fokus: intuitive Bedienung durch den Nutzer, maximale Transparenz für den Immobilienverkäufer und die verlässliche Begleitung von Verkäufer und Makler über den gesamten Verkaufsprozess hinweg mit einer Vielzahl von skalierbaren Serviceelementen. Für den Makler ist Hausgold dabei keine Konkurrenz, sondern ein Partner auf Augenhöhe. Neben der Bereitstellung von qualifizierten Kundenkontakten und einem kostenfreien Lead-Management-Tool für Smartphone und PC, über das der Makler auch die Kundenkommunikation abwickeln kann, hält Hausgold den Maklern den Rücken frei und unterstützt sie bei der Akquise, Ansprache, Vermarktung und Verwaltung. Dafür erhalten wir vom Makler eine kleine Gebühr und im Verkaufsfall einen Teil der Provision. Für den Verkäufer findet der eigene selbstlernende Hausgold-Algorithmus in jeder Region und für jede Immobilie den passenden Makler aus einer Datenbank mit mehreren Tausend Partnern. Dabei entscheiden verschiedene Parameter wie bisheriger Verkaufserfolg, Erfahrung mit ähnlichen Objekten, aber auch Kundenzufriedenheit, wer dem Verkäufer tatsächlich vorgeschlagen wird. Über diverse Tools hat der Verkäufer zusätzlich wichtige Statusinformationen, wie etwa die Zahl der bisherigen Besichtigungen bzw. Anfragen beim Makler, stets im Blick. Für den Verkäufer ist die Plattform kostenlos.

Wie hat sich Hausgold seit der Gründung entwickelt?
Wir wachsen sehr schnell. In den letzten Jahren haben wir jährlich unseren Umsatz verdoppelt. So konnten wir ein sehr starkes Team von aktuell rund 60 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aufbauen. Gleichzeitig haben wir eine einzigartige digitale Infrastruktur und Datenbasis in Verbindung mit einem Matching-Algorithmus für einen einfachen, transparenten und erfolgreichen Verkaufsprozess geschaffen. Das freut natürlich auch unsere Investoren: Neben dem Gründer der Scout24-Gruppe Joachim Schoss, der Deutschen Bank, Hanse Ventures und Global Founders Capital, dem Investment-Vehikel von Rocket Internet, haben sich mehrere Family Offices an Hausgold beteiligt.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Hausgold inzwischen?
Wie gesagt: Unser Team umfasst mittlerweile über 60 Mitarbeiter*innen, hauptsächlich aus den Bereichen Produktentwicklung, Software Development, Business Intelligence, Sales & Marketing. Im Monat haben wir rund 20 Tausend Kundenanfragen, denen auf unserer Plattform über angeschlossenen 3.000 Makler*innen gegenüberstehen. Damit haben wir unserem Maklernetzwerk mittlerweile Immobilen im Wert von 12 Milliarden Euro zugeführt und erwirtschaften einen zweistelligen Millionenumsatz im Jahr.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Ich denke immer sehr positiv und bin davon überzeugt, dass auch schlechtere Phasen am Ende wieder auf einen guten Weg führen, auch wenn sich das in dem Moment noch nicht abzeichnet. Deshalb sehe ich Fehler wohl nie als so negativ an, aber auch wir haben natürlich welche gemacht: zu lange an Mitarbeitern festgehalten, die nicht zum jeweiligen Aufgabenprofil passten, den falschen Partnern vertraut oder zeitweise war die Organisation zu wenig fokussiert und testgetrieben, um nur einige zu nennen. Letztlich haben aber unsere Fehler uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind. Zudem bin ich seit über 10 Jahren Unternehmer und weiß, dass es immer auf- und ab geht und das macht den Reiz für mich auch aus.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir setzen von Anfang einen sehr starken Fokus auf das Managen der Kundenbeziehung und die Kundenzufriedenheit. Zudem verfolgen wir konsequent ein Asset Light Modell ohne eigene Makler, obwohl von einigen Seiten immer wieder an mich angetragen wurde, diese Herangehensweise doch nochmal zu überdenken, da Unternehmen wie z.B. Purplebricks in UK mit dem Hybrid-Maklermodell doch sehr erfolgreich sind. Aufgrund unserer sehr guten Entwicklung werden diese kritischen Stimmen jedoch immer leiser und die Vorteile offensichtlich: Wir verbinden unsere Prozess- und Technologiekompetenz mit dem selbstständigen regionalen Unternehmer. So bieten wir kaufmännische Professionalität mit einer starken technischen und personellen Basis. Mit unserem Asset Light Modell können wir dabei schneller wachsen und das zu deutlich geringeren Kosten. Hinzukommt, dass wir durch unser Marktplatzmodell keine direkten rechtlichen Besonderheiten auf den jeweiligen Märkten berücksichtigen müssen – diese Verantwortung liegt auf Seiten des Maklers – und bei der Auswahl der Makler wirklich Cherry Picking betreiben können.

Wo steht Hausgold in einem Jahr?
Hausgold wird bereits 2020 Breakeven und mit großem Abstand die führende Asset Light Plattform für den Immobilienverkauf in Deutschland sein. Und wir werden weitere marktverändernde digitale Lösungen für den Verkauf von Immobilien auf der Plattform eingeführt haben.

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Foto (oben): Hausgold

#Brandneu - 15 frische Startups, die jeder kennen sollte

Deutsche Startups - 2. April 2020 - 8:46

In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Mehrere Wochen nach der exklusiven Erstveröffentlichung in unserem Newsletter stellen wir einige der präsentierten Startups (in gekürzter Form) auch auf unserer Website vor. Jetzt Wissensvorsprung sichern und unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

XbyX
Mit XbyX ging gerade eine Digitalplattform für Frauen online, die sich mit dem Thema Wechseljahre beschäftigt. Neben Wissensvermittlung, einem Gesundheitscheck und einem Audio Kurs, bietet die Plattform pflanzliche Produkte, die unter anderem helfen sollen die Energie, Konzentration oder Lust zu steigern. Gegründet wurde das Berliner Startup von Peggy Reichel und Monique Leonhar

URL: www.xbyx.de
Hashtags: #eHealth  #FemaleFounders #Seriengründerin
Ort: Berlin
Gründer: Peggy Reichelt, Monique Leonhardt

Faktual
Das Jungunternehmen Faktual bietet “Recherche mit einem Klick” an und verspricht, das Leben von Journalisten leichter zu machen. Dabei sammelt Faktual Informationen aus einem Pool verifizierter Quellen, Daten und Zitate. Zu Themen können gezielt Alerts gesetzt werden. KI unterstützt so einen „Qualitätsjournalismus“, so die Gründer Abraham Duplaa und  Moritz Beutter.

URL: www.faktual.de
Hashtags: #Medien #KI
Ort: München
Gründer: Abraham Duplaa, Moritz Beutter

truckoo
truckoo bietet einen deutschlandweiten Verbund an Werkstätten und Partnern für die Verwertung neuwertiger und gebrauchter Nutzfahrzeuge jeder Art – vom Transporter bis zur Schwerlast. “Wir standardisieren Inspektionen und analysieren Preise anhand aktueller internationaler Marktresonanzen”, versprechen Julia Unützer und Maximilian Füchsl, die Macher der jungen Plattform.

URL: www.truckoo.com
Hashtags: #Marktplatz #Nutzfahrzeuge
Ort:München
Gründer: Julia Unützer, Maximilian Füchsl

madeone
madeone bietet eine Plattform für Produktindividualisierung im E-Commerce an. “madeone ist die Antwort auf ein profitables und skalierbares Customization Business für bestehende Produktsortimente, indem die Komplexität von Customization während des End-to-End-Prozesses für Marken und Hersteller reduziert wird“, so Christian Möhring, der zuvor unter anderem Digitalchef bei Nike und Ikea war.

URL: www.madeone.de
Hashtags: #eCommerce #Customization
Ort: Frankfurt am Main
Gründer: Christian Möhring

Oh Baby Party
Bei Oh Baby Party findet man alles rund um das Thema „Baby-Shower“. Von der Deko, über hilfreiche Informationen bis hin zur maßgeschneiderten Unterstützung bei der Planung und Umsetzung. Die Idee für den Online Concept Store hatten Friederike Bauer und Simone Moor. Oh Baby Party ist im Herbst 2019 online gegangen und gleichzeitig ist die Dritte im Bunde, Antonia Lecour, mit eingestiegen

URL: www.ohbabyparty.de
Hashtags: #eCommerce
Ort: Berlin
Gründer: Friederike Bauer, Simone Moor

plantclub
Hinter plantclub, das von Jack Lancaster geführt wird, verbirgt sich ein Abo-Dienst für Büropflanzen. Das Startup, das über zahlreiche Vorbilder verfügt, übernimmt dabei nicht nur die Lieferung und Platzierung des Grünzeugs, sondern auch die Pflege. “Damit du dich nicht um das Gießen, Düngen oder Umtopfen kümmern musst”, heißt es dazu auf der Website. Preislich startet der plantclub bei 90 Euro im Monat.

URL: www.plantclub.io
Hashtags: #eCommerce
Ort: Berlin
Gründer: Jack Lancaster

Zwopr
Das Münchner Jungunternehmen Zwopr bietet eine App für unentgeltliche und gegenseitige Hilfe. Dabei kann man via App hilfsbereite Menschen finden oder selbst Hilfe anbieten. Von Umzugshelfer bis zum Dogwalker sind alle “Nachbarschaftsdienste” erlaubt, solange sie kostenlos sind. Aktuell gibt es bereits über 40 000 “Helfer Angebote” auf der Plattform.

