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Aktualisiert: vor 6 Stunden 28 Minuten

Weltrisikobericht: In diesen Ländern ist es am wahrscheinlichsten, bei einer Naturkatastrophe zu sterben!

vor 6 Stunden 45 Minuten

Naturkatastrophen tragen ihren Namen, weil sie sich nicht verhindern lassen. Japan beispielsweise gehört zu den reichsten Nationen der Welt und muss trotzdem mit regelmäßigen Erdbeben leben. Allerdings können die Folgen einer solchen Katastrophe zumindest abgemildert werden – etwa durch den Bau von erdbebensicheren Gebäuden. Das „Bündnis Entwicklung Hilft“ gibt daher bereits seit einigen Jahren den sogenannten Weltrisikobericht heraus. Dieser soll aufzeigen, wie wahrscheinlich es für die Einwohner ist, an den Folgen einer Naturkatastrophe zu sterben. Von Bedeutung sind dafür vor allem zwei Faktoren: Wie oft es zu solchen Ereignissen kommt und welche Infrastruktur im Fall der Fälle zur Verfügung steht. Das Ergebnis: Besonders gefährdet sind Inselstaaten sowie Nationen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen.

Quelle: Weltrisikobericht Das sind die zehn risikoreichsten Länder der Welt:

1. Vanuatu (50,28)
2. Tonga (29,42)
3. Philippinen (25,14)
4. Salomonen (23,29)
5. Guyana (23,23)
6. Papua Neuguinea (20,88)
7. Guatemala (20,60)
8. Brunei Darussalam (18,82)
9. Bangladesch (17,38)
10. Fidschi (16,58)

Der in Klammern angegebene Indexwert liegt bei allen Ländern deutlich oberhalb der Grenze von 10,44. Ab diesem Wert wird das Risiko von den Forschern als sehr hoch eingestuft. Eine wichtige Rolle bei der Bewertung spielte die zur Verfügung stehende Infrastruktur: Gibt es ausreichend Straßen und Flughäfen, damit die Leute sich in Sicherheit bringen können? Ist das Gesundheitssystem für den Katastrophenfall gewappnet? Und: Wie sieht es mit der für die Rettungsarbeiten so wichtigen Elektrizität im Fall einer Naturkatastrophe aus? Solche und ähnliche Fragen können im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.

Am sichersten ist es auf der arabischen Halbinsel

Blickt man an das andere Ende der Auflistung, befindet sich dort das Emirat Katar als sicherster Ort der Welt. Dies ist wenig überraschend: Zum einen ist in der Region nicht oft mit besonderen Naturereignissen zu rechnen. Zum anderen wurde mit den Ölmilliarden die Infrastruktur extrem gut ausgebaut. Ähnliches gilt für das zwei Plätze darüber platzierte Saudi-Arabien. Aber auch Deutschland liegt mit einem Indexwert von 2,42 noch im Bereich der „sehr geringen“ Gefahr – auch wenn dies nur für Platz 155 von 171 reicht. Die Autoren der Studie ordnen ihre Ergebnisse zudem in einen größeren Rahmen ein: Ihrer Interpretation der Ergebnisse zufolge, spielt der Reichtum eines Landes noch immer eine deutlich zu große Rolle bei der Frage, wie wahrscheinlich es ist, während und im Anschluss an eine Naturkatastrophe zu sterben. Ändern ließe sich dies nur durch einen Ausbau der entsprechenden Entwicklungshilfe.

Via: Weltrisikobericht

Tödliche Infektionskrankheit: Warum die Weltgemeinschaft den Kampf gegen die Malaria verliert!

vor 8 Stunden 53 Minuten

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ein konkretes Ziel benannt: Bis zum Jahr 2030 soll die Zahl der Malaria-Erkrankungen um neunzig Prozent reduziert werden. Einige Jahre lang sanken die Neuansteckungen tatsächlich kontinuierlich. Nun ist aber im zweiten Jahr in Folge eine unerfreuliche Trendwende zu beobachten: Die Malaria breitet sich wieder verstärkt aus. Die Experten der WHO schlagen daher Alarm und fordern deutlich mehr Geld. Aktuell stehen demnach rund 3,1 Milliarden Euro jährlich zur Verfügung. Nötig wäre aber in etwa die doppelte Summe. Schaut man sich die einzelnen Länder in den Malaria-Risikogebieten genauer an, stellt man zudem fest, dass der Erfolg im Kampf gegen die Tropenkrankheit sehr unterschiedlich ausfällt. Dies bedeutet aber auch: Völlig hoffnungslos ist die Lage nicht.

Die Anopheles-Mücke überträgt Malaria und wird durch menschlichen Schweißgeruch angelockt. Wie kann die Ausbreitung der Krankheit gestoppt werden?

Eine Impfung gibt es bisher nicht. Stattdessen nehmen Reisende oft eine Malaria-Prophylaxe ein. Diese ist aber nicht ohne Nebenwirkungen und vergleichsweise teuer. Der beste Schutz ist es daher, sich – insbesondere nachts – vor Mückenstichen zu schützen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass alleine durch die Nutzung von Mückennetzen über dem Bett die Gefahr einer Ansteckung massiv reduziert werden kann. Zusätzlich kann die Zahl der übertragenden Insekten reduziert werden. Teilweise werden in Hochrisikogebieten daher spezielle Gase versprüht, die möglichst viele der Mücken abtöten sollen. Zukünftig könnte zudem die Forschung helfen: Wissenschaftler experimentieren mit Methoden, bei denen die DNA der Tiere so verändert wird, dass sie keine Malaria mehr übertragen. Auch an einer Malaria-Impfung wird bereits geforscht.

Welche Länder sind beim Kampf gegen die Malaria erfolgreich?

Grundsätzlich lässt sich eine Unterscheidung zwischen armen und reichen Ländern treffen. In Südamerika und in einigen wohlhabenden asiatischen Staaten ist die Tropenkrankheit weitgehend unter Kontrolle. Ärmere Länder mit schlechter Infrastruktur und einem nicht so gut ausgebauten Gesundheitssystem haben hingegen mehr Probleme. Doch auch hier gibt es positive Beispiele: So konnte die Zahl der Ansteckungen in Äthiopien, Ruanda, Indien und Pakistan deutlich reduziert werden. Dies ist kein Zufall: Die zuständigen Behörden haben jeweils gezielte Programme zum Schutz der Bevölkerung aufgelegt – etwa indem verstärkt Mückennetze verteilt oder Chemiemittel gegen Mücken eingesetzt wurden. Diese Beispiele zeigen also, dass auch mit vergleichsweise geringen Mitteln schon viel erreicht werden kann.

Wo droht der Kampf gegen die Malaria verloren zu gehen?

Vor allem in bevölkerungsreichen afrikanischen Staaten wie Nigeria und dem Kongo ist die Zahl der Neuerkrankungen zuletzt aber wieder deutlich gestiegen. Dies liegt allgemein betrachtet an der schlechten finanziellen Ausstattung der jeweiligen Gesundheitssysteme, schlechter Regierungsführung sowie der Armut der Bevölkerung. Konkret zeigt sich dies an einem Beispiel: Selbst in den am meisten betroffenen Gebieten in Afrika schläft nur rund die Hälfte der Menschen unter einem Mückennetz. Die Weltgesundheitsorganisation hat daher nun ein Programm gestartet, um diese Länder gezielt zu unterstützen. Konzentriert werden sollen die Mittel in zehn Ländern: Nigeria, Kongo, Mosambik, Burkina Faso, Kamerun, Ghana, Mali, Niger, Uganda und Tansania. Um wirklich erfolgreich zu sein, muss die Weltgemeinschaft zuvor aber bereit sein, zusätzliche finanzielle Mittel bereit zu stellen.

Via: Der Spiegel

Medizin: Kann Autismus per Speichelprobe diagnostiziert werden?

