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Aktualisiert: vor 2 Stunden 48 Minuten

#Zahlencheck - Signavio wächst auf knapp 10 Millionen Umsatz. Verluste kennen die Berliner bisher kaum

vor 5 Stunden 28 Minuten

In den vergangenen Jahren flossen beachtliche 46 Millionen Euro (vor allem von Summit Partners) in das Berliner Startup Signavio, ein Unternehmen rund um das Thema Business Process Management. Die Wurzeln von Signavio, das von Torben Schreiter, Nicolas Peters, Willi Tscheschner und Gero Decker gegründet wurde, liegen im bekannten Hasso-Plattner-Instituts. Die Ausgründung erfolgte 2009. Über 200 Mitarbeiter wirkten zuletzt bei Signavio. Das Unternehmen, das seine Software für Prozessmanagement als SaaS-Dienstanbietet, verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 1.000 Kunden. Schon 2014 schaffte es Signavio einen Millionengewinn einzufahren.

Zeit sich einmal einige Zahlen von Signavio ganz genau anzusehen. 2016 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 9,9 Millionen Euro. Im Jahresabschluss heißt es dazu: “In 2016 ist die Signavio GmbH weiter gewachsen. Es wurde damit begonnen, das Geschäftsmodell von dem Mischmodell Lizenzverkauf und SaaS auf ein reines SaaS Modell umzustellen. Dies führte dazu, dass der realisierte Umsatz in 2016 gegenüber dem Vorjahr um 31 % von TEUR 6.556 auf TEUR 8.592 (vor BilRUG Anpassungen – Umsatz nach BilRUG Anpassung TEUR 9.937) wuchs, während der ARR (neu gewonnene Annual Recurring Revenues) um 34 % auf TEUR 3.900 (Vorjahr: TEUR 2.900) wuchs”.

Der Jahresfehlbetrag lag 2016 gerade einmal bei 517.307 Euro – nach einem Jahresüberschuss in Höhe von 374.006 Euro im Vorjahr. Zum Jahresende 2016 beschäftigte das Unternehmen 113 Mitarbeiter (Vorjahr 87). Unter dem Strich beurteilten die Signavio-Macher die wirtschaftliche Lage des Unternehmens 2016 “als positiv”. Zu erkennen ist vor allem, ein starkes Investment in die Zukunft der Softwareschmiede. “Für 2017 und 2018 wird ein beschleunigtes Wachstum erwartet. Es sollen mehr Mitarbeiter insbesondere im Vertrieb, Forschung und Entwicklung eingestellt werden. Die Internationalisierung soll auch künftig vorangetrieben werden. Dies wird zu einem deutlichen Umsatzwachstum führen, dass sich aufgrund des Geschäftsmodells jedoch zeitverzögert in Folge der Abgrenzung im passiven Rechnungsabgrenzungsposten im realisierten Umsatz niederschlagen wird. In 2017 und auch 2018 wird eine deutliche Erhöhung des ausgewiesenen Verlustes erwartet, da sich die Investitionen in Personal und Technologie erst zeitverzögert in den Folgejahren auszahlen werden”, teilt das Unternehmen in eigener Sache mit.

Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn Signavio mit dem üppigen Investment nicht zur ganz großen Nummer werden sollte. Zumal die Hauptstädter in der Vergangenheit bereits massiv bewiesen haben, dass sie ein profitables Geschäft aufbauen können. Ende 2016 betrug der Gewinnvortrag knapp 2 Millionen. Verluste sind eher eine neue Erscheinung bei Signavio. Die tauchten in den Jahresabschlüssen erst nach dem ersten fetten Investment durch Summit aus.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2016
* In 2016 ist die Signavio GmbH weiter gewachsen. Es wurde damit begonnen, das Geschäftsmodell von dem Mischmodell Lizenzverkauf und SaaS auf ein reines SaaS Modell umzustellen. Dies führte dazu, dass der realisierte Umsatz in 2016 gegenüber dem Vorjahr um 31 % von TEUR 6.556 auf TEUR 8.592 (vor BilRUG Anpassungen – Umsatz nach BilRUG Anpassung TEUR 9.937) wuchs, während der ARR (neu gewonnene Annual Recurring Revenues) um 34 % auf TEUR 3.900 (Vorjahr: TEUR 2.900) wuchs.
* Die Signavio GmbH beschäftigte zum Jahresende 113 Mitarbeiter (Vorjahr 87 Mitarbeiter). Im Jahresdurchschnitt waren es 83 Mitarbeiter (Vorjahr 71 Mitarbeiter) incl. Werkstudenten.
* Für 2017 und 2018 wird ein beschleunigtes Wachstum erwartet. Es sollen mehr Mitarbeiter insbesondere im Vertrieb, Forschung und Entwicklung eingestellt werden. Die Internationalisierung soll auch künftig vorangetrieben werden. Dies wird zu einem deutlichen Umsatzwachstum führen, dass sich aufgrund des Geschäftsmodells jedoch zeitverzögert in Folge der Abgrenzung im passiven Rechnungsabgrenzungsposten im realisierten Umsatz niederschlagen wird. In 2017 und auch 2018 wird eine deutliche Erhöhung des ausgewiesenen Verlustes erwartet, da sich die Investitionen in Personal und Technologie erst zeitverzögert in den Folgejahren auszahlen werden.
* Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2016 und die wirtschaftliche Lage von Signavio als positiv. Insgesamt sind aus Sicht der Geschäftsführer weder bestands-gefährdende Risiken noch Liquiditätsrisiken erkennbar.
* Die Gesellschafter der Signavio GmbH haben im Mai 2017 und Februar 2018 über Gesellschafterdarlehen (Wandeldarlehen) und Kapitalerhöhungen (Erhöhung des Stammkapitals sowie Einzahlung in die Kapitalrücklage) Liquidität in Höhe von insgesamt EUR 15,55 Mio. zugeführt, um den für 2018 und 2019 geplanten Liquiditätsbedarf zu decken. Weitere Vorgänge, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Einfluss auf die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten, haben sich nicht ergeben.

Signavio im Zahlencheck

2016: 9,9 Millionen Euro (Umsatz)*; 517.307 Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 8,0 Millionen Euro (Umsatz)*; 374.006 Euro (Jahresüberschuss)
2014: 1,6 Millionen Euro (Jahresüberschuss)
2013: 590.741 Euro (Jahresüberschuss)
2012: 373.009 Euro (Jahresüberschuss)
2011: 303.531 Euro (Jahresüberschuss)
2010: 131.727 Euro (Jahresüberschuss)
2009: 17.940 Euro (Jahresüberschuss)

* Nach BilRUG. Vor BilRUG: 8,6 Millionen Euro (2016) und 6,6 Millionen (2015).

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Foto (oben): Signavio

#DealMonitor - Siebenstelliges Investment für Berliner Customer Support-Startup – Alle Deals des Tages

14. November 2018 - 18:00

Auch heute werfen wir wieder einen Blick auf die neusten VC-Deals im Lande. Alle Deals der letzten 24 Stunden gibt es auch heute wieder kompakt im aktuellen #DealMonitor.

INVESTMENTS

Solvemate
+++ Picea Capital und Venture Stars investieren einen siebenstelligen Betrag in das Berliner Tech-Startup Solvemate. Mit der Finanzierung will Solvemate sein Wachstum beschleunigen, um 2019 seinen Umsatz zu verdreifachen. Das 2015 von Erik Pfannmöller gegründete Unternehmen ermöglicht durch den virtuellen Assistenten den Kundenservice von Unternehmen zu automatisieren. Solvemate hatte bereits in der Vergangenheit eine Finanzierung von Venture Stars erhalten.