URL: www.zwopr.com
Hashtags: #App #Nachbarn
Ort: München
Gründer: Bernhard Koller, Tassilo Ippenberger, Christian Ebert

Juit Now
Juit Now bietet eine Lösung für eine gesunde Mittagspause mit frisch gekochten Gerichten, von Korean Beef BBQ bis zur veganen Linsenbolognese, die via App ausgewählt und bezahlt werden können. Die saisonalen Gerichte werden aus natürlichen Zutaten von Hand gekocht und im Anschluss schockgefrostet. Juit Now ist Teil der Oetker Gruppe, agiert jedoch als eigenständiges Unternehmen.

URL: www.juitnow.com
Hashtags: #Food
Ort: Bielefeld
Gründer: Serdar Mansour Azar, Ingmar Knudsen

Duschkraft
Das Rostocker Startup Duschkraft hat einen Luftentfeuchter für die Dusche entwickelt, der die Schimmelbildung nach einer heißen Dusche vermeiden soll. Der Entfeuchter nutzt das Prinzip der Kondensation, verringert so die Luftfeuchtigkeit und soll so nicht nur Schimmel vermeiden, sondern auch die Nebenkosten senken. Das Produkt benötigt allerdings für die Luftentfeuchtung eine eigene Stromleitung.

URL: www.duschkraft.de
Hashtags: #ECommerce
Ort:Rostock
Gründer: Stefan Goletzke, David Bredt

Repure
Mit Wissensartikeln, Meditationen, einfachen Rezepten und Yoga-Workouts will das Münchner Jungunternehmen Repure seinen Nutzern dabei helfen gesund zu leben. So soll die App ein täglicher Begleiter fu?r Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden sein, so beschreiben es die Gründer Anton Huber Michael Frick und Karl Seidemann.

URL: www.repure.life
Hashtags: #Yoga #eHealth #App
Ort: München
Gründer: Anton Huber Michael Frick, Karl Seidemann

Inspectra
Das Berliner Startup Inspectra bietet Lebensmittelsicherheit und Qualitätsanalyse für die Lebensmittelproduktion in Echtzeit. Aktuell führt das Unternehmen Pilotprojekte mit Lebensmittelproduzenten durch. Eine Finanzspritze haben sich die Gründer Mohammad Abdo und Filip Skurniak bereits vor dem offiziellen Start von Entrepreneur First gesichert.

URL: www.inspectra.io
Hashtags: #Food #SaaS
Ort: Berlin
Gründer: Mohammad Abdo, Filip Skurniak

Cineamo
Cineamo bietet eine App sowie eine SaaS-Lösung für Kinobetriebe, genannt Cineamo-Control an. Filmfans können mit der kostenlosen App in ihrem Lieblingskino Filmwünsche und andere Eventideen anfragen. Das Kino behält dabei die volle Kontrolle über sein Programm. Ziel des Jungunternehmens ist es, besucherschwache oder freie Terminslots mit Angeboten der Besucher besser auszulasten.

URL: www.cineamo.com
Hashtags:#SaaS #Medien #App
Ort: Würzburg
Gründer: Stefan Farnschläder, Dominic Warok, Christoph Käfer

Monavinci
Monavinci bietet die Möglichkeit aus eigenen Bildvorlagen ein handgefertigtes Unikat in Form eines hyperrealistischen Kunstwerkes erschaffen zu lassen. Nach eigener Aussage ist Monavinci bereits jetzt schon führend auf dem deutschen Markt, wenn es um handgemachte Kunst und daraus resultierenden Geschenkartikeln geht. Eine Zeichnung gibt es ab 69 Euro und kann individuell konfiguriert werden.

URL: www.monavinci.com
Hashtags: #Kunst #eCommerce
Ort: Berlin
Gründer: Hassan El Ammar

Veranstaltungshelden
Mit Veranstaltungshelden möchte Gründer Dennis Heiser die Planung und Umsetzung von Events vereinfachen. Wer Hilfe für ein Event braucht, kann die Rahmenbedingungen direkt bei der Plattform angeben. Dienstleister wie DJs oder Caterer können sich dann direkt bei dem User melden und Angebote unterbreiten. Die Nutzung der Plattform ist kostenlos.

URL: www.veranstaltungshelden.de
Hashtags: #eCommerce #Events
Ort: Mannheim
Gründer: Dennis Heiser

Haus von Eden
Die beiden Gründerinnen Kodzia Edenharder und Melodie Abdollahi wollen mit Haus von Eden einen Online Shop etablieren, der für nachhaltige Produkte und Transparenz steht. Die Produktpalette geht von Kosmetik über Food bis zu nachhaltigen Deko-Artikeln. Abgerundet wird der Shop mit einem Magazin, das Tipps und Tricks rund um das Thema Nachhaltigkeit bietet.

URL: www.hausvoneden.de
Hashtags: #eCommerce #Nachhaltigkeit
Ort: Hamburg
Gründer: Kodzia Edenharder, Melodie Abdollahi

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#StartupTicker - Hamburger Fenster-Startup Vitraum ist insolvent

Deutsche Startups - 1. April 2020 - 18:54

+++ Das Hamburger Startup Vitraum, das als digitaler Vermittler Menschen, die Fenster und Türen brauchen, und Handwerker oder Fachmonteure zusammenbringt, ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Tjark Thies bestellt. Vitraum ging 2015 an den Start. Damals gehörten Tim-Alexander Karußeit, David Ranft und Martin Treusch von Buttlar zum Team der Neugründung.

+++ “Als digitaler Ansprechpartner verbinden wir den Komfort eines Online-Anbieters mit der Wertigkeit eines Offline-Handwerkbetriebes. Wir begleiten unsere Kunden von der Erstberatung über das Aufmaß und den Einbau bis zur Finanzierung”, hieß es zum Start in einer Stellenausschreibung des Unternehmens, das von Hanse Ventures angeschoben wurde.

+++ Später investierten die DailyDeal-Gründer Fabian und Ferry Heilemann, Rolf Schmidt-Holtz und McKinsey-Manager Michael Ollmann in Vitraum. In den vergangenen Jahren haben sich unbemerkt weitere Gesellschafter in Vitraum investiert. Rolf Schmidt-Holtz hielt zuletzt 18,3 % am Unternehmen. Burkhard Schwenker, ehemals Roland Berger, ist mit 17,7 % an Bord. Die AUG. PRIEN Bauunternehmung hält 30,1 % der Firmenanteile. Die RND Beteiligungsgesellschaft wiederum ist mit 9,4 % an Bord. Der ehemalige McKinsey-Manager Michael Ollmann ist noch mit 18,3 % an Bord. Hanse Ventures zu guter Letzt hält nicht mal mehr 3 % an Vitraum.

+++ Hintergründe zur Insolvenz sind bisher nicht bekannt. Allerdings befand sich das Startup bereits 2019 im sogenannten Pay to play-Modus. Das Stammkapital der Jungfirma wurde damals um 715.061 auf 773.549,00 Euro erhöht. Später kamen noch weitere 80.000 hinzu. Der letzte Jahresabschluss von Vitraum stammt aus dem Jahre 2017. Damals lag der Jahresfehlbetrag bei rund 1,3 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau des Startups damit damals bereits 2,7 Millionen. Die Kapitalrücklage betrug damals 1,7 Millionen.

+++ Zum Hintergrund: In der Corono-Krise schlitterte zuletzt auch tausendkind in die Insolvenz.

+++ Im #StartupTicker tickert die Redaktion von deutsche-startups.de kurz und knapp, was in der deutschen Startup- und Digital-Szene so alles los ist.

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#DealMonitor - Timify bekommt 4,5 Millionen ein – PropTech1 investiert in inpera

Deutsche Startups - 1. April 2020 - 16:55

Im aktuellen #DealMonitor für den 1. April werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Timify
+++ Eine Schweizer Familien-Holding, die durch das Beratungshaus Schwartzkopff Partners vertreten wird, investiert 4,5 Millionen Euro in das Münchner Unternehmen Timify. “Mit dem Investment will das Timify-Team das dynamische Kundenwachstum des seit sieben Jahren bestehenden Unternehmens signifikant ausbauen”, teilt das Startup mit. Timify, das von Andreas Knürr geführt wird, positioniert sich als “Online-Lösung für Terminplanung und Arbeits-Ressourcenverwaltung für kleine, mittlere und große Unternehmen”. An den Start ging das Unternehmen 2012.

inpera
+++ PropTech1 Ventures, Vito ONE,  die Baufamilie Martin Meier, das Family Office Eisbaer Capital, Alexander Winterling, ehemals Holcim sowie P14 Ventures, die Beteiligungsgesellschaft von Stephan Heller, Gründer von FinCompare, investieren einen ungenannten Betrag in PropTech-Startup inpera. Hinter Inpera verbirgt sich eine Automatisierungsplattform für die Bauindustrie. Das Berliner Startup wurde im September 2017 von Jannes Viebrock, Nicolas Fritsch und Nils Peter gegründet.

Lumoview
+++ Das Beteiligungs- und Beratungsunternehmen Hoffschmidt Ventures, die Familie Schneider, die über mehrere Generationen Erfahrung in der Baubranche verfügt, und die NRW.BANK investieren einen ungenannten Betrag in Lumoview. Das Kölner PropTech, das 2019 von Bernhard Hoffschmidt, Arne Tiddens und Silvan Siegrist gegründet wurde, ermöglicht die Aufnahme sowie die automatisierte Vermessung und Analyse von Innenräumen in Gebäuden. Das Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter.

Bots4You
+++ Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) investiert in Bots4You.  “Als PropTech-Unternehmen entwickelt Bots4You passgenaue digitale Servicelösungen insbesondere für die Immobilienwirtschaft und konnte diese bereits in Projekten mit einigen der größten Anbieter am europäischen Wohnungsmarkt unter Beweis stellen”, teilt das Unternehmen mit.