19. November 2018 - 20:55

Selbst ausgewiesene Experten haben es nicht immer leicht, wenn es darum geht, bei Kleinkindern eine Autismus-Spektrum-Störung zu diagnostizieren. Zwar existieren typische Auffälligkeiten in Kommunikation und Verhalten, aber diese treten nur unterschiedlich stark auf und sind nicht immer definitiv. Ein Team um den Kinderarzt Steven Hicks vom Penn State College of Medicine hat sich auf die Suche nach zuverlässigeren Biomarkern gemacht und einen Weg gefunden, die Autismus-Spektrum-Störung mittels einer Speichelprobe von anderen Störungen abzugrenzen.

Symbolbild Forscher sagen Diagnose mit 85 Prozent Genauigkeit voraus

Für ihre Studie entnahm das Team jeweils drei Speichelproben von mehr als 450 Kindern im Alter von anderthalb bis sieben Jahren. Anschließend analysierten sie die darin enthaltenen Ribonukleinsäuren (RNA), Molekülketten, die dabei helfen, den genetischen Code in Proteine zu übersetzen. Die Forscher teilten die Proben in zwei Gruppen: Sie entwickelten ein Klassifikationsmodell, das zwischen Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung, anderen Entwicklungsstörungen sowie Kindern ohne Diagnose unterscheiden sollte. Um dieses Modell zu testen, wendeten sie es dann auf die verbliebenen Proben aus dem Testset an.

Dabei gelang es dem Team, in 85 Prozent der Fälle von dem RNA-Profil in den Proben auf die vorliegende Diagnose zu schließen. Das Testset enthielt 50 Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung, von denen 41 über die Speichelprobe identifiziert werden konnten. Dabei verwendeten die Forscher insgesamt 32 RNAs, von denen viele zu körperlichen Funktionen beitragen, die mit den Auffälligkeiten bei Autismus-Spektrum-Störungen verbunden sind.

Die Forscher betonen, dass ihre RNA-Profile nicht geeignet sind, um als alleiniges Diagnose-Tool zu dienen. Vielmehr soll die vorhandene Diagnostik durch die neue Methode ergänzt werden und vor allem dazu beitragen, Autismus-Spektrum-Störungen von anderen Entwicklungsstörungen zu unterscheiden. Als nächstes soll die Genauigkeit der Methode weiter untersucht werden – auch in anderen Regionen der Welt, da auch Umwelt und Ernährung die Mikroben im Speichel beeinflussen können.

The Boring Company: Wie Elon Musk lokale Vorschriften umgeht

19. November 2018 - 19:30

Elon Musk mag den Berufsverkehr nicht sonderlich. Tatsächlich geht die Abneigung des Tesla-CEO sogar soweit, dass er mit „The Boring Company“ ein Unternehmen gegründet hat, das Tunnel bohrt, die den Menschen helfen sollen, den Berufsverkehr zu umgehen – wenn es nicht gerade Flammenwerfer verkauft. Bei seinem Unterfangen hält Musk es mit lokalen Vorschriften aber eher locker. Sogar so locker, dass die Menschen, unter deren Häusern er seine Tunnel bohrt, teilweise weder benachrichtigt geschweige denn um Erlaubnis gebeten wurden.

Bild: Elon Musk Tunnelbau im Schnellverfahren

Bereits im Mai berichtete The Outline, dass Musk vom LA County offenbar die Erlaubnis erhalten hatte, sich beim Bau der Tunnel lediglich auf selbst durchgeführte Umweltstudien zu verlassen. Außerdem hat das County die Tunnel statt jeden als ein großes Projekt zuzulassen offenbar in kleine Abschnitte aufgeteilt, die jeweils einzeln zugelassen wurden. So konnte The Boring Company in Hawthorne, einem Vorort von Los Angeles, Tunnel bohren, ohne dass die Anwohner bzw. die Community benachrichtigt oder um Erlaubnis gebeten wurden. Die meisten Anwohner erlangten von dem Tunnelbau erst Mitte 2018 Kenntnis, und das aus Zufall. Die Bauarbeiten begannen bereits 2017.

In den von The Boring Company gebohrten Tunnel sollen eines Tages Pods, die Autos und Passagiere transportieren, auf elektrischen Schienen unterwegs sein. Elon Musk sieht in derartigen Systemen die Zukunft des Transportwesens und hat versprochen, die Tunnelbautechnologie zu revolutionieren. Seinen Fans sowie den Stadtverwaltungen gefällt das – unter anderem deshalb hat die Verwaltung von Hawthorne die Pläne von Musk so problemlos genehmigt.

The Boring Company informierte spät

The Boring Company selber informierte die Anwohner erst, als einige von ihnen Mitte 2018 Wind von der Sache bekamen. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen Briefe an einige Anwohner versendet und öffentliche Treffen veranstaltet. Zu diesem Zeitpunkt war der Tunnel unter den Straßen von Hawthorne allerdings bereits so gut wie fertig. Solch ein Vorgehen, da sind sich viele Beobachter einig, wäre nicht möglich gewesen, wenn Hawthorne ein Wohnort für Menschen mit hohem Einkommen statt hauptsächlich für die ärmere Bevölkerung wäre. Als Musk mit The Boring Company versuchte, einen Tunnel unter einem reicheren Viertel in West LA zu bauen, fing das Unternehmen sich prompt mehrere Klagen ein, was dazu führte, dass das Projekt vorübergehend eingestellt werden musste.

Längst nicht alle Einwohner von Hawthorne sind gegen den Tunnelbau. Die Kollegen von The Atlantic haben mit ihnen gesprochen und einen längeren Artikel über das Thema geschrieben. Aber dennoch hinterlässt es einen faden Beigeschmack, dass der Bau des Tunnels unter der Gemeinde scheinbar vor allem deshalb so gut möglich war, weil die Wahrscheinlichkeit, dass die Einwohner es sich leisten können, gerichtliche Schritte zu ergreifen, so gering war.

Medizin: Erstmals wurde eine Parkinson-Patient mit Stammzellen behandelt

19. November 2018 - 17:49

Ein 50-jähriger Mann in Japan hat als weltweit erster Parkinson-Patient neue Nervenzellen aus induzierten pluripotenten Stammzellen ins Gehirn verpflanzt bekommen. Die entsprechende Operation fand bereits im Oktober am Kyoto University Hospital statt. Während des Eingriffes wurden etwa 2,4 Millionen Zellen übertragen. In naher Zukunft sollen auf diese Art und Weise fünf weitere Patienten behandelt werden.

Foto: MRT Scans, Gerwin Sturm, Flickr, CC BY-SA 2.0 Neuartige Stammzellen umgehen ethische Probleme

Die entsprechende Therapie wurde am Center for iPS-Cell Research and Application (CiRA) in Kyoto entwickelt. DIe Ärzte wollen mit dem verpflanzten Gewebe abgestorbene Neuronen ersetzen, deren Aufgabe die Produktion des Neurotransmitters Dopamin ist.

Bei der Operation handelt es sich weltweit um einen der ersten Versuche, schwere Erkrankungen mit Hilfe von Gewebe zu behandeln, dass aus Stammzellen gewonnen wird. Die induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) sind relativ neu – vor gut 10 Jahren entdeckte der Japaner Shinya Yamanaka, dass sich normale menschliche Zellen direkt in einen embryonalen Zustand zurückversetzen und dann bei Bedarf zu jedem beliebigen Gewebe ausdifferenzieren lassen. Vor Yamanakas Arbeit war dies nur mit embryonalen Stammzellen möglich. Die Verwendung derartiger Zellen ist noch heute sehr umstritten, da sie aus überzähligen menschlichen Embryonen gewonnen werden. Die iPS-Zellen umschiffen die ethischen Probleme der embryonalen Stammzellen elegant. Die Entdeckung von Yamanaka führte zur Gründung des CiRAs unter Yamanakas Führung. 2012 erhielt der Japaner den Nobelpreis für Medizin.

iPS-Zellen von einem Spender

Die von Yamanaka entdeckten Zellen wurden 2014 erstmals therapeutisch verwendet, als einer Frau mit der Netzhauterkrankung Makuladegeneration ein Pigmentgewebe eingepflanzt wurde, das aus ihren eigenen Zellen entwickelt wurde. 2017 wurde der gleiche Eingriff bei einem weiteren Patienten durchgeführt, nur dass die iPS-Zellen dieses mal gespendet waren.