Six FinTech Ventures
+++ SIX FinTech Ventures, das 50 Millionen CHF dotierte Corporate Venture von SIX, welches in die frühen Entwicklungsphasen von globalen Startups investiert, hat nun in seine ersten beiden Startups vestr und Shift Cryptosecurity investiert. Der neu gegründete Fonds der SIX Gruppe investiert in skalierbare Startups, die einen Mehrwert und Nutzen für das finanzielle Ökosystem in der Schweiz haben.

Dedrone
+++ AQTON Private Equity, die Beteiligungsgesellschaft von Unternehmer Stefan Quandt, erwirbt einen Anteil von 10,15 % am Stammkapital von Dedrone, einem Anbieter von Drohnen-Warnsys­temen in der Luftraumsicherheit. Das Unternehmen wurde 2014 von Jörg Lamprecht in Kassel gegründet und hat seit 2016 seinen Hauptsitz in den USA. Bisher flossen unter anderem von den Risikokapitalfirmen Target Partners aus München sowie Felicis Ven­tures und Menlo Ventures aus dem Silicon Valley rund 25 Millionen Euro Wagniskapital in das Unternehmen.

Tipp: Die Deals der Vortage gibt es im #DealMonitor-Archiv.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #StartupTicker im Laufe des Tages alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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Foto (oben): unsplash

#Brandneu - surprado und jeder Abend wird eine Überraschung

14. November 2018 - 16:15

+++ Beim neuen Kölner Startup surprado geht es um Überraschungen. Konkret geht es um Überraschungsabende. “Bei surprado übernehmen wir eure kulinarische Abendplanung. Indem wir in unter 2 Minuten eure Vorlieben erfragen, befreien wir euch vom Planungsstress und schicken euch zu einem exotischen Gastronomen in eurer Nähe. Dieser erwartet euch mit einem mehrgängigen Überraschungsmenü, um euch von seiner Location zu überzeugen”, heißt es in der Selbstbeschreibung des Startups, das von André Scheidt, Andreas Schmitz und Sascha Zantis ins Leben gerufen wurde. Zum Start arbeiten die Rheinländer mit zahn Lokalitäten zusammen.

Kölle is e jeföhl – #Köln


In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

Foto (oben): surprado

#StartupTicker - Christian Lutz Schoenberger in U-Haft: Was man jetzt wirklich wissen muss!

14. November 2018 - 15:20

Wie bereits am Montag exklusiv im ds-Podcast berichtet: Stardrinx-Gründer Christian Lutz Schoenberger (CLS) wurde am Freitagabend in einem Bonner Luxushotel festgenommen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft spricht in diesem Zusammenhang von einem “Ermittlungsverfahren gegen Herrn Schoenberger wegen gewerbsmäßigen Betruges”. Und zwar von einem neuen Verfahren! Noch in der vergangenen Woche hatte sich Schoenberger bei deutsche-startups.de persönlich gemeldet, um seine Zusammenarbeit mit dem Online-Shop von Floerke zu dementieren. Zudem störte er sich an einer Formulierung im Artikel zum von Floerke-Fiasko. Nachfolgend unser Podcast zur Verhaftung und einige lesenswerte Artikel zu CLS.

Startup-Highlights #17 – Unser #Podcast der Woche

Am Wochenende in Bonn: Christian Lutz Schoenberger erneut verhaftet
Erstmals wurde im heute erschienen Podcast von deutsche-startups.de über eine mögliche Verhaftung von Christian Lutz Schoenberger in einem Bonner Luxushotel berichtet. Wie die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Bonn gegenüber wortfilter.de bestätige wurde Schoenberger durch 6 Beamte am Freitag aus dem Verkehr gezogen.
Wortfilter.de

Christian Lutz Schoenberger sitzt wieder in Untersuchungshaft
Gegen den Hamburger Shopbetreiber Christian Lutz Schoenberger gibt es seit 2012 mehrere Verfahren. Am Freitagabend wurde der Stardrinx-Gründer festgenommen – wegen Betrugs.
Gründerszene

Christian Lutz Schoenberger in Untersuchungshaft
Der Getränkehändler mit fragwürdigen Geschäftspraktiken wurde letzten Freitag festgenommen.
rolling pin

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#Hintergrund - Walkie: Warum Bewertungsargumentationen gut überlegt sein sollten

14. November 2018 - 13:05

Das hatte sich Gründerin Lisa Jedlicki sicherlich anders vorgestellt: Nicht nur stieß Ihre Post-Money-Bewertung von 1,5 Millionen Euro auf nicht gerade viel Verständnis, beim Versuch einer Argumentation derselben sah sie sich sogar noch größerem Gegenwind gegenüber. Was lief hier schief? Und woher kann man also Gründer wissen, was auf die Bewertung einzahlt und was nicht, um gereizte Investoren zu vermeiden? Die Beherrschung der eigenen Kennzahlen ist mal wieder der Schlüssel.

Obwohl die Idee, bei knapper Zeit passende Hundeausführer per App finden zu können generell ganz gut ankam, biss keiner der Löwen so wirklich an. Das schien vor allem an der Bewertung zu liegen, die Gründerin Lisa Jedlicki aufrief: 300.000 Euro für 20% waren das Angebot, was einer Post-Money-Bewertung von 1,5 Millionen Euro entspricht.

Natürlich fragten die Löwen hier genau nach, warum die junge Firma denn schon so viel wert sein sollte und wie die aktuellen Download- und Umsatzzahlen aussehen würden. Aber die eher geringen Zahlen im jeweils niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich konnten die aufgerufene Bewertung natürlich nicht stützen. Hinzu kam noch, dass zwar schon ein paar hundert Mal Hunde ausgeführt worden waren, dies aber mit Hilfe von Coupons und Rabattcodes zu wesentlich geringeren Preisen geschah. Ein Vorgehen, dass insbesondere bei Plattform-Modellen zu Beginn recht üblich ist, um die erste Traction überhaupt erst zu erzeugen und Kunden von der angebotenen Dienstleistung zu begeistern. Investoren in diesem Bereich wissen das, doch sie wissen auch, dass so die Zahlungsbereitschaft der Kunden in der nötigen Höhe noch nicht bewiesen ist. Damit gibt es aber auch von dieser Seite keinen Anhaltspunkt, dass das Geschäftsmodell funktionieren kann. Das Risiko ist somit größer, was die Bewertung eher negativ beeinflusst.

Nun versuchte die Gründerin, ihre Bewertung mit der medialen Aufmerksamkeit zu begründen, und tatsächlich kann sich die Liste der Veröffentlichungen online, in Print- und TV-Medien sehen lassen. Tatsächlich brachte ihr das aber nur noch größere Kritik ein, denn die Reichweite, die diese Medien für ihr Unternehmen generiert haben sollten, hat sich eben nicht wirklich in Download- oder Umsatzzahlen niedergeschlagen. Die Conversion hier scheint also sehr schlecht zu sein, ein Indiz für Investoren, dass Kunden schwierig zu akquirieren und daher teuer sind. Dies spricht also eher gegen das Modell als Ganzes, ist also ganz bestimmt kein Faktor, der irgendwie positiv auf die Bewertung einzahlen könnte.

Hier als Gründer die richtigen Punkte herauszusuchen, ist gar nicht so einfach. Als Faustregel kann man sich daran orientieren, dass fast alle Argumente mit einer Zahl auszudrücken sein sollten. In Walkies Fall kann man am Argumentationsverlauf mit der medialen Aufmerksamkeit sehen, dass die große gewonnene Reichweite schnell auf schlechte Conversions und damit hohe Kundenakquisekosten (CAC) zurückgeführt werden kann. Was noch einen zweiten wichtigen Punkt zeigt: Beginnt man, mit der Kundenakquise zu argumentieren, muss man einen Überblick über den gesamten Prozess und auch die verschiedenen Kanäle und ihre Kennzahlen haben, sonst ist man schnell verloren. Denn Traction alleine bedeutet erstmal noch gar nichts.