Blackwave
+++ 
Ceravis und Unger Capital Management sowie Rudolf Schwarz, Conny Hörl und Katja Ruhnke investieren eine  siebenstellige Summe in das bayrische Startup Blackwave. Das Unternehmen aus Taufkirchen, das 2017 von Bastian Behrens und Raphael Setz gegründet wurde, liefert Karbonteile für Fahrräder und Autos.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#CaptableCheck - Vox-Löwe Glagau hält bereits 34 % an isaac nutrition

Deutsche Startups - 1. April 2020 - 15:06

Das Kölner Startup isaac nutrition, das 2017 von Charlotte Binder, Tim Dapprich und Nicolas Viegener gegründet wurde, vertreibt sogenannte funktionale Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel mit Insektenprotein. “Die Nutzung von Insekten als hochwertige Nahrungsquelle bietet in der Zukunft die Möglichkeit einer ökologischen und gesunden Ernährung. Sportlern, die sich proteinreich und gesund, und gleichzeitig natürlich und nachhaltig ernähren wollen, fehlt bisher ein passendes Angebot: isaac setzt auf einfache, natürliche Inhaltsstoffe, ehrlich und undogmatisch kommuniziert”, erklärt Mitgründerin Binder das Konzept von isaac nutrition.

Die Kölner setzen dabei auch auf eine ehrliche Kommunikation! “Das Produkt wird dich nicht im Alleingang stark oder fit machen und schon gar nicht die Welt retten. Aber: isaac ist ein Schritt in die richtige Richtung, hin zu einer gesunden und ressourcenschonenden Ernährungsweise, bei der Insekten eine wertvolle Rolle spielen können”, führt die Rheinländerin weiter aus. Vox-Löwe Nils Glagau steht auf das junge Unternehmen. Er investierte kürzlich erneut in den Insekten-Snack.

Der Einstieg bei isaac nutrition war für den Orthomol-Macher das erste Startup-Investment überhaupt. Inzwischen hält Glagau 34 % an isaac nutrition. Mitgründer Dapprich hält weiter 28,7 % an seinem Unternehmen. Binder ist noch mit 19,1 % an Bord. Mitstreiter Viegener wiederum hält weiter 18,2 % an isaac nutrition.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Zahlencheck - Wine in Black kostete bis zum Exit 14,1 Millionen

Deutsche Startups - 1. April 2020 - 12:57

Seit Januar 2019 gehört der Berliner Weinshop Wine in Black zur Viva Group, einem Weinimporteur mit Sitz in Stockholm. Rund 15 Millionen Euro wanderten zuvor in die Jungfirma. Der Kaufpreis soll im zweistelligen Millionenbereich gelegen haben. Sehr wahrscheinlich war es aber eine recht niedrige zweistellige Millionensumme, gerade so auf Investmentniveau. 2017 präsentierte sich Wine in Black noch als sehr verlustreiches Unternehmen (Jahresfehlbetrag: 3,2 Millionen Euro).

2018 – also kurz vor dem Exit – wirkte dagegen der verordnete Sparkurs. Der Jahresfehlbetrag auf 918.653 Euro. Insgesamt kostete der Aufbau des Weinshops somit bis Ende 2017 aber beachtliche 14,1 Millionen. Die Investoren mussten dem Startup deswegen 2018 auch weitere 2,5 Millionen zukommen lassen (Kapitalrücklage). Gleichzeitig ging die Zahl der Mitarbeiter auf 30 zurück. 2017 betrug die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer noch 38. Im Jahr zuvor waren es sogar noch 47.

Das verheißungsvoll gestartete Wine in Black konnte somit den milliardenschweren Weinmarkt – trotz mehrerer Millionenspritzen – nicht erobern. Am Ende blieb ein Exit, beim die bekannten und prominenten Investoren sehr wahrscheinlich zumindest erhobenen Hauptes das verlustreiche Feld verlassen konnten. Man darf gespannt sein, wie sich das Unternehmen unter dem neuen Besitzer langfristig schlägt. Zumindest ist das Startup, das von Christian Fricke geführt wird, seitdem sehr leise.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2018
* Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.
* Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 844.660,15 (Vorjahr: EUR 2.959.474,29). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten  aus Lieferungen und Leistungen.
* Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 30.

Wine in Black im Zahlencheck

2018: 918.653 Euro (Jahresfehlbetrag)
2017
: 3,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 2,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 2,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 1,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2013: 1,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2012: 1,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2011: 419.680 Euro (Jahresfehlbetrag)

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#Interview - “Nach wenigen Wochen haben wir uns zu einem Pivot entschlossen”

Deutsche Startups - 1. April 2020 - 8:46

Ursprünglich wollte Jonathan Kohl mit Renovinga eine digitale Lösung rund um Renovierungsarbeiten wie Malern und Bodenlegen etablieren. Aus dem Konzeot wurde dann schnell Seniovo, ein Unternehmen, “das Pflegebedürftigen und Personen mit Bewegungseinschränkungen dabei hilft, länger, sicher und selbstbestimmt zuhause wohnen zu können”. PropTech1 Ventures, die IBB Beteiligungsgesellschaft, der German Media Pool und weitere nicht genannte Immobilienunternehmer investierten zuletzt rund 2 Millionen Euro in das Berliner PropTech.

Bisher geht das Konzept von Seniovo auf. “Wir haben aktuell 1.000 Betroffenen bei ihrer Wohnraumanpassung unterstützt. Darauf sind wir sehr stolz. Vor allem, wenn wir überlegen, welche Einschränkungen und Hürden den Betroffenen bei jedem einzelnen Projekt erspart bleiben. Im Büro sind wir aktuell circa 30 Mitarbeiter und haben im letzten Jahr ein schlagkräftiges Management-Team aufgestellt. Zuletzt kamen unser zweiter Geschäftsführer und unser Technischer Betriebsleiter hinzu”, sagt Seniovo-Gründer Kohl.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Berliner außerdem über gut finanzierte Startups, Angebotserstellungen und die Investorenauswahl.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Seniovo erklären?
Seniovo ist ein Unternehmen, das Pflegebedürftigen und Personen mit Bewegungseinschränkungen dabei hilft, länger, sicher und selbstbestimmt zuhause wohnen zu können. Dafür übernehmen wir die Beratung und Fördermittelbeantragung für Umbaumaßnahmen wie Badanpassungen, Schwellenentfernungen und Co.

Hat sich euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Ja allerdings. Ursprünglich sind wir unter dem Namen Renovinga gestartet, eine digitale Lösung für Renovierungsarbeiten wie Malern und Bodenlegen.

Wie wurde aus Renovinga dann Seniovo?
So wie viele Ideen geboren werden: aus dem Use Case bzw. der eigenen Erfahrung heraus. Ich habe selbst pflegebedürftige Angehörige und musste mich mit den Fragen beschäftigen, die in einer Pflegesituation wichtig werden. Zu dem Zeitpunkt haben wir schon tief im Thema Digitalisierung von Handwerksleistungen gesteckt und mit der Idee von Seniovo dann einen noch größeren Mehrwert und sozialen Nutzen entdeckt. Das hat uns nicht mehr losgelassen und nach wenigen Wochen haben wir uns zu einem Pivot entschlossen.

In den vergangenen Jahren sind viele Handwerker-Startups entstanden und etliche auch wieder verschwunden. Wie nimmst Du den Markt gerade wahr?
Tatsächlich fallen mir da beispielsweise die Startups rund um das Thema “Renovierungen”, also vor allem um die Gewerke Malern und Bodenlegen, ein. Wir hatten uns mit Renovinga sehr früh für einen Pivot entschieden. Andere gut finanzierte Startups sind zunächst stark gewachsen, jedoch nur für eine gewisse Zeit. Die Herausforderung für uns in diesen Vertcials war die Frage, ob bei den eher geringen Warenkörben im oberen drei- bis unteren vierstelligen Bereich profitable Unit Economics erzielt werden könnten. Insgesamt gibt es hier bestimmt ein paar Effekte, die sich auf die Erfolgswahrscheinlichkeit auswirken. Es gehört allerdings zu jeder Innovationswelle dazu, dass auch mehrere Startups scheitern. Generell tauschen wir uns regelmäßig mit den meisten Handwerks-Startups eng aus und lernen eine Menge voneinander. Neben der Frage nach dem Warenkorb spielen auch die operativen Lösungen eine große Rolle, wie zum Beispiel: Wie wird das Thema Vertrieb gelöst, mit oder ohne Außendienst? Wie wird die Installation sichergestellt, durch interne oder externe Monteure? Ich sehe in einigen Startups enormes Potential, vor allem in denjenigen, die ein übergeordnetes, wichtiges Thema adressieren. Neben unserem Thema, dem demographischen Wandel, spielt auch das Thema Energiewende eine große Rolle.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Seniovo ist eine vertikal integrierte Plattform. Das bedeutet, wir sind direkter Auftragnehmer unserer Kunden und können so den bestmöglichen Service bieten. Durch die Automatisierung von Lead Generation, Fördermittelbeantragung, Materialbeschaffung, Dispatching und Installation können wir den Gesamtprozess eines Umbaus enorm verkürzen und in allen Prozess-Schritten hohe Effizienzvorteile erzielen und für unsere Kunden wertvolle Zeit sparen.