Auch die iPS-Zellen, die bei dem unbekannten Parkinson-Patienten zum Einsatz kamen, wurden gespendet. Dies bringt ein großes Zeitersparnis mit sich, da patienteneigene iPS-Zellen nur mit einem komplexen Verfahren kultiviert werden können. Aus diesem Grund arbeitet Japan momentan an einer Biobank, die 140 fertige IPS-Zelllinien enthalten soll.

Erste Ergebnisse 2020

Parkinson ist eine Krankheit, die seit Beginn der iPS-Forschung eine wichtige Rolle in dem Bereich spielt. Sie führt zum Untergang von Dopamin-produzierenden Neuronen, was zu neurologischen Ausfallerscheinungen führt, die sich immer weiter ausbreiten, bis irgendwann die gesamte Motorik betroffen ist. Parkinson kann momentan zwar medikamentös behandelt, aber nicht geheilt werden. Die iPS-Therapie gibt diesbezüglich neue Hoffnung: Die Forscher arbeiten daran, die verlorenen Neurone ersetzen zu können. Ob dies wirklich gelingen wird, wird sich zeigen müssen. Denn für den Erfolg der Therapie muss das Gewebe zu intakten Neuronen heranreifen. Die japanischen Forscher wollen noch weitere fünf Patienten mit den iPS-Zellen behandeln. Erste belastbare Ergebnisse werden für Ende 2020 erwartet.

via Nature

Deep Master Prints: Künstliche Intelligenz fälscht Fingerabdrücke!

19. November 2018 - 13:35

Auch wenn die Zahl der Menschen weltweit immer weiter zunimmt, wurden bisher noch keine zwei Personen mit identischem Fingerabdruck entdeckt. Es handelt sich daher um ein biometrisches Merkmal, dass gerne zur Authentifizierung im Rahmen von Sicherheitssystemen genutzt wird. So lassen sich beispielsweise viele Smartphone auf diese Weise entsperren. Forscher der New York University haben nun allerdings gezeigt, dass sich diese Systeme mithilfe von künstlicher Intelligenz überlisten lassen. Dazu zeigten sie dem System zunächst Bilder von echten menschlichen Fingerabdrücken. Der Algorithmus war dadurch in der Lage, immer wieder vorkommende Strukturen zu erkennen. Denn die einzelnen Fingerabdrücke sind zwar in den Details einzigartig, einige Teil-Muster treten aber vergleichsweise häufig auf.

Künstliche Intelligenz Die Technik nutzt eine Schwachstelle der Systeme

In einem zweiten Schritt ließen die Forscher die künstliche Intelligenz dann selbst Fingerabdrücke erstellen. Diese basierten auf den zuvor herausgearbeiteten regelmäßigen Strukturen und ähnelten daher menschlichen Fingerabdrücken sehr stark. Auf diese Weise gelang es den Forschern, einige Fingerabdruckleser zu überlisten und sich unrechtmäßig Zugriff zu verschaffen. Möglich war dies aber nur, weil die Authentifizierungssysteme oftmals aus Vereinfachungsgründen gar nicht die ganze Fingerkuppe abtasten. Stattdessen werden mehrere Einzelbilder erstellt, die dann mit Mustern aus einer Datenbank verglichen werden. Weil die KI-Abdrücke auf besonders häufig vorkommende Merkmale setzen, ist daher die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es eine Entsprechung gibt. Die künstliche Fälschung ist also keine vollständige Kopie, kann aber die Sicherheitstechnik überwinden.

Passwörter lassen sich einfacher ändern als der Fingerabdruck

Allerdings funktioniert der Trick nur auf Zufallsbasis. Es kann also kein bestimmtes Smartphone gezielt entsperrt werden, sondern der gefälschte Abdruck wird bei vielen verschiedenen Geräten ausprobiert – bis eine Übereinstimmung gefunden wurde. Eine ähnliche Vorgehensweise wenden Hacker teilweise schon bei passwortgeschützten Bereichen an, indem sie bestimmte Wörter automatisiert bei unzählig vielen Accounts ausprobieren – bis sie irgendwann einen Treffer haben. In diesem Fall reicht es aber aus, das Passwort einfach zu ändern, um den Zugang wieder zu blockieren. Bei Authentifizierungssystemen, die auf dem Fingerabdruck basieren, ist dies naturgemäß nicht möglich. Hier sind die Hersteller gefragt, Produkte zu entwickeln, die sich nicht ganz so einfach überlisten lassen.

Via: Handelsblatt

Lockheed Martin hat mit der Produktion eines ultraleisen Überschallflugzeugs begonnen!

19. November 2018 - 11:07

Die Concorde wurde zwar als „Königin der Lüfte“ bezeichnet, durfte viele Länder aber gar nicht überfliegen. Der Grund: Die Maschine verursachte schlicht zu viel Lärm. Die meisten Routen führten daher zum Großteil über das Meer – etwa von London oder Paris nach New York und wieder zurück. Heute arbeiten zahlreiche Unternehmen an neuen Überschallflugzeugen. Auch hier ist aber klar: Ein wirtschaftlich erfolgreicher Betrieb ist nur möglich, wenn die Lärmproblematik gelöst werden kann. Das US-Unternehmen Lockheed Martin kooperiert daher seit einiger Zeit mit der NASA, um Technologien zu entwickeln, die einen leisen Überschallflug ermöglichen. Bisher beschränkte sich die Kooperation auf Design-Entwürfe am Computer und Windkanaltests. Nun aber soll ein erster Prototyp namens „X-59 Quiet Supersonic Technology (QueSST)“ gebaut werden.

So könnte der Überschalljet später einmal aussehen. Illustration: NASA / Lockheed Martin Die Lautstärke soll einer zufallenden Autotür entsprechen

Der Jungfernflug des neuen Flugzeugs ist aktuell für das Jahr 2021 geplant. Allerdings ist es in der Luftfahrtbranche nicht unüblich, dass es bei der erstmaligen Produktion noch zu Verzögerungen kommt. Die Daten des neuen Überschallflugzeugs lesen sich in jedem Fall beeindruckend: Auf einer Höhe von 17.000 Metern soll eine Geschwindigkeit von Mach 1,27 erreicht werden. Dies wären in etwa 1.512 Stundenkilometer. Die Besonderheit: Die Lautstärke auf der Erde soll lediglich einer zufallenden Autotür entsprechen. Die Hoffnung der Ingenieure ist, dass auf diese Weise die Lärmbelästigung für die Bevölkerung auf ein erträgliches Maß reduziert werden kann. Noch muss der Prototyp aber erst einmal unter Beweis stellen, dass er die Ankündigungen tatsächlich erfüllen kann. Deshalb will die NASA während der Testflüge zahlreiche Daten an Bord der Maschine und auf dem Boden messen.

Mehrere Unternehmen arbeiten an neuen Überschallflugzeugen

Diese könnten dann auch genutzt werden, um die strengen US-Vorschriften in Sachen Überschallflugzeuge zu überarbeiten. Diese stammen in der Regel noch aus den 1960er Jahren und werden oftmals als eher hinderlich für die Entwicklung neuer Flugzeuge in diesem Bereich angesehen. Letztlich soll aus dem Prototyp dann natürlich ein kommerzielles Produkt werden. Die Konkurrenz in der Branche ist allerdings hoch. Denn neben den beiden Partnern NASA und Lockheed Martin arbeiten unter anderem auch Boeing und das Startup Boom an neuen Überschallfliegern. Auch diese beiden Unternehmen dürften allerdings vor der Herausforderung stehen, den Fluglärm auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Bis die ersten Überschallflüge im Linienbetrieb wieder gebucht werden können, dürfte also noch etwas Zeit vergehen. Der Bau eines Prototyps stellt aber schon einmal einen wichtigen Meilenstein dar.

Via: New Atlas

Unterschätzte Gefahr: Warum Dieselautos zur Vernichtung der Regenwälder beitragen!