Gerade bei Plattform-Modellen wird auch oft mit hoher Skalierbarkeit und damit hohen Ertragsaussichten in der Zukunft argumentiert, doch auch hier ist Vorsicht bei den Kennzahlen geboten. Eine Vermittlungsplattform wie Walkie bekommt meistens eine Vermittlungsprovision von ca. 5-20% (wobei 20% schon sehr hoch ist). Wenn wir nun einmal von 10% und dem durchschnittlichen „Walk“ von 15 Euro ausgehen, bedeutet ein Umsatz von 100.000 Euro, 1 Million Euro an „Walks“ vermitteln zu müssen, d.h. circa 67.000 einzelne „Walks“.  Selbst wenn die kompletten 300.000 Euro geplanten Investments in die Kundenakquise fließen sollten, wäre es wohl ziemlich schwierig, diese Anzahl von Neukunden damit zu gewinnen. Die bisher zu vermutenden Conversions sprechen auch eher dagegen. Natürlich würde es auch Kunden geben, die den Service immer wieder nutzen, aber um eine einigermaßen verlässliche Aussage über die Wiederkehrrate zu machen, ist es auch noch zu früh.

Schließlich sprang sogar Georg Kofler helfend ein und fragte nach vergleichbaren Modellen in den USA, wo in der Tat schon recht hohe Bewertungen gezahlt worden waren. Solche Vergleiche sind zwar nicht immer treffend, können aber zumindest schon einmal eine vage Vorstellung davon vermitteln, wo die Reise hingehen soll. Allerdings sollte man die entsprechenden Fakten als Gründer dann auch schon aktiv zu Beginn der Bewertungsdiskussion kommunizieren.

Die genaue Argumentationslinie mit Zahlen zu hinterlegen ist also ein erster wichtiger Schritt. Genau zu durchdenken, welche weiteren Rechnungen der Investor dann damit anstellen kann und zu welchen Schlüssen das führt, ist genauso essentiell und sicherlich eine der größten Stolperfallen in Investorengesprächen.

Zur Autorin
Ruth Cremer ist Mathematikerin und Beraterin sowie Hochschuldozentin im Bereich Geschäftsmodelle, Kennzahlen und Finanzplanung. Als ehemaliger Investment Manager weiß Sie, worauf Investoren achten und hilft bei Pitch- und Dokumentenvorbereitung auch im Investment- oder Akquisitionsprozess. In der aktuellen fünften Staffel von “Die Höhle der Löwen” war sie als externe Beraterin in die Auswahl und Vorbereitung der Kandidaten involviert.

ds-Podcast mit Frank Thelen

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Löwe Frank Thelen über geplatzte Deals bei “Die Höhle der Löwen”, die Kunst, die richtige Bewertung zu finden, Insolvenzen und die Zukunft der Digitalwelt.

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#Zahlencheck - Schon 35,5 Millionen flossen in Kiveda – Umsatz wächst aber nur sehr langsam (9,1 %)

14. November 2018 - 8:45

In den vergangenen Jahren ist das Küchen-Startup Kiveda , ein bisschen von der Szene-Bildfläche verschwunden. Die jetzige kiveda Group (früher in Berlin, inzwischen in Nürnberg ansässig) vereint die Marken Kiveda und Küchen Quelle. Das Unternehmen bezeichnet sich als der “führende Multichannel-Anbieter für Einbauküchen in Deutschland”. Es wird zeit für einen Blick unter die Haube der millionenschweren Küchenfamilie.

Zum Hintergrund: kiveda ging 2013 an den Start. 2014 übernahm die Jungfirma dann Küchen Quelle, das nach der Quelle-Pleite von einer Investorengruppe weitergeführt wurde. Küchen Quelle brachte damals 60 Millionen Umsatz in das gemeinsame Unternehmen ein. Angeschoben wurde Kiveda vor fünf Jahren von der European Media Holding (EMH), dem damaligen Unternehmen von Maximilian und Sebastian Kuss. Als weitere Geldgeber waren zum Start Holtzbrinck Ventures und Alno-Investor Christoph Dietsche an Bord.

Später sicherte sich das Startup, das zeitweise von Michael Börnicke, ehemals Premiere und Escada, geführt wurde, auch die Unterstützung von ProSiebenSat.1. Inzwischen – nach einer “Transaktion” im Herbst 2016 – sind die Anteilseigner der Jungfirma nur noch EMH bzw. EMH Digital Growth Fund (16,8 % bzw 51,8 %), Holtzbrinck Ventures (22,2 %) und Crosslantic (7 %). Hintergrundinfos über EMH und das teils merkwürdige Gebaren der Kuss-Brüder haben wir zuletzt in unserem ds-Podcast geliefert. Pikant ist etwa, dass die Kuss-Brüder mit ihrer neuen Beteiligungsgesellschaft EMH Partners in das von ihnen gegründete Unternehmen Kiveda investiert haben. Bei solchen Transaktionen bleibt immer ein erhebliches Geschmäckle. Immerhin wurde so das eingesammelte Geld von Pensionskassen, Versicherungen und Stiftungen in ein eigenes Unternehmen gepumpt.

Nun schauen wir aber einmal auf die aktuellen Zahlen der kleinen Kiveda-Familie, die zuletzt 300 Mitarbeiter beschäftigte. 2016 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 70,6 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es 64,7 Millionen. Kiveda wuchs zuletzt also gerade einmal um 9,1 %. In einer Presseaussendung hatte Kiveda für 2016 einen erzielten Handelsumsatz in Höhe von 83,5 Millionen angegeben. “Die Umsätze wurden überwiegend im Inland getätigt. Das Ergebnis nach Steuern liegt im Geschäftsjahr 2016 bei T€ -6.273 (Vorjahr: T€ -4.602). Das Ergebnis ist insbesondere durch die fortschreitende stationäre Expansion, die Umstellung der Finanzierungsstruktur und durch verstärkte Marketingmaßnahmen und -kampagnen geprägt”, heißt es dazu im Jahresabschluss.

Seit der Übernahme bedeuten diese Zahlen ein Wachstum von knapp 17,7 %. Wobei nicht klar ist, ob die Zahlen wirklich vergleichbar sind. Als Konzernergebnisvortrag steht ein Minus von 21,6 Millionen in den Büchern von Kiveda, das Ende 2016 rund 240 Mitarbeiter beschäftigte. Ende 2016 verfügte das Küchen-Unternehmen dabei noch über eine Kapitalrücklage in Höhe von 35,5 Millionen. Sorgen muss man sich somit nicht um Kiveda und Co. machen. Die 100 Millionengrenze beim Umsatz sollte aber sicher zeitnah fallen, damit Kiveda wirklich ein Erfolg werden kann.