Wie hat sich Seniovo seit der Gründung entwickelt?
In den ersten Monaten war neben der Produktfrage auch die Frage nach dem Kundenzugang unbeantwortet. So haben wir zunächst diverse Lösungen für die größten Märkte getestet, um beispielsweise herauszufinden, welche Art von Badanpassung für welche Kunden in welcher Wohnsituation sinnvoll und finanzierbar ist und welche Fördermittel in Frage kommen. Dann haben wir gelernt, über welche Marketingkanäle wir Angehörige oder Betroffene erreichen können. Beim Rollout in die ersten Satellitregionen war dann spannend, in welchem Prozess wir unser operatives Playbook am effizientesten anwenden. Nach den Startup-typischen Büroumzügen vom kostenfreien Uni-Büro über den Accelerator bis ins richtige eigene Büro beginnen wir nun damit, unseren Service in weitere Bundesgebiete zu skalieren, um noch mehr Personen helfen zu können.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Seniovo inzwischen?
Wir haben aktuell 1.000 Betroffenen bei ihrer Wohnraumanpassung unterstützt. Darauf sind wir sehr stolz. Vor allem, wenn wir überlegen, welche Einschränkungen und Hürden den Betroffenen bei jedem einzelnen Projekt erspart bleiben. Im Büro sind wir aktuell circa 30 Mitarbeiter und haben im letzten Jahr ein schlagkräftiges Management-Team aufgestellt. Zuletzt kamen unser zweiter Geschäftsführer und unser Technischer Betriebsleiter hinzu.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Zu Beginn mussten wir all unsere Angebote noch manuell und ohne konkreten Prozess erstellen. Das war sehr zeitaufwendig und hat uns beim Wachstum vor diverse Herausforderungen gestellt. So mussten manche Kunden zu lange auf ihr Angebot warten und manche Angebote waren fehlerhaft kalkuliert. Die Angebotserstellung hatten wir dadurch als einen der wichtigsten Prozess-Schritte erkannt und digital abgebildet.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
In der Investorenauswahl. Bisher haben wir von allen Gesellschaftern große Unterstützung erfahren, sowohl im Sparring von neuen Strategien und wichtigen Entscheidungen, im Bereich Netzwerk und Kontakte als auch im Bereich Finanzen und Fundraising. Wir sind daher sehr froh darüber, nicht mit jedem angebandelt zu haben.

Wo steht Seniovo in einem Jahr?
In einem Jahr werden wir Betroffenen bundesweit helfen können und weitere Tools und Features anbieten können, die unseren Service noch besser machen werden. Außerdem werden wir von unseren Kunden immer wieder nach weiteren Leistungen und Produkten gefragt, die wir launchen möchten.

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#Podcast - News #11 – Corona-Krise – zalando – Kurzarbeit – Entlassungen – Insolvenzen

Deutsche Startups - 31. March 2020 - 14:55

Im ds-News-Podcast spricht ds-Chefredakteur Alexander Hüsing regelmäßig über die wirklich wichtigsten Neuigkeiten aus der deutschen Startup-Szene. Also über Deals, Exits und Startup-News, die ihr unbedingt mitbekommen haben solltet. Pro Ausgabe erreicht der unser Insider-Podcast derzeit über alle Plattformen hinweg mehr als 5.000 Hörer. Hier die die neueste Ausgabe.

News #11 – Die Themen

* Die Startup-Szene in Zeichen der Corona-Krise
* zalando im Krisenmodus
* Kurzarbeit: Urlaubsguru, Auto1, Flixbus
* Entlassungen als Krisen-Mittel
* Insolvenzen: tausendkind und Co.
* Gute Nachrichten: Lilium, Twaice, DataGuard
* Tool-Tipp: Libu

News #11 – Unser Sponsor

Die heutige Ausgabe wird wieder gesponsert von o2: “Große Anhänge runterladen. Recherche betreiben. Dateien verschicken. Puuh, selbstständig sein, kratzt ganz schön am Datenvolumen. Außer, man geht zu o2. Da lohnt es sich jetzt sogar doppelt, ein Unternehmer zu sein! Denn in allen o2 Free Tarifen ist jetzt doppeltes Datenvolumen drin, wenn man sich als Selbständiger legitimiert: Zum Beispiel 120 statt 60 GB oder 40 statt nur 20 GB. Damit müsst ihr euch keine Sorgen mehr um eure Daten machen. Jetzt exklusiv auf www.o2.de/selbstaendige

News #11 – Unser Podcast

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Apple PodcastsCastboxDeezerGoogle PodcastsiHeartRadioOvercastPlayerFMPodimoSpotify  und   SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren. Alle Podcasts von deutsche-startups.de findet ihr in unserem Podcast-Ressort.

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#Interview - “Gründen ist mit dem Bau eines Eigenheims zu vergleichen”

Deutsche Startups - 31. March 2020 - 12:56

Das Münchner Startup Building Radar bietet eine KI-gestützte Suchmaschine für Bauprojekte an. Die Ergebnisse ermöglichen Kunden aus dem Baugewerbe einen schnelleren und einfacheren Zugang zu neuen Projekten, die über eine Softwarelösung effizient gemanagt werden können. Picus Capital, Astutia Ventures und Co. investierten zuletzt 5 Millionen Euro in das im Jahr 2015 gegründete Proptech.

“Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben und auch das letzte Geschäftsjahr hat planmäßig zu einer Verdopplung im Millionenbereich geführt. Zukünftig möchten wir natürlich unseren Marktanteil in DACH deutlich ausbauen und weitere Märkte weltweit erobern. Zudem planen wir bis Ende dieses Jahres unser Team zu verdoppeln – auf mindestens 80 Mitarbeiter. Schon heute finden wir täglich 5.000 neue Bauvorhaben aus 100.000 Quellen, auch diese Zahlen sollen weiterwachsen”, sagt Mitgründer Paul Indinger. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Münchner zudem über Satellitenbilder, Studienprojekte und Vertriebsprozesse.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Building Radar erklären?
Wir helfen Unternehmen mittels unserer Technologie sehr zeitig und automatisiert Wissen über neue Bauvorhaben zu sammeln. Oder etwas komplizierter: Mit Hilfe von Building Radar haben unsere Kunden den Vorteil, so früh wie möglich über Aktivitäten in der Bauindustrie informiert zu werden, was ihnen die Möglichkeit gibt, vor Wettbewerbern zu pitchen und die Chancen deutlich erhöht ein potenzielles Bauprojekt zu gewinnen.

Hat sich euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Grundsätzlich hat sich das Konzept nicht verändert, im Laufe der Zeit haben wir uns einfach weiterentwickelt. Wir haben zum Beispiel eine Weile lang auf das Thema Satellitenbilder gesetzt und arbeiten dazu noch heute mit der ESA zusammen. Heute fokussieren wir uns stark darauf, unseren Kunden neue hilfreiche Features zu bieten, zudem arbeiten wir gerade an einer neuen Generation unserer Lösung: “NextGen Building Radar”. Außerdem haben wir in den letzten Monaten unsere Filter erweitert und bieten noch detailliertere Suchen an. Zudem unterstützen wir heute unsere Kunden viel stärker bei der Sales-Prozessgestaltung. Wir verstehen uns als Trainer für unsere Kunden und wollen diese unterstützen, ihre Vertriebsabteilung auf eine neue Leistungsstufe zu bringen.

Wie ist überhaupt die Idee zu Building Radar entstanden?
Ich arbeitete neben meinem Studium als Sales-Berater in der Bauindustrie. Meine Hauptaufgabe war es, nach neuen Bauvorhaben zu recherchieren, um Architekten und Bauleiter möglichst frühzeitig über die eigenen Angebote zu informieren. Doch die manuelle Recherche gestaltete sich aufgrund von veralteten oder nicht verifizierten Daten zeitaufwendig. Ich sprach mit meinem Studienfreund Leopold über dieses Problem und gemeinsam überlegten wir, ob es einen intelligenteren, technisch getriebenen Weg gibt, um den Recherchevorgang skalierbarer zu machen. Leopold kam durch seine Arbeitserfahrung bei Google folgender Gedanke: Warum nicht eine Suchmaschine für die Zulieferer der Baubranche – vom Lichtinstallateur bis zum Aufzughersteller – entwickeln? Die Idee für Building Radar war geboren. Für die Umsetzung holten wir noch unter anderem Raoul Friedrich den Leopold aus Studienprojekten kannte, als CPO an Bord.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Wir bieten ein Software as a Service Model. Angepasst an die Bedürfnisse unserer Kunden gibt es drei Größen: Starter, Professional und Enterprise. Sie entscheiden sich unter anderem durch die Anzahl der relevanten Bauprojekte pro Monat sowie die Möglichkeiten direkt mit dem CRM System des Kunden zu kommunizieren.

Wie hat sich Building Radar seit der Gründung entwickelt?
Nach einschneidenden Herausforderungen in der Anfangszeit ging es für uns stetig bergauf. Zwölf Monate nach dem Produktlaunch konnte der Umsatz um 540 % gesteigert werden, im September 2019 schlossen wir die Series A-Finanzierungsrunde mit 5 Millionen Euro erfolgreich ab. Zudem konnten wir zahlreiche Preise in den letzten Jahren gewinnen: Beispielsweise wurden wir zu Beginn des letzten Jahres als innovatives Start-up im Digital Valley der Bau 2019 ausgezeichnet. Und im August freuten wir uns, im Rahmen des Built World Innovation Contest 2019 in die Top 100 der europäischen PropTech Startups aufgenommen worden zu sein.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Building Radar inzwischen?
Natürlich träumen auch wir davon zum Unicorn zu werden und streben das mit unseren Umsatzzielen an. Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben und auch das letzte Geschäftsjahr hat planmäßig zu einer Verdopplung im Millionenbereich geführt. Zukünftig möchten wir natürlich unseren Marktanteil in DACH deutlich ausbauen und weitere Märkte weltweit erobern. Zudem planen wir bis Ende dieses Jahres unser Team zu verdoppeln – auf mindestens 80 Mitarbeiter. Schon heute finden wir täglich 5.000 neue Bauvorhaben aus 100.000 Quellen, auch diese Zahlen sollen weiterwachsen. Seit Mitte 2019 sind wir außerdem im Gespräch mit den ersten Kunden aus Nordamerika. Seit 1. Oktober 2019 sind wir im Rahmen des German Accelerator Programms für sechs Monate in den USA, um genau zu sein in New York. Dort knüpfen wir weitere Kontakte und arbeiten an der Expansion. Zudem haben wir seit sechs Monaten die ersten Kollegen für UK im Team. Nordamerika sowie UK sind besonders spannend, da unsere Lösung sehr gute Ergebnisse für den englischsprachigen Raum liefert.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen – und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Gründen ist mit dem Bau eines Eigenheims zu vergleichen, es gibt Höhen, aber auch immer wieder Tiefen. Die größte Herausforderung für uns Gründer: Die Überzeugungsarbeit – vor Investoren, Kunden und der eigenen Familie. Die Arbeitszeiten sind nicht nur für uns manchmal hart, auch der Partner und die Familie muss zurückstecken. Deshalb mussten wir im Sommer 2016 einen herben Verlust verkraften: einer unserer Mitgründer entschied sich nach der Geburt seines zweiten Kindes, dem turbulenten Gründer-Dasein den Rücken zu kehren. Ein weiterer Punkt ist das Produkt an sich. Natürlich arbeiten wir permanent an der Qualität der Daten, da hatten wir rückblickend sicher Verbesserungspotential. Wir haben ein weiteres Tool entwickelt, das erste Kunden bereits erfolgreich nutzen. Mit unserem Market Intelligence Produkt bieten wir ein besseres Verständnis der Bauwirtschaft. Es ermöglicht Nutzern sich über aktuelle Marktbewegungen zu informieren und bedeutende Trends noch vor der Konkurrenz zu identifizieren.