19. November 2018 - 8:34

Schon seit vielen Jahren weisen Umweltschützer auf die Probleme hin, die mit der Verwendung von Palmöl verbunden sind. Denn der Rohstoff ist zwar günstig und vielseitig einsetzbar, sorgt in den Herstellungsländern aber für dauerhaften Schaden. Dies liegt an der simplen Tatsache, dass die Ölpalmen für ihr Wachstum das selbe Klima benötigen wie der Regenwald. In Indonesien und Malaysia wird daher in immer stärkerem Maße die natürliche Vegetation gerodet, um dort Palmöl produzieren zu können. Für das Klima ist dies eine Katastrophe. Denn die Regenwälder sind eine Art natürlicher CO2-Speicher, sodass bei der Brandrodung enorme Mengen des klimaschädlichen Gases freigesetzt werden. Die Umwelt- und Klimabilanz von Palmöl ist daher verheerend.

Palmöl wird oft als Bio-Komponente dem Diesel beigemischt

Tatsächlich ist es in den letzten acht Jahren gelungen, die Nutzung von Palmöl in der Nahrungsmittel- und Kosmetikbranche sowie in der Industrie in Europa signifikant zu reduzieren. Dennoch ist der Palmöl-Verbrauch auf dem Kontinent insgesamt gestiegen. Verantwortlich dafür ist eine EU-Vorschrift, die eigentlich dem Klimaschutz dienen soll. Denn die EU-Biokraftstoffquote schreibt vor, dass dem an den Tankstellen verkauften Diesel mindestens sieben Prozent Bioanteile zugemischt werden müssen. Regelmäßig wird dafür auch Palmöl genutzt – und zwar mit ansteigender Tendenz. Wurden auf diese Weise im Jahr 2010 noch rund eine halbe Millionen Tonnen des umstrittenen Rohstoffs verbrannt, lag dieser Wert vier Jahre später schon bei mehr als drei Millionen Tonnen. Inzwischen ist die Menge sogar noch weiter gestiegen.

Benzin ist von der Problematik nicht betroffen

Wenn man so möchte, wird also mit jeder Tankladung Diesel ein Teil des Regenwalds zerstört. Das Europäische Parlament hat inzwischen auch erkannt, dass die Biokraftstoffquote in diesem Punkt das Gegenteil der gewünschten Effekts erreicht und eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. Noch konnte man sich mit der Europäischen Kommission aber nicht auf deren Umsetzung einigen. Benzin ist von dieser Problematik übrigens nicht betroffen. Zwar gibt es auch hier feste Vorgaben von 5 bzw. 10 Prozent, was die Beimischung von Bioanteilen angeht. Dafür wird aber Ethanol aus Mais oder Weizen genutzt. Auch das ist nicht unproblematisch, weil Lebensmittel eigentlich auf den Teller und nicht in den Tank gehören. Zumindest wird dadurch aber kein Regenwald unwiederbringlich zerstört.

Via: Treehugger

Aufreger bei DHDL: Bildungs-Startup Studyflix fliegt kurzfristig aus der Show

18. November 2018 - 19:06

Die VOX-Show Die Höhle der Löwen ist für junge Startups eine echte Chance. Neben dem Geld, dass die Löwen investieren, wenn sie von einer Geschäftsideen gefällt, bringen die einzelnen Mitglieder der DHDL-Jury auch viel Wissen mit, von dem die Gründer profitieren können. Aber nicht für jedes Startup wird die Show zu einem Sprungbrett. Dass nicht jede Idee überzeugen kann, liegt in der Natur der Sache. Was den Gründern der Plattform Studyflix passiert ist, fällt aber in eine andere Kategorie. Ihnen wurde kurz vor der geplanten Ausstrahlung der Sendung mitgeteilt, dass ihr Pitch nicht in die Show genommen wird. Das schmerzt vor allem deshalb, weil die Gründer bereits eine beträchtliche Summe investiert hatten.

Bild: Studyflix Investitionen in fünfstelliger Höhe

Benedikt Bergner und Reinhard Blech haben sich mit ihrem Startup Studyflix, das eine kostenlose Lernplattform für Studenten anbietet, über Wochen intensiv auf die Ausstrahlung ihres Pitches in der Show vorbereitet. In der elften Folge sollte es soweit sein: Die jungen Gründer wollten den Investoren 300.000 Euro entlocken. Dazu kam es jedoch nicht. Denn obwohl der Pitch in den Pressinformationen, die VOX für Die Höhle der Löwen bereitstellt, über Wochen angekündigt und der Pitch auch in Fernsehzeitungen mit Foto als Inhalt der Sendung angegeben wurde, sagte die Produktionsfirma Sony die Ausstrahlung wenige Tage vor dem Sendungstermin am 13. November ab.

Eine Standard-Mail, keine Begründung. Wenige Tage vor der potentiellen Ausstrahlung war das ein herber Rückschlag für das Team, denn die Vorbereitungen waren immens: Allein die Kosten für die Optimierung der Plattform, um dem User-Ansturm während der Ausstrahlung gerecht zu werden, lagen im fünfstelligen Bereich. Auch die enorme Investition an Zeit war für das kleine Team ein Verlustgeschäft„, äußerten sich die Gründer von Studyflix zu der Entscheidung.

Angeblich gab es sogar einen Deal.

Die Enttäuschung der Gründer ließ die Verantwortlichen bei VOX recht kalt. Sie teilten lediglich mit, dass es üblich sei, Material aufzuzeichnen, das letztlich nicht ausgestrahlt wird und verwiesen diesbezüglich hauptsächlich auf dramaturgische Gründe. Die Studyflix-Gründer hingegen schrieben in einem Blogpost, dass ihnen wiederholt versichert worden sei, dass es mit der Ausstrahlung gut aussähe.

Angeblich war der Pitch der beiden Gründer sogar erstmal erfolgreich. Frank Thelen sagte einen Deal zu, der aber im Nachhinein platzte. Diesbezüglich gab es weder von den Gründern noch von Thelen eine Stellungnahme. Erstere verwiesen lediglich auf eine Geheimhaltungsvereinbarung.

Studyflix-Mitgründer Bergner zeigte sich von der Absage durch VOX sehr enttäuscht, sah aber auch positive Aspekte. Sein Team sei mutiger geworden und habe sich durch diese Erfahrung weiterentwickelt. Derzeit beschäftigt Studyflix rund 20 Mitarbeiter, von denen 6 fest angestellt sind.

1 Jahr totale Freiheit! Doku zeigt Aussteiger, der ohne Geld auf Wanderschaft geht

18. November 2018 - 17:11

Als ihm der Gedanke kam, aus seinem arbeitsreichen Leben ein Jahr lang komplett auszusteigen, fragte er sich nur: »Boah, wie mache ich das denn jetzt?« Es kamen keine Zweifel, ob er es überhaupt tun sollte, er musste einfach die Flügel ausbreiten, um eine nie gekannte Freiheit zu erleben. Sein Buchladen, sein Haus, seine Familie: Alles ließ er hinter sich.

Ein Jahr ganz ohne Geld? Das klappt! Irgendwann staute sich der Druck auf seinen Schultern

Eigentlich lebte Jens F. ein ganz normales Leben: Er zahlte brav sein Häuschen ab, schob Überstunden für seinen eigenen Buchladen, zog zwei Kinder groß. Doch irgendwann staute sich der Druck auf seinen Schultern und es kam immer mehr Unzufriedenheit auf. Der Konsumzwang, die Umweltzerstörung, die soziale Lieblosigkeit, all das plagte den Mann so sehr, dass er eines Morgens beim Rasieren beschloss, auszusteigen. Erstmal nur für ein Jahr – doch wer weiß schon, was aus so einem Projekt schlussendlich wird?

Auf Zelt und Geld verzichtete er ganz

Jens packte nicht viele Sachen für seine Reise ein, die ihn zu Fuß durch Deutschland führen sollte. Er nahm kein Zelt mit, nur einen Schlafsack. Und auf Geld verzichtete er ganz. Ein Kamerateam schaute hin und wieder unterwegs vorbei und hielt in Bild und Worten fest, was wichtig schien. Die daraus entstandene ZDF-Doku wurde zu einem Porträt über einen Mann, der begreift, worauf es im Leben wirklich ankommt. Und der es schafft, wieder nach Hause zurückzukehren, ohne in die alten, ausgetrampelten Pfade zu verfallen.