Bleibt noch ein Ausblick auf 2017! “Für das Geschäftsjahr 2017 wird für die Kiveda Group weiterhin ein deutlich über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum des Umsatzes mit einhergehender deutlicher Verbesserung des EBITDA erwartet. Die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017 bestätigen diese Prognose”, teilt das Unternehmen mit. Man darf gespannt sein, ob das gesamte Jahr 2017 diese Prognose halten konnte.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2016
* Der Konzern konnte einen über dem Marktdurchschnitt liegenden Umsatzzuwachs in Höhe von 9,1 % erreichen. Parallel zum Umsatzwachstum konnten weitere wichtige Schritte im Sinne der optimalen Ausrichtung der Marken der Kiveda Group, der Vertriebskanäle und der verstärkten stationären Präsenz umgesetzt werden.
* Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Umsatz in Höhe von T€ 70.645 (Vorjahr: T€ 64.745) erzielt. Die Umsätze wurden überwiegend im Inland getätigt. Das Ergebnis nach Steuern liegt im Geschäftsjahr 2016 bei T€ -6.273 (Vorjahr: T€ -4.602). Das Ergebnis ist insbesondere durch die fortschreitende stationäre Expansion, die Umstellung der Finanzierungsstruktur und durch verstärkte Marketingmaßnahmen und -kampagnen geprägt.

Kiveda im Zahlencheck

2016: 70,6 Millionen Euro (Umsatz); -6,3 Millionen Euro (Ergebnis nach Steuern); -4,9 Millionen Euro (EBITDA)
2015: 64,7 Millionen Euro (Umsatz); -4,6 Millionen Euro (Ergebnis nach Steuern); -4,3 Millionen Euro (EBITDA)

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DealMonitor - Investment für Berliner FinTech-Startup – Alle Deals des Tages

13. November 2018 - 18:30

Mit 500 Teilnehmern war die Digitale Leute Summit heute in Köln ein voller Erfolg. Jetzt werfen wir noch einen Blick auf die neusten VC-Deals im Lande. Alle Deals der letzten 24 Stunden gibt es auch heute wieder kompakt im aktuellen #DealMonitor.

INVESTMENTS

Bonify
+++
Die Santander InnoVentures investiert in das Berliner FinTech-Startup Bonify. Das Unternehmen wurde 2015 gegru?ndet und ist das erste deutsche FinTech-Unternehmen, das Nutzern komplette Transparenz und Einsicht in ihre perso?nlichen Bonita?tsdaten bietet. Das Investment erfolgt zeitgleich mit der Einfu?hrung der verbesserten Analytics-Engine, die den Service noch personalisierter auf die Bedu?rfnisse der Nutzer gestaltet.

ClickClickDriv
+++
Emmanuel Thomassin, CFO von Delivery Hero, Stefan Glaenzer, Jonathan Green und Burkhard Schwenker investieren eine siebenstellige Summe in die Online-Plattform ClickClickDriv. Das im September 2017 in Belgien gegründete Unternehmen ist eine Online-Plattform, die eine All-in-One Softwarelösung zur Verwaltung von Fahrschulen sowie eine integrierte Fahrschulsuche für Fahrschüler bietet. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen u.a. seine Marktführerschaft in Deutschland weiter ausbauen.

Archilyse
+++ PropTech1 Ventures, Ringier Digital Ventures, die Zürcher Kantonalbank und PropTech Business Angel Dr. Stefan Heitmann investieren in der Pre-Series-A-Finanzierungsrunde in das Schweizer PropTech-Startups Archilyse. Das Unternehmen misst datenbasiert Architektur-Charakteristiken von Immobilien und stellt diese Projektentwicklern, Architekten und Immobilienbestandshaltern als SaaS-Lösung zur Optimierung diverser Prozesse in der Immobilienwertschöpfungskette
zur Verfügung.

Exit

GymEntry
+++ Das Hamburger Startup GymEntry wird vom Wiener Startup Eversports übernommen. GymEntry bietet seinen Kunden flexibles Training in Fitnesscentern ohne Bindung an. Mit dem Angebot von GymEntry als neues Feature, bricht das 2013 in Wien gegründete Startup mit den klassischen Eintrittsbarrieren der Fitnessstudios und bietet mehr Flexibilität für den Fitnesscenterbesuch.

Tipp: Die Deals der Vortage gibt es im #DealMonitor-Archiv.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #StartupTicker im Laufe des Tages alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Eventtipp - Entrepreneurship Summit: Triff Carsten Maschmeyer!

13. November 2018 - 16:15

+++ Am 20. November kommen an der ISM Köln, beim Entrepreneurship Summit, erfahrene Gründer, Startup-Interessierte und Studierende zum Entrepreneurship Summit zusammen. Als Referent spricht unter anderem Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer. “Für mich sind die Gründer und ihre Persönlichkeiten die wichtigsten Gründe, um zu investieren“, sagt Maschmeyer. Als Geschäftsführer der Maschmeyer Group investiert der Unternehmer in Startups aus verschiedenen Branchen. Beim Entrepreneurship Summit der ISM leitet er mit seiner Keynote den Abend ein. Welches Gründungspotenzial an der Hochschule besteht, zeigt ein weiterer Referent: ISM-Absolvent Daniel Tykesson hat gemeinsam mit seinen Brüdern das Start-up Kumpan Electric gegründet, mit dem er Elektroroller herstellt und vertreibt. Serial Entrepreneur Oliver Bludau gibt ebenfalls Einblicke in seine Gründungserfahrungen und die Arbeit des Innovators Institute.

Kölle is e jeföhl – #Köln


In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

Foto (oben): Vox

#Anzeige - Warum separate Geschäftsanwendungen schnell an ihre Grenzen stoßen

13. November 2018 - 10:03

Am Anfang neigen Start-ups dazu, für jede Abteilungsfunktion eine separate Geschäftsanwendung zu implementieren. Was zunächst als schnellste und kostengünstigste Lösung erscheint, erweist sich im Laufe der Zeit häufig als einer der größten Fallstricke für wachsende Unternehmen.

Unternehmen, die ihre Systeme nach und nach anschaffen, sind bald mit einem Wildwuchs an Anwendungen konfrontiert, der zwar kurzfristig die Anforderungen abdeckt, das Unternehmen langfristig aber von einer effizienten Skalierung seiner Business-Software und seiner Prozesse abhält.

Denn sobald das Geschäft wächst und immer komplexer wird, verursacht der Betrieb unterschiedlicher Lösungen und separater Abteilungssysteme operative Ineffizienzen, die verhindern, dass das Unternehmen sein Potenzial voll ausschöpfen kann.

Aktivitäten ohne Wertschöpfung
Unzusammenhängende Prozesse führen dazu, dass wichtige Abläufe wie Auftragsbearbeitung, Rechnungsstellung, Spesenfreigabe und Fulfillment unnötig lange dauern. So verbringen einige Mitarbeiter vielleicht Stunden damit, Auftragsinformationen in das Buchhaltungssystem einzugeben, während ihre Vertriebskollegen dieselben Daten längst im CRM-System erfasst haben. Diese manuelle Doppelarbeit ist nicht nur ineffizient, sie erhöht auch die Fehlerquote.

Fehlender Echtzeit-Überblick
Verschiedene Software-Systeme und separate Datenbanken machen es schwer, sich zeitnah einen Gesamtüberblick verschaffen. Berichte aus den Bereichen Finanzen, Vertrieb, Marketing, Service und Fulfillment sind entscheidend für eine integrierte Sicht auf die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens. Die meisten Unternehmen verzichten aber irgendwann darauf, die Informationen regelmäßig auszuwerten, da die Beschaffung, Extraktion und Analyse der Daten zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Oder es werden unzählige Stunden damit vergeudet, verteilte Informationen miteinander zu verknüpfen. Als Folge davon treffen Unternehmen kritische Entscheidungen auf der Grundlage ungenauer, fehlerhafter, veralteter Informationen – oder einfach aus dem Bauch heraus.

Integrationsaufwand
Gibt es viele unterschiedliche Anwendungen, investiert die IT-Abteilung enorm viel Zeit und Geld in deren Integration, Wartung und Aktualisierung. Sobald neue Versionen gekauft werden, sind noch mehr Integration und Wartung erforderlich, damit die verschiedenen Versionen wieder zusammenarbeiten. Dadurch wird wertvoller IT-Aufwand verschwendet, und die Wartungskosten schnellen in die Höhe.