Wo steht Building Radar in einem Jahr?
Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung unserer Lösung. Zudem werkeln wir an Add-Ons im Produkt, die unseren Kunden die Arbeit mit den durch uns gefundenen Projekten leichter macht und Aufgaben aus dem Vertriebsprozess übernehmen. Unsere Mission für die nächsten zehn Jahre ist, dass wir Unternehmen befähigen neue Umsatzchancen zu entdecken und durch digitale Werkzeuge umzusetzen. Dementsprechend hoffen wir, dass wir in einem Jahr unserer Mission ein entscheidendes Stück nähergekommen sind und noch mehr Kunden erfolgreich mit Building Radar sind.

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#Gastbeitrag - Was der B2C-Onlinehandel vom B2B-Geschäft in der Kundenbindung lernen kann

Deutsche Startups - 31. March 2020 - 8:45

Auch im vergangenen Jahr konnte der Onlinehandel in Deutschland ein erneutes Wachstum verzeichnen. Wie die mittlerweile alljährliche Studie des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) Ende 2019 feststellte, lag das Branchenwachstum im Vergleich zum Vorjahr bei gut zwölf Prozent. Erstmalig wurde so die Umsatzgrenze von 70 Milliarden Euro geknackt. Alles in allem also rosige Zeiten für den deutschen E-Commerce? Es stimmt: Der Branche geht es gut. Doch in Zeiten, wo das nächste Angebot für Konsumenten nur einen Klick entfernt ist, dürfen insbesondere Online-Merchants im B2C-Segment ihre Bestandskunden nicht als selbstverständlich erachten. Der Wettbewerb wird härter. Obwohl bereits sechs Prozent abwandernde Kunden pro Monat den Kundenstamm für E-Commerce-Unternehmen innerhalb eines Jahres halbieren können, legen immer noch zu wenige den Fokus auf Kundenbindungsprogramme. Im B2B-Geschäft ist der Fokus auf Bestandskunden deutlich präsenter, da der Wert des einzelnen Kunden höher ist. Kundenbindung ist essentiell für den Unternehmenserfolg im B2B.

Während B2C-Onlinehändler einen Großteil ihres Marketingbudgets vor allem für die Neukundengewinnung aufwenden, zeigt die Realität, dass Bestandskunden mindestens genauso wichtig sind – wenn nicht gar wichtiger. Denn die Customer Retention, also die Fähigkeit, Besucher zum Wiederkauf zu bewegen, geho?rt neben Traffic, Conversion und der Warenkorbgro?ße zu den entscheidenden Umsatzfaktoren im E-Commerce. B2B-Unternehmen stellen die Customer Retention deutlich häufiger in den Mittelpunkt – auch, weil Upselling und Folgekäufe „günstigeren” Umsatz versprechen als die Neukundengewinnung allein. Ein Prinzip, das auch Gründer und Marketeers im B2C-Onlinehandel berücksichtigen sollten. Zufriedene Kunden sind gu?nstiger und leichter zu aktivieren, sie kehren zuru?ck und ta?tigen ha?ufiger Wiederka?ufe und bringen so mehr Umsatz und Gewinn. Im Ergebnis sorgen zufriedene Kunden durch ho?here Wiederkaufsraten und ho?here Warenkorbgro?ßen bei gleichzeitig niedrigen Investitionskosten fu?r einen positiven Return on Investment.

Retention als Umsatzgarant

Bei jedem Online-Merchant geht es unterm Strich immer um die alles entscheidende Frage: Wie lässt sich auf lange Sicht der Umsatz gezielt und nachhaltig steigern. Die Antwort darauf sind vier Faktoren – Traffic, Conversion, Warenkorb und die Retention. Die Praxis zeigt, dass Kundenbindung dabei der entscheidendste ist. Bereits eine nur geringfügig höhere Retention Rate kann den Umsatz im E-Commerce stark ansteigen lassen. Um also langfristig das Umsatzpotenzial im E-Commerce auszuschöpfen, ist es notwendig, möglichst viele Stammkunden zu halten und Neukunden durch erfolgreiche Bindungsmaßnahmen in Fürsprecher des eigenen Unternehmens zu verwandeln. Doch wie lässt sich die Customer Retention zufriedenstellend messen und basierend darauf ableiten, welche Maßnahmen getroffen werden müssen?

Die zentralen Customer-Experience-Metriken:

NPS
NPS steht für Net Promoter System und bezeichnet eine Umfragemethodik, die 2003 von der Unternehmensberatung Bain & Company zur Ermittlung und Verbesserung der Kundenzufriedenheit und -bindung entwickelt wurde. NPS zeichnet sich durch eine hohe Rücklaufquote aus und ermittelt sowohl qualitativ als auch quantitativ, mit welcher Wahrscheinlichkeit Kunden ein Produkt oder einen Service weiterempfehlen würden. Kunden werden hier – entsprechend ihrer abgegebenen Wertung – in Promotoren (Bewertung von 9-10), Passive (Bewertung von 7-8) und Detraktoren (Bewertung von 0-6) geclustert. Daraus errechnet sich der Net Promoter Score. Unzufriedene, potenziell abwandernde Kunden lassen sich so schnell erkennen, mit personalisierten Maßnahmen zurückzugewinnen und Abwanderungsgründe analysieren sowie Verbesserungen identifizieren. Promotoren können wiederum durch Loyalty-Programme noch stärker an die eigene Marke gebunden und im besten Fall als aktive Fürsprecher gewonnen werden. Bekannte Marken, die auf die NPS-Methodik setzen, sind beispielsweise Douglas, momox, Penta, ATU, Mister Spex, Foodspring, Carhartt oder Jochen Schweizer.

CSAT
CSAT steht für Customer Satisfaction Score. Mit ihm lässt sich die Kundenzufriedenheit anhand der ju?ngsten Interaktion erheben – oft ein Kauf oder ein Anruf aus dem Kundendienst. Der CSAT kann flexibel und individuell an die jeweilige Situation angepasst werden. Im CSAT-Format ko?nnen auch mehrere Fragen gestellt werden, deren Antworten dann fu?r einen zusammengesetzten CSAT-Score gewichtet werden. Dennoch ist es ratsam, die Umfrage einfach zu halten. Auch hier kann mit einer offenen Folgefrage gearbeitet werden, um den jeweiligen Touchpoint der Customer Journey genauer zu analysieren und Verbesserungspotenzial im Unternehmen zu identifizieren. 

CES
Der CES, abgekürzt für Customer Effort Score, wird auf einer numerischen Skala bewertet und fragt den Kunden: „Wie aufwendig war die Bearbeitung Ihrer Anfrage?”. Ziel ist es, die „Mu?helosigkeit” als wichtiges Attribut fu?r Kundenzufriedenheit zu ermitteln. Der CES wir oft im Kundenservice oder Support eingesetzt und ermo?glicht die Identifikation und Behebung von Hindernissen entlang der Customer Journey. Auch mit dem CES lassen sich Wiederkaufsraten voraussagen, was ihn zu einer wichtigen CX-Metrik macht und zu einer Grundlage fu?r die Steigerung des Customer Lifetime Values.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass B2C-Merchants insbesondere in puncto Kundenbindung von B2B-Unternehmen lernen können. Während B2C-Onlinehändler noch zu oft den Ansatz „Aus den Augen, aus dem Sinn” in Bezug auf ihre Kundschaft vertreten, haben B2B-Unternehmen verstanden, dass Customer Retention ein integrales Werkzeug für den nachhaltigen Unternehmenserfolg darstellt. Die Praxis zeigt, dass insbesondere E-Commerce-Unternehmen im B2C-Bereich Methodiken zur Messung von Kundenzufriedenheit und -bindung nutzen sollten. Die relevantesten Metriken sind hier NPS, CSAT und CES.

Über den Autor
Paul Schwarzenholz ist Mitgründer und Geschäftsführer von zenloop, einer Experience-Management-Plattform. Die SaaS-Lösung wurde 2016 von Schwarzenholz, Björn Kolbmüller und Lukasz Lazewski gegründet und sitzt mit rund 60 Mitarbeitenden in Berlin. Nach dem Abschluss seines Studiums in Business Administration an der HHL Leipzig Graduate School of Management startete Paul Schwarzenholz seine berufliche Karriere im Bereich Unternehmensberatung bei Bain & Company. Anschließend gründete er zusammen mit Björn Kolbmüller die Online-Parfümerie Flaconi, die erfolgreich an ProSiebenSat.1 verkauft wurde. 

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#StartupTicker - Ein Tool rund um Kurzarbeit, das jeder Gründer kennen sollte

Deutsche Startups - 30. March 2020 - 18:50

+++ Das Wuppertaler Startup Pinetco hat mit Libu haben ein extrem nützliches Tool in Sachen Kurzarbeit gebaut, das jeder Gründer kennen sollte! “Die Kurzarbeit kam für uns plötzlich und zum ersten Mal. Die Bundesagentur für Arbeit ist selbstverständlich überarbeitet und wir mussten uns selber durch alles durchwühlen. Mit Libu haben wir dann schnell Klarheit bekommen und konnten mit gutem Gewissen den Antrag und die damit notwendigen Dokumente vorbereiten und abschicken”, sagt Pinetco-Macher Pascal Kremp.