Das Fazit überrascht!

Das Fazit überrascht: Die Menschen, denen Jens unterwegs begegnet, erweisen sich als offener und freigiebiger als gedacht. Vielen macht es einfach Freude, zu geben und »nur »ein zufriedenes Lächeln und ein Danke dafür zu erhalten. Das geldlose Leben funktioniert tatsächlich! Ein guter Grund, auch zurück daheim weitgehend auf Finanzen zu verzichten, die Arbeit in engen Grenzen zu halten und die neu gewonnene Freiheit weiter zu genießen. Auch, wenn es viele skeptische Blicke für diesen Mann gibt, der nie wieder »der Esel in der Mühle« sein möchte.

Quelle: zdf.de

Mehr Mobilität auf dem Land: Mitfahrbänke kommen vielerorts in Mode

18. November 2018 - 10:04

Der öffentliche Nahverkehr lässt auf dem platten Land weiterhin zu wünschen übrig, daran wird sich auch in naher Zukunft wahrscheinlich nichts ändern. Aktuell macht eine Idee die Runde, die für mehr Mobilität in den Dörfern unseres Landes sorgt: die Mitfahrbank.

Die Mitfahrbank gibt Landbewohnern mehr Mobilität / Foto: Screenshot aus Youtube-Video s.u. Neue Bewegungsfreiheit für Dorfbewohner

In Taisersdorf in der Nähe des Bodensees sind sie ganz neu und leuchtend bunt gestrichen: Die Mitfahrbänke am Straßenrand tragen jeweils eine Kennzeichnung, in welche Richtung es gehen soll. Der potentielle Mitfahrer setzt sich einfach auf die richtige Position und wartet darauf, dass ein williger Autofahrer hält. Andere Mitfahrbänke sind so konzipiert, dass sich jeder ein passendes Ortsschild aus einer Sammelstelle heraussuchen und aufhängen kann – so ergibt sich eine deutlich größere Auswahl. Vor allem Senioren nehmen dieses Angebot an, um zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Manchmal sind es auch Jugendliche, die sich auf diese Weise fortbewegen und die neue Bewegungsfreiheit sichtlich genießen.

Die Dorfbewohner steigen häufig bei Bekannten ein

Im Grunde handelt es sich bei der Mitfahrbank also um eine wirklich schöne Idee, die Kraftstoff spart und den autolosen Menschen auf dem Dorf neue Perspektiven bietet. Mancherorts wurden die Mitfahrbänke bereits aufgestockt, weil immer mehr Menschen sich entscheiden, sie zu nutzen. Natürlich gibt es auch einige Bedenken bezüglich der Sicherheit, denn genau wie beim Trampen treffen sich fremde Menschen, die einen gewissen Zeitraum gemeinsam im Auto verbringen. Da kann durchaus einmal etwas passieren! Bislang gab es jedoch keine echten Probleme, die Dorfbewohner kennen sich untereinander und steigen relativ häufig bei Bekannten ein. So fühlen sie sich sicher.

Der Bayerische Rundfunk stellt Mitfahrbänke im Frankenwald vor

Im Sommer erfreut sich das neue Angebot größerer Beliebtheit als im Winter, denn wer will schon bei kalten Temperaturen für ungewisse Zeit auf einer Bank hocken? Außerdem stellen viele Mitfahrer fest, dass junge Frauen eher einen Fahrer finden als Senioren. Diese nur allzu menschlichen Nebeneffekte überraschen kaum und sind wahrscheinlich nicht zu ändern.

Quelle: kommunal.de

Tolle Kombination: Erster Solar-Radweg bei Köln erzeugt Strom und schmilzt Eis

17. November 2018 - 17:05

Es handelt sich nur um kurze 90 Meter, doch sehen wir ein Zeugnis für die Zukunft vor uns: Kölns erster Solarweg nutzt die Fläche gleich in mehrfacher Hinsicht optimal aus. Er besteht aus insgesamt 150 robusten, befahrbaren Solarmodulen und wurde einfach auf den Boden geklebt.

Symbolbild Der Entwickler investierte viel eigenes Geld

Teuer ist er gewesen, der kurze High-Tech-Radweg, doch handelt es sich schließlich erst einmal nur um einen Pilotversuch. Irgendwann soll eine solche Solarstrecke »nur noch« 250 Euro je Quadratmeter kosten, doch aktuell liegt der Preis noch weit darüber. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – und wer nicht frühzeitig investiert, der verpasst den Anschluss! Der Ingenieur und Maschinenbauer Müller-Judex hielt sich genau an dieses Motto und tüftelte mit seinem Startup Solmove seit 2014 an Solarmodulen für die Straße. Er investierte viel eigenes Geld in dieses Projekt und sammelte sogar Spenden und Freundes- und Verwandtenkreis. Heute beschäftigt er immerhin schon zwei Mitarbeiter und freut sich, bei der Einweihung seines multifunktionalen Prototyps in Erftstadt dabei sein zu dürfen.

Pro Jahr speist der Solarweg 16.000 kWh ein

Müller-Judex stand mit seinen Forschungen und Basteleien in den letzten Jahren nicht alleine da: Der RWTH Aachen, zwei verschiedene Fraunhofer-Institute und die Universität Bayreuth hatten sich seinen Bemühungen angeschlossen, um genau die passenden Materialien zu entwickeln. Das Ergebnis sollte nicht nur lichtdurchlässig, rutschfest und maximal belastbar sein, sondern natürlich auch eine hohe Energieausbeute liefern. Pro Jahr speist der Weg nun etwa 16.000 kWh ins deutsche Stromnetz ein, bringt Schnee und Eis zum Schmelzen und wirkt noch dazu lärmisolierend. Ein wichtiger Beitrag also für die Sicherheit der Radfahrer, ebenso wie für die städtische Lebensqualität: Es müsste nur deutlich mehr von solchen Wegen geben.

Die Module könnten demnächst auch Verkehrsströme messen

Das verwendete Glas hielt im Labortest die Belastung von 1,5 Lastwagen aus. Daraus folgt, dass es in Zukunft auch für echte Straßen verwendet werden könnte, wo es dann, ausgestattet mit entsprechenden Sensoren, Verkehrsströme misst und zu deren Lenkung beiträgt. Die Module sind schon heute mit einer besonderen Konvertertechnik versehen, die die elektrische Spannung reduziert, damit keine Menschen oder Tiere zu Schaden kommen. Wir sehen: Bei Projekten dieser Art muss an vieles gedacht werden – und vielleicht wirft die Probenutzung noch weitere Fragen auf, die eine Antwort erfordern.

Quelle: spiegel.de

Mountainbiker aufgepasst! Helmsensor registriert Stürze und setzt Notruf per Handy ab

17. November 2018 - 10:04

Für einen echten Mountainbiker geht nichts über eine schöne, lange Tour durchs Gelände. Wer ist dabei nicht schon einmal an einen Ort gelangt, wo sich Fuchs und Hase nicht nur rein sprichwörtliche gute Nacht sagen? Hier zu stürzen, könnte wirklich fatal ausgehen, schließlich kommt in den nächsten Stunden mit großer Sicherheit niemand vorbei.

Immer dicht „am Mann“: der Tocsen / Foto: Malte Buttjer von Tocsen Einer der Gründer hatte selbst einen Mountainbike-Unfall

Drei findige Freiburger haben sich nun eine Lösung für dieses Problem ausgedacht und gründeten sogleich ein verheißungsvolles Start-up. Sie stellten einen Sturzsensor für Fahrradhelme her, der bald schon in Massenproduktion gehen soll. Einer der besagten jungen Männer hat selbst vor kurzem einen Mountainbike-Unfall überstanden und erhielt zum Glück Hilfe von einigen Wanderern, die zufällig des Weges kamen. Er wurde von da an die Frage nicht mehr los, was mit ihm ohne diese glückliche Fügung geschehen wäre und besprach dies zuerst mit einem seiner Freunde. Aus diesem Gespräch entstand die erste Idee für den Toscen, der vielleicht eines Tages zu einem wahren Lebensretter avanciert.