Enttäuschendes Kundenerlebnis
Bei hartem Wettbewerb ist es wichtig, dass Unternehmen ein außergewöhnliches Kundenerlebnis bieten, um Kunden zu gewinnen und sie langfristig zu binden. Dazu gehört, dass Kunden schnell und präzise über den Auftragsstatus informiert werden. Werden separate Systeme eingesetzt, ist es für die Mitarbeiter aber schwer, jederzeit die gewünschten Auskünfte zu geben, weil sie keinen Echtzeit-Zugriff auf alle Interaktions- und Transaktionsdaten haben. Negative Mundpropaganda und Abwanderung der Kunden können die unangenehmen Folgen sein.

Einzelne Geschäftsanwendungen? Lieber nicht!
Fazit: Nicht abgestimmte Prozesse, sich überlappende Datenbestände und die daraus resultierenden Ineffizienzen führen dazu, dass separate Geschäftsanwendungen schnell zum Problem werden, wenn ein Start-up wächst.

Wie ein integriertes System, das alle kritischen Geschäftsprozesse unterstützt, Unternehmen hilft, schneller und profitabler zu wachsen, erfahren Sie im zweiten Teil dieses Beitrags.

Erfahren Sie mehr über die cloudbasierte ERP-Lösung

Foto (oben): Oracle / GettyImages

#Übersicht - Heute bei #DHDL: Walkie, Caps Air, YFood, Poolathlete, Aktimed, Klostervogt 

13. November 2018 - 8:45

Auch in der fünften Staffel der VOX-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” wittert die Jury wieder fette Beute. Auf den Löwensesseln nehmen in diesem Jahr wieder Frank ThelenJudith WilliamsRalf DümmelCarsten Maschmeyerund Dagmar Wöhrl Platz. Dauer-Löwin Williams wechselt sich auch in diesem Jahr wieder mit dem ehemaligen Medienmacher Georg Kofler ab. Nun aber wieder schnell rein in die Löwengrube: Hier die Start-ups der aktuellen Folge, die um 20:15 Uhr bei VOX über den Bildschirm geht.

Lesetipp: “Die Höhle der Löwen” – Deals (2018), “Die Höhle der Löwen – Deals (2017)“, Die Höhle der Löwen – Deals (2016)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2015)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2014)“. Für mehr Spaß vor der Glotze am besten unser “‘Die Höhle der Löwen’– Bullshit-Bingo” herunterladen.

Walkie
Lisa Jedlicki (25) und Anna-Alexia Hoffmann (28) hoffen auf ein Investment in Höhe von 300.000 Euro, das die beiden einsetzen wollen, um ihre „Walkie App” zu einem Must-have für jeden Hundebesitzer zu machen. Über die Gassie-Geh App können unkompliziert Hundesitter gefunden und direkt gebucht werden. Ob spontan oder bis zu einer Woche im Voraus – nach nur wenigen Klicks ist ein geeigneter „Walkie” gefunden. Bei der Anmeldung hinterlegt der Nutzer seinen Namen und Adresse, sowie möglichst viele Informationen zu seinem Hund. Bei der Buchung eines qualifizierten Gassi-Gehers wird die Dauer des Spaziergangs bestimmt und zusätzlich können auch weitere Anweisungen gegeben werden (z.B. Schlüssel beim Nachbarn abholen, Hoardspot key code). Seit Februar 2017 ist die App auf dem Markt, bisher ist der Service allerdings nur in Frankfurt und München verfügbar. Das soll sich bald ändern. Gründerin Lisa und ihre Geschäftspartnerin Anna-Alexia wollen die „Löwen” mit 20 Prozent am Unternehmen beteiligen. Geht einer der „Löwen“ diesen Deal ein?

CAPS Air
Aufgrund des frühen Tods seines Vaters musste Ralph Ecks (47) mit 16 Jahren schnell Verantwortung übernehmen und um die Familie finanziell unterstützen zu können, hat er eine Lehre bei einem Herrenausstatter begonnen. Als er seinen geliebten Kaschmir-Pullover von Motten zerfressen im Schrank fand, überlegte Ralph Ecks fortan, wie er die Motten aus dem Schrank fernhalten kann. Die üblichen Mottenabwehrprodukte haben ihn nicht überzeugen können und so entwickelte er „CAPS Air”, um den kleinen Biestern den Kampf anzusagen. Das Kleiderbügel-Kapselsystem besteht aus einem Kleiderbügel mit integrierter Duftkapsel und soll für einen mottenfreien und duftig-frischen Kleiderschrank sorgen. Der zusätzliche Geruchsabsorbierer nimmt schlechte Gerüche auf und bindet sie. „Das benötigt jeder Haushalt”, ist der Hamburger überzeugt. Um auf dem Massenmarkt erfolgreich zu sein benötigt Ralph Ecks 200.000 Euro und bietet den „Löwen” dafür 20 Prozent seiner Firmenanteile an.

YFood
Vor der Gründung von „YFood” waren Benjamin Kremer (28) und Noel Bollmann (25) in der Finanzbranche tätig und ihr stressiger Arbeitsalltag sorgte für ungesunde Ernährungsgewohnheiten – bei Noel führte das sogar zu einem Krankenhausaufenthalt. „Deswegen haben wir ‚YFood’ entwickelt. Ein Getränk, das eine komplette Mahlzeit gesund und schnell ersetzt”, so Noel. „Es besteht aus einer Reihe natürlicher Zutaten und gibt dem Körper alles, was er benötigt: Proteine, Ballaststoffe, Kohlenhydrate, wichtige Omega Fettsäuren sowie das gesamte Vitamin- und Mineralspektrum. Mit einem Drink deckt man 25 Prozent des Tagesbedarfs aller essentiellen Nährwerte ab und es macht satt – im Durchschnitt bis zu vier Stunden.” Benjamin Kremer ergänzt: „Mit ‚YFood’ wollen wir eine gesunde, leckere und vollkommen mobile Alternative zu Fastfood und Fertiggerichten darstellen.” Das Getränk gibt es in drei Geschmacksrichtungen, ist ohne Einsatz von Konservierungsstoffen bis zu neun Monate ungekühlt haltbar und ist somit im Büro, beim Sport oder auf Reisen sofort trinkfertig. Bisher vertreiben sie ihr Getränk über den Onlineshop. Ihr Ziel: „YFood” im Lebensmitteleinzelhandel und auch an Tankstellen zu verkaufen. In der „Höhle der Löwen” sind sie nicht nur um 200.000 Euro Kapital einzusammeln, sondern vor allem sind die Gründer auf der Suche nach einem starken Partner, der mit Netzwerk und Know-how im Vertrieb unterstützt. Werden die Investoren bei einem Angebot von zehn Prozent an dem Unternehmen anbeißen?

Poolathlete / Painttablet
Monika Steidl (54) und Markus Kubitschek (46) sind seit zwölf Jahren ein Paar und die beiden sprudeln förmlich vor Ideen, die sie dann in geteilter Arbeit umsetzen: Markus ist der Tüftler und Bastler im Team, Monika ist Inhaberin der Pooltrainer GmbH und kümmert sich um die Zahlen. Den „Löwen” stellen sie nicht nur ein, sondern gleich zwei Erfindungen vor. Der „Poolathlete” ermöglicht das Schwimmen auch in kleinen Pools und das ohne Gegenstromanlage. Das Gurtset wird um die Hüfte gelegt und der Karabiner an der Öse des Poolathlete befestigt. Die durch das Schwimmen freigegebene Energie wird im Gerät gespeichert und vor dem nächsten Tempo wieder freigegeben. Es entsteht ein Memory-Effekt, der den Schwimmer wieder zurückzieht. Als zweites Produkt präsentieren sie das „Painttablet” – ein multifunktionales Board für die Malerarbeiten. Lästiges Abkleben soll damit der Vergangenheit angehören, ein zusätzlicher Spritzschutz wird nicht mehr benötigt und die Konstruktion vereinfacht das Ausbessern von Wänden, Decken und das Ansetzen an Sockelleisten. Zeigen die „Löwen” bei so viel Erfindergeist Interesse und investieren 160.000 Euro für 20 Prozent Unternehmensanteile?