+++ Libu bietet zunächst einmal eine Schritt für Schritt Anleitung rund um das derzeitige Boomthema Kurzarbeit. Libu digitalisiert und automatisiert außerdem auch “die Erstellung der nervigen Abrechnungsliste 108”. “Um herauszufinden, wie sich Ihre Kosten mit Kurzarbeit verändern werden, müssen Sie nicht mehr auf den Steuerberater warten oder DATEV bedienen. Sie erstellen die notwendige Abrechnungsliste einfach digital und können Sie anschließend bei der Bundesagentur für Arbeit hochladen”, heißt es dazu auf der Website.

+++ “Von heute auf morgen haben wir gemerkt, dass unser Vertrieb durch den Coronavirus keine PS mehr auf die Straße bringen kann. Schnell war für uns klar, wir müssen zum ersten mal zur Kurzarbeit greifen. Libu hat uns dabei geholfen den Antrag schneller zu stellen”, sagt Patrick Schulz, Geschäftsführer von Road Heroes, über Libu. Das Tool ist für alle kostenlos. Dafür bekommt das Pinetco-Team von uns alle denkbaren Daumen nach oben.

+++ Im #StartupTicker tickert die Redaktion von deutsche-startups.de kurz und knapp, was in der deutschen Startup- und Digital-Szene so alles los ist.

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#DealMonitor - #EXKLUSIV Holtzbrinck setzt weiter auf Spring – btov Partners investiert in Headmade Materials

Deutsche Startups - 30. March 2020 - 16:55

Im aktuellen #DealMonitor für den 30. März werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Spring
+++ Erst-Investor Holtzbrinck Ventures investiert weiter in Spring, eine Gesundheitsplattform für Männer, das Medizinprodukte über Online-Apotheken vertreibt.Die Höhe des erneuten Investments ist leider nicht bekannt. Das Startup des Berliner Unternehmen Direct Health Service wurde von Manuel Nothelfer und Nico Hribernik gegründet. Zuvor investierten bereits SEK Ventures, die Investmentfirma der Flixbus-Gründer, und Mato Peric, ehemals Epic Companies und Rocket Internet, in die Jungfirma. #EXKLUSIV

Headmade Materials
+++ btov Partners investiert über seinen btov Industrial Technologies Fund in Headmade Materials. Das Unternehmen aus Würzburg ist im Segment Cold Metal Fusion unterwegs. “Durch die Vorteile unseres Cold Metal Fusion-Herstellungsverfahrens ist es nun erstmals möglich, auch komplexe mittlere und große Bauteilserien wirtschaftlich in der Additiven Fertigung herstellen zu können, wofür andere additive Herstellverfahren derzeit nicht in Betracht kommen. Dadurch erschließen sich Anwendern völlig neue Anwendungsgebiete und Möglichkeiten für konstruktive Lösungen”, teilt das Unternehmen mit. #EXKLUSIV

Flow Lab
+++ APX, der Frühphaseninvestor von Axel Springer und Porsche, die Unternehmensberatung IIC Solutions und drei Business Angel investieren 285.000 Euro in das Berliner Startup Flow Lab. Die Jungfirma, die 2018 von Jonas Vossler, David Jacob und Peter Schwarz gegründet wurde, entwickelt eine individuelle Mental-Trainings-App. “Das frische Kapital soll in die weitere Produktentwicklung, den internationalen Markteintritt und den Ausbau des Flow Lab-Teams fließen”, teilt das Startup mit.

talent::digital
+++ Der TechVision Fonds, die S-UBG Gruppe und drei Business Angel investieren in das Düsseldorfer Startup talent::digital. Das 2018 gegründete Unternehmen entwickelt “eine Plattform für Messung, Analyse und Upskilling von digitalen Kompetenzen, die sie sowohl in Pilotprojekten als auch über laufende Verträge bereits im Markt eingeführt hat”. Mit dem frischen Kapital soll “primär die Weiterentwicklung des Produktes sowie der Vertrieb ausgebaut und professionalisiert werden”.

EXITS

Keaz
+++ Wunder Mobility übernimmt Keaz, einen Technologieanbieter für Carsharing und Mietwagenvermietung. “Die Akquisition von Keaz ist eine direkte Reaktion auf die Bedürfnisse der Kunden nach mehr Optionen im Bereich der Vermietung, um die Fahrzeugauslastung zu erhöhen und die Kosten zu senken. Durch die Technologie von Keaz können Mietwagenfirmen, Autohäuser und andere Unternehmen, wie Bus- oder Taxiunternehmen, ihren Kunden über eine maßgeschneiderte App Zugang zu Fahrzeugen gewähren”, teilt das Unternehmen mit.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Umfrage - “Wir haben selbst erfahren, dass man sich gerne untereinander hilft”

Deutsche Startups - 30. March 2020 - 15:09

In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige Startup-Szene. Zahlreiche große und kleine Jungfirmen haben ihren Sitz in der Domstadt. Was aber ist in Köln einfacher als im Rest der Republik? Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

In Köln ist es aus unserer Sicht einfacher, mit Personen ins Gespräch zu kommen und das „Du“ wird schnell angeboten, was eine angenehme Atmosphäre schafft.d
Stanislav Grytsenko, AeroMates

Im Umkreis gibt es viele große Städte. Damit haben wir auf lokal begrenztem Raum viele Testmärkte, die wir für Gespräche mit Kunden und Partnern ganz einfach mit einer kurzen Bahnfahrt erreichen können.
Benedikt Kolbinger, snabBus

Schnell Kontakt zu finden. Der Rheinländer gilt generell als sehr kommunikativ und gastfreundlich. Und diese Eigenschaft hat sich auch auf die Zugezogenen längst übertragen.
Harald Meurer, Creative Shopping

Ich bilde mir ein, dass in Köln die erste Kontaktaufnahme zu potenziellen Geschäftspartnern ein bisschen einfacher funktioniert und es vielleicht ein bisschen weniger steif ist als im Rest der Republik. Man hilft sich und stellt sehr unkompliziert Kontakte her. Aber vielleicht liegt das auch einfach an unserer Herkunft.
Timo Bäcker, Swarm Protein

Durch die überschaubaren Strukturen und die Offenheit ist es in Köln sicher einfacher einen Zugang in Gründer- und Startup-Netzwerke zu erhalten. Wir haben selbst erfahren, dass man sich gerne untereinander hilft. Dies ist natürlich vor allem in der Gründungsphase sehr hilfreich und wir sind dankbar für die zahlreichen Unterstützer!
Tino Engelmann, Pinkbus

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Interview - “Anfangs habe ich nebenbei studiert und die Pakete zur Post gebracht”

Deutsche Startups - 30. March 2020 - 12:51

Das junge Duisburger Startup Ofrieda verkauft Hundefutter aus Insekten. “So helfen wir Hundebesitzern ihren Hund mit gutem Gewissen zu füttern. Insektenprotein ist besonders verträglich und eignet sich daher auch für die vielen Hunde, die unter Futterallergien leiden. Außerdem sind sie eine nachhaltige Alternative zu Fleisch. Bei jeder Fütterung spart man zum Beispiel sechs Badewannen Wasser ein”, sagt Gründer Felix Bierholz, der die Jungfirma 2017 ins Leben gerufen hat. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Bierholz nun einmal über Mehlwürmer, Logistik und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Ruhrgebiet.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Ofrieda erklären?
Normales Hundefutter ist leider weder besonders gesund noch nachhaltig. Ich dachte mir, das muss doch besser gehen. Deswegen habe ich mein Startup Ofrieda gegründet. Mit Ofrieda stelle ich Tiernahrung auf Basis von Insekten her. So helfen wir Hundebesitzern ihren Hund mit gutem Gewissen zu füttern. Insektenprotein ist besonders verträglich und eignet sich daher auch für die vielen Hunde, die unter Futterallergien leiden. Außerdem sind sie eine nachhaltige Alternative zu Fleisch. Bei jeder Fütterung – 250 g Trockenfutter – spart man zum Beispiel sechs Badewannen Wasser ein. So haben wir echte Problemlöser entwickelt, die den Hunden helfen und zudem noch richtig lecker sind.

Hat sich euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Wir wollten von Anfang an ein Gegenentwurf zum herkömmlichen Hundefutter sein. Diesem Konzept sind wir treu geblieben und haben es im Laufe der Zeit sogar noch stärker in den Fokus gerückt. Wir hatten keine Lust mehr auf den Einheitsbrei im Hundefutter-Regal. Das spiegelt sich in besonderer Weise in der Auswahl unserer Zutaten wieder. Wir bieten unseren Kunden eine sehr verträgliche und zugleich nachhaltige Alternative zu Fleisch. Unser Motto lautet übrigens “Trau dich, anders zu sein”.