Die Mountainbiker-Community zeigt sich begeistert

Der Toscen lässt sich einfach an jeden Fahrradhelm klipsen, er benötigt im Notfall keine bewusste Bedienung. Allerdings kann sein Nutzer ihn über die zugehörige App passend programmieren und erhält so einen ständigen Zugriff auf den Sensor. Der Sensor selbst analysiert im Ernstfall die Aufprallstärke und gibt bei Überschreitung eines gewissen Grenzwerts eine Push-Nachricht ans Smartphone ab. Wenn der Anwender darauf nicht reagiert, werden automatisch die eingestellten Notfallkontakte benachrichtigt, per Whatsapp, SMS oder Anruf. Die Ortung erfolgt wiederum über das Handy, was allerdings im Wald und Gelände oft nicht ganz so schnell funktioniert. In der Mountainbiker-Community herrschte beim ersten Vorstellungstermin Begeisterung, das ermutigte Alexander Schumacher Andreas Botsch, Malte Buttjer das Projekt voranzutreiben.

So funktioniert der Sensor / Foto: Malte Buttjer von Tocsen Das Fundingziel auf Startnext ist jetzt schon überschritten

Die Gründer haben nun ihre erste Crowdfunding-Aktion auf Startnext ins Leben gerufen, um die Finanzierung abzusichern. Das Fundingziel von 13.500 Euro ist längst überschritten, obwohl noch mehr als zwei Wochen Zeit übrigbleiben. Unterstützer erhalten einen Tocsen, sobald dieser hergestellt ist. Wo genau die Produktion stattfinden soll, muss noch geklärt werden. Wir sind uns sicher, dass hinter den Kulissen schon eifrige Verhandlungen laufen, denn die kleine Firma hat sich große Ziele gesetzt: »Toscen soll irgendwann zur Standardausrüstung werden«, sagt Alexander Schumacher. Und vielleicht ist das gar nicht so weit hergeholt.

Quelle: fudder.de, tocsen.com

Kaffeegenuss: Die Gene entscheiden

16. November 2018 - 19:35

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke weltweit, und in Maße^n konsumiert auch gesund. Allerdings ist der Muntermacher nicht bei jedermann beliebt. Andere dagegen sind echte Kaffee-Fans. Ob wir das schwarze Getränk lieben oder hassen ist unter anderem auch von unseren Genen abhängig, wie Forscher der University of Queensland im australischen Brisbane herausfanden.

Genetische Komponente beim Kaffeegenuss

Die Studie von Jue-Sheng Ong und seinen Kollegen basierte auf der Annahme, dass manche Menschen den bitteren Geschmack von Kaffee deutlicher wahrnehmen als andere. Die Forscher nahmen sich die Gendaten von 1757 Zwillingen und fahndeten nach Genvarianten, die die Sensibilität von Rezeptoren für den bitteren Gchmack von Koffein, Chinin und einen synthetischen Bitterstoff beeinflussen. Anschließend untersuchten sie die Daten von etwa 430.000 Briten auf die betreffenden Genvarianten und ob es einen Zusammenhang mit dem Konsum von Kaffee und Tee gibt.

Und tatsächlich fanden die Forscher einen solchen Zusammenhang. Das genaue Ergebnis jedoch überraschte das Team: „ Man würde erwarten, dass die Menschen, die für den bitteren Geschmack des Koffeins besonders sensibel sind, eher weniger Kaffee trinken„, so Marilyin Cornelis, die Koautorin der Studie. Normalerweise wirkt ein bitterer Geschmack als Warnsignal, da viele Giftstoffe eher bitter schmecken. Bei den Kaffeetrinkern jedoch tranken diejenigen, die besonders empfindlich gegenüber dem bitteren Koffeingeschmack waren, sogar deutlich mehr Kaffee als die weniger sensiblen – allerdings im Schnitt nur eine Fünftel Tasse mehr. Der Effekt sei nicht groß, die Korrelation aber deutlich zu erkennen, so die Forscher.

Lavazza Crema e Gusto Tradizione Italiana Bohne, 1er Pack (1 x 1 kg) Preis: 14,99€ Zuletzt aktualisiert am 17.11.2018 Bei Amazon ansehen Lerneffekt sorgt für erhöhten Kaffeekonsum

Auf der Suche nach Zusammenhängen kamen die Forscher auf das Thema Konditionierung. „ Diese Ergebnisse unserer Studie sprechen dafür, dass bei Kaffeetrinkern die positive Verstärkung eine große Rolle spielt„, so Cornelis. Es gibt also eine Art Lerneffekt, der den bitteren Geschmack von Kaffee mit einer positiven Wirkung verbindet. Interessanterweise scheint diese Verstärkung bei Tee nicht zu funktionieren. Im Gegenteil: Die Menschen, die besonders empfindlich auf den bitteren Koffeingeschmack reagiere, wiesen einen eher geringen Teekonsum auf. Die Studie bestätigt jedoch, dass Geschmacksvorlieben eine genetische Komponente haben.

via Northwestern University

Impfen statt Kastration ermöglicht bessere Behandlung von Ferkeln

16. November 2018 - 17:08

Männliche Ferkel lassen sich auch ohne teure Betäubung schmerzfrei kastrieren. Forscher an der Universität Hohenheim in Stuttgart setzen sich für die neue Methode ein. Die Ferkel werden durch zwei Impfungen in einem bestimmten zeitlichen Abstand von den Hormonen befreit, die das Fleisch später ungenießbar machen. „Zwei Pikse statt zweier schmerzhafter Schnitte“ heißt es aus der Hochschule.

Bild: Universität Hohenheim / Sacha Dauphin Letzte Zweifel werden ausgeräumt

Heute werden Ferkel ganz ohne Betäubung per Skalpell kastriert. Eigentlich sollte diese grausame Methode zum Jahresende verboten werden, doch als vermeintlich einzige Alternative gilt die Kastration unter Betäubung, eine teure Möglichkeit. Die beiden Spritzen kosten dagegen ganze fünf Euro. Seit 15 Jahren ist diese Methode zugelassen. In Belgien wird sie bereits praktiziert. Die deutschen Schweinezüchter sperren sich jedoch gegen die so genannte Immunoimpfung. Um letzte Zweifel an diesem Verfahren auszuräumen, untersuchen Professor Volker Stefanski, Schweine-Experte an der Hochschule, einige seiner Stuttgarter Kollegen und Forscher aus sieben Partner-Institutionen aus ganz Europa, ob das Verfahren wirklich bedenkenlos anzuwenden ist.

Nicht kastrierte Tiere sind aggressiv

Ohne Kastration geht es nicht, da sind sich die Fachleute einige. Dass sich das Fleisch von Ebern kaum verkaufen lässt ist nur die eine Seite. „Ohne Kastration zeigen die Tiere ein wesentlich aggressiveres Verhalten“, sagt Professor Ulrike Weiler von der Universität Hohenheim. „Vor allem das Penisbeißen ist weit verbreitet: Etwa jedes zehnte Tier trägt hochgradige Verletzungen davon, oft schmerzhafter als eine chirurgische Kastration.“

Auch die Betäubung helfe nicht wirklich. Jedes fünfte Tier spüre die Schnitte dennoch, weil die Narkose nicht zuverlässig funktioniere, so Weiler. „Die Methode ist nicht nur unzuverlässig, sie kann den Tieren sogar mehr Stress verursachen als die bisherige Praxis“, so ihr vernichtendes Urteil. Die Impfungen seien dagegen unbedenklich und schmerzfrei.

Tiere leiden nicht mehr unter Stress

Bei der Immunokastration erhalten die männlichen Ferkel Impfungen, die das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Hormone anregen. Nach der zweiten Impfung wird die Hormonproduktion eingestellt. Schon lange vor dem Abschluss des Projekts steht für Stefanski bereits fest, „dass die Immunokastration in vielerlei Hinsicht besser abschneidet als die anderen Methoden. Bezüglich Magengeschwüre sind die Tiere unauffällig, was auf wenig Stress schließen lässt.“

Kurioser Fakt: Warum Japans Minister für IT-Sicherheit noch nie einen Computer benutzt hat!