Aktimed
Über 13 Jahre hat Sabine Kroker ihre eigene Physiotherapiepraxis geführt: „Tagtäglich war ich mit kinesiologischen Tapes und Verbänden in Verbindung und wir haben viele Krankheitsbilder damit behandelt. Um eine schnellere Heilung zu bekommen, mussten die Patienten zusätzliche Medikamente einnehmen, die zum Teil zu Magenschmerzen führten und bei einer Creme hat das kinesiologische Tape nicht mehr gehalten. Die Patienten kamen zu mir und fragten, warum erfindet niemand ein Tape mit integrierten Wirkstoffen?” Das war der Auslöser für die Physiotherapeutin und sie begann mit der Entwicklung. Nach zehn Jahren Arbeit präsentiert sie gemeinsam mit ihrem Mann Jens Kroker ihre zwei „Aktimed”-Hauptprodukte „Tape plus” und den Zinkleimverband „Wrap plus” mit integrierten pflanzlichen Wirkstoffen. „Diese Wirkstoffkombination ist in den Kleber beim Tape eingearbeitet und beim Zinkleimverband in die Paste. Damit kann es direkt an der geschädigten Struktur wirken”, erklärt Jens Kroker. „Unsere Hauptprodukte basieren auf einem europäischen Patent, wir haben die Zulassung als Medizinprodukt für all unsere Produkte erreicht, haben die Produktion hochgezogen und seit Ende 2016 sind wir im Markt.” Jetzt benötigt das Gründer-Ehepaar Kroker Hilfe bei den Themen Vermarktung und Vertrieb. Ihr Angebot an die „Löwen”: 150.000 Euro für zehn Prozent der Anteile an ihrer Firma „Aktimed”.

Klostervogt
Es wird geistlich in der „Höhle der Löwen”: Um ihre Produkte besonders authentisch zu vermarkten, treten die Gründer von „Klostervogt” Jürgen Hartwig (63) und „Bruder” Wolfgang Streblow (64) als Mönche auf und stellen ihre Darguner Soße vor. Dabei handelt es sich um eine mit Wein verfeinerte Essig-Soße. „Wir haben ein neues Produkt entwickelt, was sich der heutigen Zeit anpasst”, so Jürgen Hartwig. Sie bieten zwei Sorten an: der Apfelessig mit Weißwein und einmal mit Rotwein verfeinert. Zusätzlich zum guten Geschmack soll der Essig die Verdauung und das Wohlbefinden fördern. Mit Hilfe der Investoren wollen die „Mönche” den Essig wieder als Trend-Lebensmittel auf dem Markt etablieren. Dafür benötigen sie 20.000 Euro und würden 20 Prozent ihrer Unternehmensanteile abgeben. Schmeckt den „Löwen” das Angebot?

ds-Podcast mit Frank Thelen

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Löwe Frank Thelen über geplatzte Deals bei “Die Höhle der Löwen”, die Kunst, die richtige Bewertung zu finden, Insolvenzen und die Zukunft der Digitalwelt.

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#Anzeige - Letzte Chance: 360 Lab Accelerator hat die Bewerbungsfrist verlängert

12. November 2018 - 20:00

„360° in 360 Days“ ist die Bezeichnung eines neuen, international orientierten Start-up Accelerator Programms für vielversprechende europäische Technologie Start-ups. Getreu dem Leitspruch „gain traction, get funding, go to San Francisco“ verfolgt der 360 Lab Accelerator die Mission, vielversprechende Startups bei ihrem Wachstum optimal zu unterstützen, das Konzept dabei sei einzigartig – vor allem im zentraleuropäischen Raum.

Das Besondere des 1-jährigen Accelerator-Programms ist dessen globale Ausrichtung: die letzten 4 Monate des Programms finden in den Büroräumlichkeiten des CoLab44 im Silicon Valley statt. Dort werden – in der unmittelbaren Nachbarschaft von Facebook, Google und Co. – 5 ausgewählte Startups mithilfe amerikanischer VCs und Top-Coaches auf den internationalen Markteintritt vorbereitet, wodurch sie die einmalige Chance erhalten, sich zum globalen Player zu entwickeln.

100.000,- bis 1. Mio Euro Wachstumskapital, Top-Level Mentoring, Zugang zu 47 Testmärkten

Jedes der 5 teilnehmenden Startups erhält 100.000 Euro an Wachstumskapital sowie neben Coaching und Mentoring durch internationale Top-Level-Mentoren Zugang zu insgesamt 47 globalen Testmärkten mit einer Userbase von derzeit über 10 Mio. Kunden der myworld Gruppe. Im Zuge des Programms werden die Startups von namhaften Mentoren und Investoren dabei unterstützt, in Europa sowie den USA Fuß zu fassen und Venture Capital-Finanzierungen zu erhalten.

Während der ersten vier Monate im Accelerator sollen Produkt oder Service der Start-ups an die Anforderungen des Marktes angepasst sowie die effektivste Vertriebsmethode gefunden werden. Gegen Ende dieser ersten Phase stellen die Start-ups am Demo Day ihre Fortschritte interessierten Investoren vor. Überzeugen sie an diesem Tag, so sichern sie sich nicht nur Investments, sondern erhalten die einmalige Chance, sich im Silicon Valley zu beweisen. Am Standort des CoLab44 in San Francisco wird vier Monate lang intensiv am internationalen Launch gearbeitet: „The more user or revenue, the more venture capital“ lautet dabei das Motto.

„In Europa gibt es viele Start-ups, die neue Technologien oder Geschäftsmodelle mit großem Potential entwickeln, es scheitert dann jedoch meist an fehlendem Know-how und Infrastruktur, um den internationalen Durchbruch zu schaffen. Auch sind die meisten der unzähligen Inkubator-und Accelerator-Programmen nicht darauf ausgerichtet, Startups von der Internationalisierung in die kapitalintensive Wachstumsphase zu begleiten. Wir haben mit dem 360 Lab ein Accelerator-Programm entwickelt, das genau diesen kritischen Bereich abdeckt. Durch unser umfangreiches internationales Netzwerk können wir auf notwendiges kapital für Folgeinvestitionen zurückgreifen und so substantiellen Mehrwert für die Startups schaffen. Damit eröffnet der 360 Lab Accelerator europäischen Startups damit die oft versperrten Türen zu internationalen Märkten und Investoren – eine Tatsache, die uns am zentraleuropäischen Markt einzigartig macht”, so Christian Vancea.

Die Bewerbung für den 360° Lab Accelerator ist noch bis zum 18 November möglich! Bewerben können sich Technologie-Startups aus den Bereichen Marketplace, Fintech, Blockchain, AI, Saas und e-commerce für die Aufnahme in das 1-jährige Programm bewerben. Der Auswahlprozess ist selektiv und mehrstufig. Am 12. Dezember werden im Rahmen eines Events fünf High Potential Startups präsentiert, die im Jänner 2019 das Programm in Graz starten.