Wie ist überhaupt die Idee zu Ofrieda entstanden?
Begonnen hat das Projekt während des Studiums in Bochum. Ich habe zusammen mit einem Gaststudenten aus China in einer WG gewohnt. An den Abenden haben wir oft gemeinsam gekocht und uns über die verschiedenen Esskulturen unterhalten. So kamen so auf das Thema Insekten. Ich habe gelernt, dass Grillen, Mehlwürmer und Co. nicht nur nachhaltig und nährstoffreich sind, sondern auch köstlich schmecken können. Seitdem hat mich die Faszination für Insekten nicht mehr losgelassen. Als ich erfahren habe, dass ein mittelgroßer Hund durchschnittlich dreimal soviel Fleisch verschlingt wie ein Mensch, kam mir die Idee mit dem Hundefutter. Ich wollte schon immer einer Arbeit mit Sinn nachgehen. Heute habe ich die Möglichkeit mit meinem Futter einen Mehrwert für Tier, Mensch und Umwelt zu schaffen. Das ist wirklich großartig.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Unsere Hundenahrung ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit nicht ausschließen. Wir haben es geschafft ein wettbewerbsfähiges Produkt zu entwickeln, dass für viele Kunden eine echte Alternative zum herkömmlichen Futter mit Fleisch ist. Wir sind zudem ein sehr schlankes Unternehmen. Unsere Logistik ist ausgelagert und bei der Produktion arbeiten wir eng mit einem traditionellen Familienbetrieb aus Deutschland zusammen. Der Vertrieb läuft größtenteils über unseren eigenen Onlineshop sowie die Drogeriekette Müller. Ein wirkungsorientierter Umgang mit Geld ist darüber hinaus fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Bei uns geht es nicht nur um Gewinnmaximierung, sondern vor allem um das Wohl des Hundes und einen verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Umwelt.

Wie hat sich Ofrieda seit der Gründung entwickelt?
Wir haben mit unserem Startup sehr klein angefangen. Anfangs habe ich noch nebenbei studiert und zum Beispiel die Pakete persönlich zur Post gebracht. Mittlerweile haben wir einen großen Kundenstamm und viele Abläufe sind automatisiert. Das erlaubt uns auch mit einem kleinen Team die steigende Nachfrage zu bedienen.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Ofrieda inzwischen?
Unsere Hundenahrung ist alleine in Deutschland in mehr als 500 Filialen im Einzelhandel verfügbar. Der Fokus liegt aber weiterhin auf unserem Onlineshop. Online verkaufen wir mehrere Tonnen Hundefutter im Monat, Tendenz steigend.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Die Wahl des Markennamens. Zu Beginn meines Startups lag der Schwerpunkt besonders auf der Produktentwicklung. Das hatte zur Folge, dass der Markenaufbau etwas vernachlässigt wurde. Nach etwa einem Jahr wurde mir klar, dass Änderungen nötig wurden. Unter anderem habe ich den Markenname von Futterzeit in Ofrieda geändert. Das war nach über einem Jahr natürlich nicht leicht. Der Domainwechsel hat sich negativ auf unser SEO-Ranking ausgewirkt und auch einige Kunden waren über die Namensänderung verwundert.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Auch wenn die Umsetzung des Rebrandings nicht leicht war, so war es sicherlich eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Mit der neuen Marke Ofrieda grenzen wir uns nun deutlicher von den konventionellen Futterherstellern ab. Wir haben seitdem ein neues Design, welches bei unseren Kunden extrem gut ankommt. Wirft man einen Blick auf unsere Verpackung, so erkennt man sofort, dass es sich um ein ganz besonderes Futter handeln muss. Das hat sich zum Beispiel positiv auf die Anzahl der Neukunden ausgewirkt.

Wo steht Ofrieda in einem Jahr?
In Zukunft möchten wir auch Katzen den Genuss der Insekten nicht länger vorenthalten. Deswegen entwickeln wir zurzeit neue Produkte. Wir planen mit einem gesunden Wachstum und möchten auch im kommenden Jahr die erste Anlaufstelle für insektenbasierte Tiernahrung sein.

Reden wir zudem noch über das Ruhrgebiet. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für das Ruhrgebiet als Startup-Standort?
Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist gut vernetz und hat eine lebendige Startups-Szene. Neben Duisburg sind wir auch häufig in Düsseldorf und Köln unterwegs. In NRW ist das Gründerstipendium ein guter Anreiz um hier seine Vision zu verwirklichen. 1.000 Euro im Monat, welche man aus der Landeskasse erhält, können einem gerade in der Anfangszeit sehr weiterhelfen.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Duisburg aus?
Besonders als Impact-Startup ist man in Duisburg gut aufgehoben. In der Impact Factory Duisburg treffen beispielsweise Startups aus der Green & Social Economy auf Innovatoren aus Universitäten, Unternehmen und der Gesellschaft, um heute an Lösungen für morgen zu arbeiten. Das ist ein sehr inspirierendes Arbeitsumfeld.

Was ist in Duisburg einfacher als im Rest der Republik?
An Rhein und Ruhr leben etwa 10 Millionen Menschen. Dadurch ist es leicht neue Kontakte zu knüpfen. Man findet hier wirklich unglaublich viele kreative Leute. Durch die großen Unis fehlt es auch nicht an qualifiziertem Personal sowie Know-How. Außerdem sind im Ruhrgebiet die Mieten günstig, sodass man sich gerade in der Anfangszeit gut durchschlagen kann.

Was fehlt in Duisburg bzw. im Ruhrgebiet noch?
Vieles befindet sich hier noch im Aufbau und Duisburg hat sich als Gründerstadt noch keinen Namen gemacht. Daher fehlt es zum Beispiel noch an Startup-Events. Es werden zwar immer mehr, die Stadt kann beim Angebot aber noch nicht mit den großen Gründerstädten mithalten. Der Kontakt zu Investoren scheint hier auch schwerer zu sein, als etwa in Berlin. Aber wir sind der Überzeugung, dass sich hier in den nächsten Jahren eine Menge verändern wird.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Ruhrgebiet?
Erstens: Mehr Impact-Startups, welche die Welt von morgen gestalten möchten. Zweitens: Mehr Startups, die hier im Ruhrgebiet bleiben und nicht nach Berlin umsiedeln. Drittens: Ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl von den Regionen Rhein und Ruhr.

Themenschwerpunkt Ruhrgebiet

#Ruhrgebiet: Gemeinsam mit dem ruhr:HUB berichtet deutsche-startups.de regelmäßig über die Startup-Szene im Ruhrgebiet. Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Digital-Gründer – mehr im Startup Guide Ruhrgebiet. Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher” wiederum erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet.

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#Hintergrund - Ein Startup, das Langfingern das Leben schwer macht

Deutsche Startups - 30. March 2020 - 8:46

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Signatrix, früher als Cartwatch unterwegs. Das 2017 gegründete Startup bringt das Trendthema Künstliche Intelligenz in den Filial- und Handelsalltag. “Computer Vision für den Einzelhandel” lautet dabei das Buzzwort! Das Unternehmen wurde von Philipp Müller, Christoph Schwerdtfeger und Felix Müller gegründet. Articon-Integralis-Gründer Alfred Bauer, Gerhard Berger und der Berliner Kapitalgeber b10 investierten bereits in Signatrix.

“Die Idee ist vermeintlich simpel: Das Signatrix-System erkennt, ob sich gerade jemand mit einem vollen Einkaufswagen aus dem Staub macht – ohne vorher zu bezahlen. Das passiert in deutschen Supermärkten häufiger als wir erst angenommen haben. Die großen Supermarkt-Ketten verlieren jedes Jahr 1,3 % ihrer Umsätze aufgrund von Diebstählen. Bei durchschnittlichen Margen von 1,5 bis 3 % fällt dies durchaus schwer ins Gewicht”, schreibt Henri Kühnert von b10. Dennoch investierte der junge Geldgeber zunächst nicht in das Startup! “Als uns das Team im Januar vergangenen Jahres zum ersten Mal davon erzählte, haben wir sie abblitzen lassen”. Später kam den Hauptstädtern dann doch die Erkenntnis, dass Diebstahl-Prävention ein spannendes Thema sein könnte.

Schon im Juli 2018 erklärte Signatrix-Mitgründer Schwerdtfeger deutsche-startups.de das Konzept des Startups ausführlich: “Wir haben eine Lösung auf Basis von künstlicher Intelligenz und Deep Learning in Verbindung mit Bildverarbeitung entwickelt, die verhindern soll, dass Ware ungesehen im Einkaufwagen aus dem Laden geschoben werden kann. Cartwatch lernt ähnlich wie der Mensch, erkennt volle und leere Einkaufswagen, unterscheidet zwischen Ware und harmlosen Inhalten, verfolgt diese optisch und löst beim Überschreiten einer unsichtbaren Grenze einen Alarm aus. Die Technologie kann damit sowohl im Eingangsbereich verwendet, als auch in Warenschutzsysteme am Kassenbereich integriert werden”.

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#StartupTicker - tausendkind schlittert in die Insolvenz

Deutsche Startups - 27. March 2020 - 19:16

+++ Das Berliner Grownup tausendkind, ein Shop für Baby- und Kinderartikel, ist insolvent. “Zur Verhinderung nachteiliger Veränderungen in der Vermögenslage der Schuldnerin bis zur Entscheidung über den Antrag wird am 27.03.2020 um 11:30 Uhr angeordnet (§§ 21, 22 InsO): 1. Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrestes oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO). 2. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Herr Rechtsanwalt Jesko Stark, Potsdamer Platz 1, 10785 Berlin, bestellt”, heißt es im Handelsregister zur Insolvenz (Aktenzeichen: 36t IN 1924/20).

+++ Im März 2018 trumpfte das Berliner Unternehmen zuletzt groß auf. Damals verkündeten die Hauptstädter eine Investment- und Debtfinanzierung in Höhe von 15 Millionen Euro. Im September des vergangenen Jahres befand sich das Grownup dann im sogenannten Pay to play-Modus. Das Stammkapital des Unternehmens wurde dabei um 191.846 Euro auf 746.157 Euro erhöht. Kurz darauf investierte Elkstone weiter in die Jungfirma, die 2010 von Anike von Gagern und Kathrin Weiß gegründet wurde.

+++ 2018 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 28,9 Millionen Euro – nach 24,9 Millionen im Vorjahr. “Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich daher ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -5.893 TEUR nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr in Höhe von -6.396 TEUR”, heißt es im Jahresabschluss für 2018 weiter.  “Zum Bilanzstichtag ist die Gesellschaft bilanziell überschuldet. Die Geschäftsführer gehen von der Fortführung des Unternehmens aus. Mittelfristig ist der weitere Fortbestand des Unternehmens von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsatzerlöse abhängig, um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft bis mindestens Ende 2020 sicher zu stellen”.