16. November 2018 - 11:54

Auch als Spitzenpolitiker kann man sich seinen Job nicht immer aussuchen. Japans Regierungschef Shinzo Abe scheint nun aber eine besonders ungewöhnliche Entscheidung getroffen zu haben: Im Rahmen einer größeren Kabinettsumbildung machte er Yoshitaka Sakurada zum neuen Minister für IT-Sicherheit. Der 68-Jährige nahm den Posten auch an, musste nun bei einer Fragestunde im Parlament allerdings einräumen, noch nie selbst einen Computer genutzt zu haben. Seine kuriose Erklärung: Er habe schon mit 25 Jahren sein erstes eigenes Unternehmen gegründet und wenn etwas am Computer zu erledigen sei, mache dies ein Mitarbeiter oder eine Sekretärin. Dies alleine wäre schon ungewöhnlich genug. Schlimmer ist aber die Tatsache, dass Sakurada auch bei vergleichsweise simplen Fragen erstaunliche Wissenslücken aufwies.

Im japanischen Parlament war das Staunen groß. Bild: っ CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/),. Was ist eigentlich ein USB-Anschluss?

So wurde er von einem Parlamentarier gefragt, ob die japanischen Atomkraftwerke mit USB-Anschlüssen ausgestattet seien. Der Hintergrund: USB-Anschlüsse gelten als hohes Sicherheitsrisiko und sollten daher bei sensiblen Anlagen eigentlich nicht genutzt werden können. Der Minister allerdings konnte die Frage nicht beantworten und lies sogar den Eindruck erkennen, gar nicht genau zu wissen, worum es sich bei einem USB-Anschluss handelt. Immerhin räumte er freimütig ein: „Ich kenne mich mit den Details nicht so genau aus. Wie wäre es also, wenn ein Experte ihre Fragen beantwortet, wenn dies nötig ist?“ Ein Vorschlag der bei den Parlamentsabgeordneten nicht besonders gut ankam. Insbesondere die Oppositionsparteien kritisierten den Minister anschließend scharf und befürchteten sogar, dass Japans Image als Computernation Schaden nehmen könnte.

Bei Olympia drohen massive Kostensteigerungen

„Ich kann nicht glauben, dass eine Person, die noch nie einen Computer genutzt hat, Aufgaben im Bereich der Cybersecurity übernimmt“, erklärte beispielsweise der Abgeordnete Masato Imai. Auch in einem anderen Bereich sieht sich Sakurada aktuell schweren Vorwürfen ausgesetzt. Er ist auch für die Organisation der Olympischen Spiele 2020 in Tokio verantwortlich. In dieser Funktion fiel er bisher vor allem auf, indem er so gut wie alle Fragen der Journalisten an seine Mitarbeiter weitergab. Nun wurde allerdings ein viel größeres Problem bekannt: Der japanische Rechnungshof kritisierte, dass die Kosten für die Spiele von umgerechnet knapp sechs Milliarden Euro auf über zwanzig Milliarden Euro steigen könnten. Auch in diesem Punkt dürften die Abgeordneten daher bald einige Fragen an den Minister haben.

Via: New York Times

Hyperloop statt LKW: Der Hamburger Hafen will Container mit Schallgeschwindigkeit transportieren!

16. November 2018 - 9:39

Die Hamburger Hafen und Logistik AG verhandelt über den Bau eines Hyperloops für den Warentransport. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, existiert inzwischen sogar schon eine Absichtserklärung zwischen dem Hafenbetreiber und dem Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies (HTT). Demnach soll zunächst im Hafen eine Verladestation gebaut werden, in der automatisierte Kräne die ankommenden Schiffscontainer in die Hyperloop-Kapseln verladen. Anschließend sollen dann Transportröhren in das Hamburger Hinterland führen. Für den Hafen hätte dies den Vorteil, dass die Güter nicht mehr direkt vor Ort auf Lastwagen verladen werden müssen. Dies reduziert zum einen die Zahl der LKW-Fahrten und verhindert Staus. Zum anderen wird dadurch aber auch der Platzmangel innerhalb des Hafens ein wenig gelindert. Aus ähnlichen Beweggründen denkt daher auch der Hafen in Dubai über den Bau eines Hyperloops nach.

Foto: Hyperloop Transportation Technologies Der Transport von Waren löst einige grundsätzliche Probleme

Ursprünglich wurde das Transportsystem mit den Vakuum-Röhren allerdings für den Personentransport ersonnen. Aufgrund des geringen Luftwiderstands sollen Geschwindigkeiten von bis zu 1.200 Stundenkilometern erreicht werden – was die Reisezeiten extrem verkürzen könnte. Von Hamburg nach Frankfurt bräuchten Passagiere lediglich noch rund 30 Minuten. Bisher existiert aber noch keine Strecke im kommerziellen Betrieb. Neben einigen noch zu lösenden technischen Fragen liegt dies vor allem auch an der ungeklärten Sicherheitslage. So ist bisher nicht geklärt, wie eine Evakuierung aus den Transportkapseln gelingen könnte. Werden allerdings lediglich Güter transportiert, spielen Sicherheitsfragen eine wesentlich kleinere Rolle. Insofern könnte das Projekt im Hamburger Hafen ein wichtiger Baustein sein, um die grundsätzliche Funktionsfähigkeit der Technologie unter Beweis zu stellen.

Die Bauarbeiten sollen in wenigen Jahren beginnen

Zuvor müssen die Ingenieure von Hyperloop Transportation Technologies die bisherigen Entwürfe aber noch einmal überarbeiten. Denn die bisher vorgesehen Transportkapseln waren für den Personentransport gedacht. Nun müssen entsprechende Pods für Schiffscontainer konstruiert werden. An mangelnder Expertise dürfte es allerdings nicht scheitern: HTT kooperiert mit Experten aus vielen unterschiedlichen Bereichen. Diese werden oftmals nicht direkt bezahlt, sondern erhalten im Gegenzug Anteile an dem Unternehmen. Dieser Ansatz unterscheidet das Unternehmen grundlegend vom größten Wettbewerber Virgin Hyperloop One. Geführt wird HTT von dem deutschen Mitgründer Dirk Ahlborn. Seinen Aussagen zufolge könnte aus technologischer Sicht bereits morgen mit dem Bau eines Hyperloop begonnen werden. Ganz so schnell geht es in Hamburg aber nicht: Hier sollen die Bauarbeiten in zwei bis drei Jahren starten.

Skeleton-Technologies: So sichert moderne Technologie das Stromnetz auf einer schottischen Selbstversorger-Insel

15. November 2018 - 17:14

Die schottische Isle of Eigg ist nicht an das öffentliche Netz angeschlossen. Trotzdem bekommt jeder der gut 100 Bewohner genügend Strom, um Computer, Kühlgeräte, Lampen und andere Verbraucher zu betreiben. Was noch erstaunlicher ist: Die Energie entstammt zu mindestens 95 Prozent erneuerbaren Quellen: Wasser, Sonne und Wind. Nur wenn diese gemeinsam ganz oder weitgehend ausfallen springen zwei Dieselgeneratoren an.

Bild: Skeleton Technologies Ultracaps stabilisieren das Stromnetz

Jetzt hat Eigg Electric, der örtliche Stromversorger, das Netz noch ein bisschen stabiler gemacht. Zusätzlich zum Flywheel genannten kinetischen Speicher, den das kalifornische Unternehmen Kinetic Traction bereits vor einigen Jahren installiert hat, gingen jetzt noch Ultracaps des estnisch-deutschen Unternehmens Skeleton Technologies in Betrieb, die in Dresden produziert wurden. Das sind Kondensatoren mit der weltweit größten Kapazität und Leistung aufs Volumen gerechnet.