Jetzt bewerben

#DealMonitor - Hamburger HR-Startup sichert sich 8,5 Millionen – Alle Deals des Tages

12. November 2018 - 18:00

Die neue Woche verpricht zwei tolle Events und auch ihr seid herzlich eingeladen. Morgen sind wir auf der DL Summit in Köln anzutreffen und Freitag wird Alexander Hüsing auf dem Startup-Frühstück im Ruhr HUB in Essen sein. Jetzt werfen wir aber noch einen Blick auf die neusten VC-Deals im Lande. Alle Deals der letzten 24 Stunden gibt es auch heute wieder kompakt im aktuellen #DealMonitor.

INVESTMENTS

WorkGenius
+++
Unternehmer Axel Sven Springer, Oliver Heine, John Jahr und ein Schweizer Family Office investieren 8,5 Millionen Euro in das Hamburger Startup WorkGenius. Das erstmals von Daniel Barke und Marlon Litz-Rosenzweig im Jahr 2011 unter dem Namen Mylittlejob gegründete Unternehmen öffnete 2018 mit ihrer Umbenennung in „WorkGenius“ auch ihr Angebot mit damals 250.000 Studenten erfolgreich für professionelle Freelancer. Mit der frischen Finanzierung plant WorkGenius seine Präsenz in den USA auszubauen und das Produkt für die spezifischen Anforderungen von Talenten international weiterzuentwickeln.

Wirelane
+++
Vito Ventures, Coparion, High-Tech Gründerfonds und Ritter Starkstromtechnik investieren 4 Millionen Euro in das Münchner Tech-Startup Wirelane. Mit dem Investment will das Startup die Entwicklung von Soft- und Hardware für den Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge weiter vorantreiben. Das Unternehmen wurde 2016 von Constantin Schwaab gegründet und ist Full Service Provider im Bereich Elektromobilität.

Einhundert Energie
+++ Verschiedene Investoren und die NRW Bank investieren einen mittleren sechsstelligen Betrag in das Kölner Startup Einhundert Energie. Das im Jahr 2017 von Ernesto Garnier gegründete Unternehmen ist ein digitaler Ökostromanbieter, der ausschließlich mit digitalen Stromzählern arbeitet und ermöglicht seinen Kunden somit Transparenz über ihren Energieverbrauch und die Energiekosten.

AIM3D
+++ High-Tech Gründerfonds und die Brose Gruppe investieren 1,4 Millionen Euro in den 3D-Metalldrucker-Hersteller AIM3D. Das Unternehmen aus Rostock wurde 2014 von Clemens Lieberwirth, Christian Polzin und Professor Hermann Seitz gegründet.

Factory Berlin
+++ Die Essener RAG-Stiftung investiert in den Berliner Startup-Club Factory Berlin, eine internationale Innovations-Community. Im Fokus beider Unternehmen steht die Unterstützung der Innovatoren, die an aktuellen Technologien arbeiten und herkömmliche Geschäftsmodelle nachhaltig transformieren wollen. Seit der Gründung 2011 durch Udo Schloemer betreibt Factory Berlin mittlerweile mit ihren Standorten in Berlin-Mitte und am Görlitzer Park die größte innovative Community in Europa. Mit der Investition soll nun die Plattform weiter ausgebaut werden.

EXIT

Lendstar
+++ Der US-Zahlungsanbieter epay, ein Fullserviceanbieter von Gutscheinsystemen, Corporate Incentives und Zahlungsverkehrslösungen übernimmt das Münchner Startup Lendstar. Die Mobile-Payment-App wurde 2013 von Christopher Kampshoff gegründet und verkündete im August diesen Jahres die Insolvenz. Beide Unternehmen wollen nun “den Markt für Mobile-Payment gemeinsam aktiv gestalten”, so Kampshoff.

Tipp: Die Deals der Vortage gibt es im #DealMonitor-Archiv.

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#Interview - “Willkommen in der schönsten Stadt Deutschlands”

12. November 2018 - 16:15

Die 2008 gegründete Zeitarbeit-Jobbörse Studitemps, Zielgruppe Studenten, gehört zu den ganz gewichtigen Kölner Startups. Iris Capital, XAnge, Seventure und b-to-v investierten 2015 beachtliche 12 Millionen Euro in die Jungfirma, die aus dem Studentenjob-Vermittler Jobmensa hervorgegangen ist. Knapp 21 Millionen flossen insgesamt bisher in das Unternehmen, das von Andreas Wels und Benjamin Roos gegründet wurde. Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Studitemps-Macher Roos über den Standort Köln.

Reden wir über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Man hört ja immer viele Gerüchte über Berlin beispielsweise, dass dort Programmierer Anteile am Unternehmen bekommen und dann alle zwei Jahre das Unternehmen wechseln, um sich ein möglichst breites Portfolio aufzubauen. Egal, ob das stimmt oder nicht, denke ich, dass es in Köln aktuell sehr viel leichter ist, an gute Entwickler zu kommen, als in Berlin. Zum einen gibt es weniger Konkurrenz zumindest von Startups, allerdings stocken einige Konzerne gerade richtig auf, zum anderen ist das Einzugsgebiet von Köln einfach größer. Unsere Mitarbeiter kommen nicht nur aus Köln, sondern aus Aachen, Bonn, Wuppertal, sogar aus Bochum. Durch öffentlichen Nahverkehr oder ICE kombiniert mit Jobticket und unsere zentrale Lage in Köln haben wir so im War for talents weniger Konkurrenz und einen größeren Talentpool aus dem wir Mitarbeiterfür uns gewinnen können. Oder um es mit den Worten des Stadionsprechers des effzeh zu sagen: Willkommen in der schönsten Stadt Deutschlands.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Wenn ich es mit zwei Worten beschreiben sollte, wäre es die familiäre Atmosphäre. Gerade auch durch das Gründerpokern, das in Köln seinen Anfang genommen hat, kennt man sich nicht nur beruflich, sondern auch privat sehr gut untereinander, hilft einander und unterstützt sich. Seien es die Gründer von Homelike, Picanova, Fond of Bags, Chronext, der Code University oder Reihenhaus.de bei allen war ich entweder schon mal zum Geburtstag oder zu einer Hochzeit eingeladen oder man läuft sich im Karneval und beim effzeh über den Weg. Es ist sehr ähnlich zum WHU Netzwerk, ich weiß, dass ich jeden jederzeit anschreiben kann und derjenige alles tut in seiner macht stehende tut, um mir zu helfen, einfach weil wir beide Kölner Unternehmer sind.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Gute Mitarbeiter zu finden und ein Netzwerk aufzubauen.

Was fehlt in Köln noch?
Mir fehlt noch ein echter Schmelztiegel, wie die Factory oder das Betahaus. Das Clusterhaus hat es sehr gut gemacht und auch am Startplatz wird hervorragende Arbeit geleistet, aber das ganze nochmal eine Nummer größer, das fehlt mir. Und ich bin sehr gespannt, was die Jungs von Fond of Bags mit ihrem Projekt „The Ship“ auf die Beine stellen. Mit Stefanie Weidner haben sie die ehamlige Gründerin vom Solution Space mit an Board, ich glaube, da wird was Großes draus entstehen für die Kölner Gründerszene.

Zum Schluss hast Du hast drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Noch mehr Hubs, wie den Startplatz, das Clusterhaus und The Ship, die in der Start-up Szene wirklich was bewegen und ein erster Anlaufpunkt sind. Noch mehr VCs – auch wenn Jojo und Capnamic die Kölner Fahne hier schon sehr hoch halten. Und beim letzten Punkt lege ich mich etwas aus dem Fenster: Wir stellen mittlerweile auch Entwickler aus Pakistan und Canada ein. Ein noch besser Prozess im Bezug auf Arbeitsvisa und eventuell Deutschkurse. Wobei ich ehrlich gestehen muss, dass ich nicht tief genug im aktuellen Prozess drin stecke.