+++ Rund 24 Millionen flossen in den vergangenen Jahren in tausendkind. Der Bilanzverlust summierte sich zuletzt auf rund 30,6 Millionen. Im Jahresdurchschnitt waren 2017 rund 109 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Hintergründe zur Insolvenz sind bisher nicht bekannt. Nach Informationen von deutsche-startups.de platzte gerade eine Finanzierungsrunde bei tausendkind.

+++ Im #StartupTicker tickert die Redaktion von deutsche-startups.de kurz und knapp, was in der deutschen Startup- und Digital-Szene so alles los ist.

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#DealMonitor - DataGuard bekommt 20 Millionen – Avaloq Ventures investiert in Assetmax

Deutsche Startups - 27. March 2020 - 16:55

Im aktuellen #DealMonitor für den 27. März werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

DataGuard
+++ Der Londoner Wachstumsinvestor One Peak investiert 20 Millionen US-Dollar in DataGuard. Die 2017 gegründete Münchner Jungfirma, das über 100 Mitarbeiter beschäftigt, positioniert sich als “Datenschutz- und Compliance-Unternehmen”. Das Startup “analysiert über seine proprietäre Softwareplattform die Datenverarbeitung seiner Kunden, dokumentiert Kern- und Standardprozesse, schult Mitarbeiter und unterstützt bei der Abwicklung von Datenschutzverstößen, Datenschutzprüfungen und Betroffenenanfragen”. Das Unternehmen wird von Thomas Regier und Kivanc Semen geführt.

Assetmax
+++ Avaloq Ventures, der Investment-Arm von Avaloq, investiert in das Fintech Assetmax. Das 2013 von Massimo Ferrari in Zürich gegründete Unternehmen positioniert sich als Wealth Management Platform. Assetmax bietet Vermögensverwaltern und Banken eine IT-Plattform für die Bereiche Compliance, Portfoliomanagement sowie für Front-Office-Funktionen und das Gebührenmanagement. Zuvor investierte bereits Credit Suisse in das Startup.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Gastbeitrag - Wie Unternehmen sich in der Corona-Krise bestmöglich positionieren

Deutsche Startups - 27. March 2020 - 13:05

Die globale Krise um Covid-19 hat ein unvorhersehbares Ausmaß angenommen: unsichere Aktienmärkte, Umsatzverluste bei lokalen, nationalen und globalen Firmen sowie wackelnde Geschäftsmodelle in allen Industrien. Gerade für Kommunikationsverantwortliche bedeutet dies eine einzigartige Herausforderung, die ihnen Tempo, Transparenz und Taktgefühl abverlangt – bei der internen Kommunikation sowie bei der Ansprache von Kunden, Partnern und anderen Stakeholdern. Jetzt nicht zu kommunizieren führt zu Skepsis und kann sich kontraproduktiv auswirken und in Vertrauensverlust und sogar wesentlichen Geschäftseinbußen resultieren. 

Das ABC für die Kommunikation in Krisenzeiten 

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Unternehmen aktuell noch zurückhaltend zum Coronavirus kommunizieren, fast 60 Prozent haben dieses Thema noch nicht öffentlich besprochen. Doch gerade jetzt gilt: Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und Vertrauen in das Unternehmen stärken. Dabei haben Kommunikationsexperten folgende Parameter zu beachten:

Aktualität prüfen

Was in diesem Moment richtig ist, kann im nächsten schon wieder an Richtigkeit verloren haben. Die Berichterstattung zu Corona und deren Auswirkung auf bestimmte Marktsegmente muss also stetig analysiert und womöglich immer wieder in einen neuen Kontext gesetzt werden. Eine neutrale, sachliche und faktisch überprüfte Bearbeitung der Informationsflut ist unabdingbar, um die Position des Unternehmens bewusst zu hinterfragen, die eigene Positionierung zu begründen und diese gegebenenfalls sogar zu korrigieren sowie Kommunikationsmaßnahmen davon abzuleiten. Die Bestätigung von Quellen und eine gute Beziehung zu Journalisten, Influencern, Interessenverbänden und weiteren Multiplikatoren ist essentiell, um zum einen schnell und angemessen auf aktuelle Diskussionen mit eigenen Statements, Interviews und Informationen reagieren zu können und zum anderen Falsch-Aussagen widerlegen zu können, die sich in solchen Zeiten schnell verbreiten. Dies gilt auch für die interne Kommunikation in Unternehmen. Kommunikation sollte Empfänger stets inhaltlich abholen (Ratio) und zudem überzeugen (Emotion). Dabei darf die permanente Auswertung der Berichterstattung über die eigene Person, das eigene Unternehmen und den Industriezweig nicht außer Acht gelassen werden. Es kann sogar über Erfolg und Misserfolg entscheiden, denn: Ein täglicher Gesamtbericht hilft nicht nur dem Management dabei, richtige Entscheidungen zu treffen und Risiken rechtzeitig zu erkennen. In dynamischen Zeiten müssen Unternehmen auf Unerwartetes vorbereitet sein und sofort reagieren können.

Botschaften definieren 

Der Kommunikations- bzw. Krisenplan: Hierfür müssen Botschaften definiert und Handlungsmaßnahmen klar formuliert werden. Er ist als Kompass zu verstehen, der durch eine Krise und unterschiedliche Szenarien navigiert. Zusätzlich vermittelt dieser Plan einen Konsens darüber, was im Zeitraum X notwendig ist. Investoren, Kundengruppen und Mitarbeiter müssen mit klaren Botschaften über die Ereignisse im Ökosystem des Unternehmens und der Industrie in Kenntnis gesetzt werden. Um dies sicherzustellen, bietet es sich an, vorab zu definieren, wer Absender einer Botschaft ist, denn jede Botschaft braucht im Idealfall auch ein Gesicht. Die Zusammenarbeit mit Experten, Markenbotschaftern, Key Opinion Leadern aber auch einzelnen Mitarbeitern ist ausschlaggebend für die Authentizität und Wirksamkeit von Aussagen. Somit hat gezieltes Personal Branding von Personen im Unternehmen einen positiven Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und die Außenwahrnehmung. Wer die Absender von Botschaften kennt und gut vorbereitet, kann auch entsprechende Empfänger besser definieren und passende Kommunikationskanäle für die Verbreitung von Informationen bestimmen.

Unternehmen stehen (aktuell) unter hohem Druck, mit Unsicherheiten zu planen und auf unvorhersehbare Ereignisse zu reagieren. Wer seine Interessengruppen über Geschäftsentwicklungen transparent informiert, für den gilt: Nur Redenden kann auch geholfen werden. Das gilt besonders in Krisensituationen. Unternehmen, die direkt vom COVID-19-Ausbruch betroffen sind, sollten ihre Kunden zudem über Verzögerungen informieren und mitteilen, wie sie z.B. mit Unterbrechungen von Lieferketten umgehen. Zahlreiche Unternehmen sehen sich daneben aktuell gezwungen, ihre geplanten Veranstaltungen abzusagen oder in den virtuellen Raum zu verlegen. Die Nachfrage nach kurzfristig bereitgestellten Konzepten für den Online-Auftritt, Social-Media-Content wie Tutorials oder nach Community-Management steigt daher stetig. Aber auch hier gilt: Nur auf Basis von klaren Richtlinien kann eine Strategie effektiv umgesetzt und die Öffentlichkeit getragen werden.  

Chancen nutzen 

Wer zu tief im Tagesgeschäft verhaftet ist, sollte möglichst frühzeitig die Hilfe von professionellen Kommunikationsexperten zu Rate ziehen. Denn: Konzepte für eine Krisen-Kommunikation werden im  besten Falle stets vor der eigentlichen Krise entwickelt. Dabei geht es nicht nur um Inhalte, Werte und Botschaften, sondern um Abläufe, Prozesse und Verantwortlichkeiten. Mit anderen Worten: Es geht darum, vorbereitet zu sein und darum, passenden Content entwickeln zu können. Wer sich hier zu lange Zeit lässt, verliert Vertrauen und Vertrauen lässt sich nur schwer (zurück-)gewinnen. Nicht zuletzt birgt eine Krise auch immer die Chance, sich als kompetenter Partner zu positionieren und sein Angebot den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. In Zeiten von Corona sehen wir, wie essentiell es ist, den Weg in die Digitalisierung zu wagen. Zeit für Experimente bleibt jedoch nicht: Mit erfahrenen Partnern können und müssen jetzt traditionelle Strukturen aufgebrochen und dem Zeitgeist angepasst werden. Das bringt häufig eine Unsicherheit und per Natur lösen Unsicherheiten Angst aus. Genau hier muss die Arbeit von Kommunikationsexperten ansetzen: Mit Inhalten schlagen sie eine Brücke zu neuen Themenfeldern und lösen viel mehr Begeisterung für neue Herausforderungen aus. 

TippPR-Spezialisten und ihre Strategien in Krisenzeiten & Startups: Von einer Krise ist die nächste Krise & Wenn eine Insolvenz droht – in der Krise Ruhe bewahren

Über den Autor
Tilo Bonow ist Gründer und CEO von der Kommunikationsagentur PIABO PR, dem führenden Full-Service-PR-Partner der Digitalwirtschaft mit Sitz in Berlin. PIABO erzielt international herausragende Medienpräsenz für seine Kunden aus den Bereichen E-Commerce, TravelTech, FinTech, HR-Tech, HealthTech, Blockchain, Consumer Electronics, IoT, Artificial Intelligence, AR/VR, Security, Big Data, Greentech und SaaS/Cloud. Das Leistungsspektrum des multidisziplinären Beraterteams umfasst Public Relations und Social Media sowie Content Marketing und Influencer Programs. Als strategischer Partner unterstützt PIABO seine Kunden aktiv beim Erreichen ihrer lokalen und globalen Wachstumsziele. 

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