Im Bruchteil einer Sekunde einsatzbereit

Wenn im Inselnetz plötzlich mehr Strom benötigt wird als die Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke liefern und auch die Bleiakkus nicht mehr reichen, springt im Bruchteil einer Sekunde die SkelGrid genannte Ultracaps-Anlage ein. Wenn auch das noch nicht reicht schaltet sich das Flywheel zu. Das ist ein schweres Schwungrad, das von einem Elektromotor angetrieben wird, wenn Strom im Überfluss vorhanden ist. Bei Strommangel wird der Motor zum Generator, der zusätzliche Energie ins Netz einspeist.

„Die zusätzliche Implementierung der Ultrakondensatoren ist eine weitere Verbesserung, die die Lebensdauer unserer Batterien verlängert und die Reaktionsgeschwindigkeit des Stromnetzes bei Störungen erhöht“, so Robert Wallace von Eigg Electric. Die Basisversorgung besteht aus drei Wasserkraftwerken mit einer Leistung von 110 Kilowatt, einer Solaranlage, die 50 Kilowatt beisteuert, und vier Sechs-Kilowatt-Windenergieanlagen. Meist liefern sie genügend Strom für alle Einwohner. Jeder Haushalt hat ein Anrecht auf eine Leistung von fünf Kilowatt, jedem Gewerbebetrieb stehen zehn Kilowatt zu.

Australische Forscher halfen bei der Graphen-Elektrode

Die Ultracaps haben eine Elektrode aus einem speziell behandelten Graphen. Das ist ein Film, der aus einer einzigen Lage Kohlenstoffatome besteht. Diese sind bienenwabenförmig abgeordnet. Skeleton hat sie gemeinsam mit Wissenschaftlern der Monash University und des Graphen-Spezialisten Ionic Industries, beide in Melbourne beheimatet. Die zweite Elektrode besteht aus einer dünnen Metallfolie. Getrennt werden die beiden Elektroden von einem Elektrolyten. Das hauchdünne Sandwich wird aufgerollt und schon ist der Stromspeicher fertig.

Skeleton präsentiert seine Stromspeicherlösungen bis zum 16. November auf der Electronica 2018 in München.

via

Gesetzliche Vorgaben: Auch Lastwagen müssen zukünftig zum Klimaschutz beitragen!

15. November 2018 - 14:42

Bisher gab es auf den deutschen Straßen eine gewisse Ungerechtigkeit zu beobachten. Während die EU-Kommission für Autos immer stärkere Reduzierungen des CO2-Ausstoßes durchsetzte, blieben die zumeist auf der rechten Spur fahrenden Lastwagen davon vollkommen unberührt. Inhaltlich zu begründen ist diese Unterscheidung nicht. Denn der Warentransport trägt signifikant zum CO2-Ausstoß des Verkehrssektors bei. Das Europäische Parlament hat daher nun erstmals entsprechende Einsparziele beschlossen – und ist dabei noch über die Forderung der Kommission hinausgegangen. Bis zum Jahr 2030 soll demnach der CO2-Ausstoß von Lastwagen im Schnitt um 35 Prozent sinken. Als Grund für die Maßnahme werden die Verpflichtungen aus dem Pariser Weltklimavertrag genannt. Hier hatte sich die EU zu einem deutlich stärkeren Klimaschutz verpflichtet, konnte bisher aber noch nicht alle Zusagen erfüllen.

Auch Lastwagen müssen bald klimafreundlicher werden. Die Hersteller sehen Arbeitsplätze in Gefahr

Die Reaktionen auf das Votum des Parlaments fielen gemischt aus. Umweltschützer begrüßten die Entscheidung und verwiesen auch auf aktuelle Entwicklungen. So habe der extrem heiße Sommer in diesem Jahr gezeigt, dass sich das Klima bereits zu ändern beginne. Es seien daher entschiedene Gegenmaßnahmen notwendig. Naturgemäß anders sahen dies die Hersteller der Lastwagen. Sie argumentierten, dass durch die neuen Vorgaben die Wettbewerbsfähigkeit der Branche in Gefahr sei und dadurch auch zahlreiche Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden. Ähnliche Warnungen gab es in der Vergangenheit allerdings auch aus der Autoindustrie, haben sich dort in der Regel aber nicht bewahrheitet. Dennoch ist aktuell noch unklar, wie hoch die zwangsweise Reduktion tatsächlich ausfallen wird. Denn noch müssen auch die Mitgliedsstaaten zustimmen.

Die Umweltminister müssen sich noch einigen

Bisher konnten sich die zuständigen Ministerien aber noch nicht auf eine gemeinsame Position einigen. Viele Länder stehen einer neuen Regelung allerdings grundsätzlich positiv gegenüber. Widerspruch wird ausgerechnet von den drei großen Ländern Deutschland, Italien und Frankreich erwartet. Denn dort sitzen die meisten LKW-Hersteller in der Europäischen Union. Entschieden werden soll die Frage am 20. Dezember bei einem Treffen der EU-Umweltminister. Schon jetzt ist aber klar: Ganz ohne neue Vorgaben wird die LKW-Branche in Zukunft nicht mehr operieren können. Auch Lastwagen müssen zukünftig also zum Klimaschutz beitragen. Alternativen zum Verbrennungsmotor gibt es auch in der Logistik längst: Etwa den Fuso eCanter von Daimler, den Tesla Semi Truck oder Lastwagen mit Oberleitung.

Via: Wiwo

Odysseus: Eine solarbetriebene Kreuzung aus Drohne und Satellit sammelt Daten in der Atmosphäre!

15. November 2018 - 12:05

Satelliten sind teuer. Schon seit einiger Zeit wird daher damit experimentiert, Drohen zu nutzen, um einen Teil der Aufgaben zu übernehmen. Das Problem: Die kleinen Flugobjekte müssen regelmäßig auf die Erde zurückkehren, um ihre Batterien aufzuladen. Dadurch wird das konstante Sammeln von Daten erschwert. Die Firma Aurora Flight Sciences, die Teil des Boeing-Konzerns ist, hat daher eine Lösung entwickelt: Eine riesige Solar-Drohne, die den Namen Odysseus trägt und für mehrere Monate in der Luft bleiben kann. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, soll die Konstruktion im nächsten Jahr das erste Mal in die Luft steigen. Später einmal soll die Solardrohne dann genutzt werden, um beispielsweise Daten zum Klima und der Erdatmosphäre zu sammeln.

Bild: Aurora Flight Sciences So kann die riesige Solardrohne genutzt werden

Odysseus wird oberhalb der Wetterzone fliegen und auch höher unterwegs sein als Flugzeuge. Einmal in der Luft, kann die Drohne dann ein großes Gebiet abdecken, bleibt aber immer in Kontakt mit der Bodenstation. Auf diese Weise werden zum einen die gesammelten Daten direkt auf die Erde übermittelt. Zum anderen kann aber auch der Auftrag der Drohne während des Flugs geändert werden. Theoretisch kann Odysseus nämlich noch für zahlreiche weitere Aufgaben genutzt werden – etwa um Kommunikationsverbindungen zu ermöglichen oder zu Spionagezwecken. Aufgrund des integrierten Solarantriebs ist die Nutzung der Drohne zumindest in Sachen Klimaschutz unproblematisch: Es werden keine CO2-Emissionen verursacht. Dies ist von besonderer Bedeutung, weil Emissionen in solch großen Höhen besonders gefährlich in Sachen Klimawandel sind.

Die Firma kann bereits auf einige Referenzen verweisen

Über weitere Details schweigen sich die Ingenieure von Aurora Flight Sciences noch aus. Dies muss aber kein schlechtes Zeichen sein. Immerhin konnte die Firma in der Vergangenheit bereits einige Ankündigungen erfolgreich umsetzen. So wurde ein Marineschiff mithilfe eines speziell entwickelten autonomen Helikopters mit Waren versorgt. Außerdem präsentierten die Entwickler eine Frachtdrohne, die Ladungen von bis zu 500 Pfund durch die Luft bewegen kann. Es ist also davon auszugehen, dass auch Odysseus tatsächlich im nächsten Jahr die Lüfte erobern wird. Bisher ist aber noch unklar, ob es bereits Partner für eine kommerzielle Nutzung gibt und wann die ersten Missionen in diesem Bereich starten könnten. Der grundsätzliche Ansatz dürfte aber für viele Unternehmen interessant sein.

Via: Engadget

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