Kölle is e jeföhl – #Köln


In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

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#Podcast - Startup-Highlights #17 – von Floerke, Lesara, Movinga, Andreas Winiarski, CrossEngage, Optiopay

12. November 2018 - 12:45

Im neuen ds-Podcast kommentieren OMR-Podcast-Legende Sven Schmidt und ds-Chefredakteur Alexander Hüsing wieder die wichtigsten Startup- und Digital-News aus Deutschland. Wir sprechen über den die Turbulenzen bei von Floerke, die Pleite von Lesara, eine neue Millionenrunde bei Movinga, den Lebenslauf von Andreas Winiarski, das wohl nur interne Fundraising von CrossEngage und eine geplatzte Finanzierungsrunde bei Optiopay.

Startup-Highlights #17 – Unser #Podcast der Woche

Dieser Podcast in der zeitlichen Übersicht

00:00 | von Floerke
15:00 | Lesara
26:28 | Movinga
32:38 | Andreas Winiarski
42:34 | CrossEngage
47:38 | OptioPay

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr ganz leicht bei SoundCloud abonnieren und abspielen. Ansonsten bei Spotify und iTunes zuhören.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #Podcast alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Zahlencheck - Quandoo: Bei mageren 4,3 Millionen Umsatz für stolze 198,6 Millionen verkauft!

12. November 2018 - 8:45

Im März 2015 übernahm Recruit Holdings das Berliner Startup Quandoo, eine Reservierungsplattform für Restaurants. Das japanische Unternehmen, das zuvor 7 % an der Jungfirma hielt, zahlte damals beachtliche 198,6 Millionen Euro für Quandoo, das 2012 von Philipp Magin, Daniel P. Glasner, Ronny Lange, Sebastian Moser und Tim-Hendrik Meyer, allesamt vorher Groupon, ins Leben gerufen wurde. Bis Ende 2015 flossen dabei 55 Millionen Euro in Quandoo – unter anderem von Piton Capital, Holtzbrinck Ventures und DN Capital.

Im Jahr, 2014, vor dem millionenschweren Verkauf erwirtschaftete das Quandoo-Team (damals über 250 Mitarbeiter) ein Rohergebnis in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Das Unternehmen finanziert sich durch eine sogenannte “Subscription Fees” und die “Restaurant Reservation Fees”. In einer Recruit-Präsentation zur Übernahme ist für 2014 von einem Umsatz in Höhe von 4,3 Millionen Euro die Rede. Der Jahresfehlbetrag lag damals bei 7,7 Millionen Euro. In der bereits genannten Präsentation wird das EBITDA mit -9,7 Millionen angeben. Recruit zahlte somit knapp 200 Millionen für ein Startup mit einem Umsatz von nicht einmal 5 Millionen Euro. Eine stolze Summe, ein beeindruckender Aufschlag. Diese großen Vorschusslorbeeren haben sich bisher nicht erfüllt!

Im Jahr drauf, also 2015, stieg der Jahresfehlbetrag auf 14,4 Millionen. Das Rohergebnis stieg auf 2,9 Millionen. “Quandoo blickt auf das erste Geschäftsjahr als Tochter der Recruit Holdings Co. Ltd. zurück. Das Geschäftsjahr war neben dem Fokus auf unsere eigentliche Geschäftstätigkeit durch Konzernintegration geprägt. Das Unternehmen ist weiterhin stark gewachsen und konnte in einem durch verstärkten Wettbewerb geprägten Umfeld ein Rohergebinswachstum auf T€ 2.862 verzeichnen (+95% gegenüber dem Vorjahr)”, heißt es dazu im Jahresabschluss. 2015 ging Quandoo etwa auch in Hong Kong, Australien, Libanon und in den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Start.

Nun der Blick auf 2016: Vor zwei Jahren stieg das Rohergebnis auf 4,6 Millionen. Der Jahresfehlbetrag lag leicht unter dem Vorjahr – es waren 13,4 Millionen. “Quandoo blickt auf das zweite Geschäftsjahr als Tochter der Recruit Holdings Co. Ltd. zurück. Das Unternehmen ist weiterhin gewachsen und konnte ein Rohergebniswachstum auf T€ 4.570 verzeichnen (+60 % gegenüber dem Vorjahr) und somit seine Prognose für das Geschäftsjahr erfüllen. Das Rohergebniswachstum ist vor allem durch gestiegenen Weiterbelastungen der Kosten an Tochterunternehmen getrieben. Der Fokus des Unternehmens lag weiterhin auf der Akquisition von neuen Partnerrestaurants”, teilt die Jungfirma zu den Zahlen mit.

Aus Polen, den Vereinigten Arabischen Emiraten (erst im Vorjahr gestartet), Libanon und Südafrika zog sich Quandoo 2016 zurück. Ende 2016 waren 16.000 Partnerrestaurants beim Dienstleister an Bord. Über 40 Millionen Gäste wurden über die Quandoo-Gruppe bisher nach eigenen Angaben platziert. Gleichzeitig ging von 2015 auf 2016 aber auch die Zahl der Mitarbeiter bei Quandoo deutlich zurück – von 159 auf 128. Zur Erinnerung: Bei der Übernahme waren es noch mehr als 250 Mitarbeiter. Bis Ende 2016 kostete der Aufbau von Quandoo, zuletzt eine mittelgroße Kapitalgesellschaft, stattliche 38,2 Millionen Euro.

Und ganz offenbar soll der Aufbau noch weitere zweistellige Millionenbeträge kosten. Die Kapitalrücklage betrug Ende 2016 bereits stolze 66,3 Millionen. “Der Anstieg der Kapitalrücklage um T€ 10.800 auf T€ 66.328 (Vorjahr T€ 55.528) resultiert aus drei unterjährig vorgenommenen Kapitalerhöhungen”, teilt das Unternehmen dazu mit. Ende 2016 waren somit noch rund 28 Millionen in der Quandoo-Kasse. Dennoch gab es im Februar 2017 noch eine weitere “Einzahlung in den Kapitalrücklagen in Höhe von T€ 21.800”. Dies geschah, um den “für 2017 geplanten Liquiditätsbedarf zu decken”. Recruit scheint mit Quandoo noch viel vor zu haben. Zumindest scheint es bei den bisherigen Umsätzen eine sehr langfristige Wette zu sein. Im schlimmsten Fall ist Quandoo ein gewaltiges Fass ohne Boden. Und im schlimmsten Fall präsentierte sich Quandoo zum Verkauf viel besser als die Zahlen es damals vermuten lassen konnten.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2016
* Quandoo blickt auf das zweite Geschäftsjahr als Tochter der Recruit Holdings Co. Ltd. zurück. Das Unternehmen ist weiterhin gewachsen und konnte ein Rohergebniswachstum auf T€ 4.570 verzeichnen (+60 % gegenüber dem Vorjahr) und somit seine Prognose für das Geschäftsjahr erfüllen. Das Rohergebniswachstum ist vor allem durch gestiegenen Weiterbelastungen der Kosten an Tochterunternehmen getrieben. Der Fokus des Unternehmens lag weiterhin auf der Akquisition von neuen Partnerrestaurants.
* In 2016 haben wir uns aus strategischen Gründen dazu entschlossen, vier unserer Tochtergesellschaften in Polen, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Libanon und in Südafrika zu schließen. Bis Dezember 2016 wurde die Quandoo Smartphone App mehr als 450.000-mal für iOS und Android heruntergeladen. Außerdem wurde im September 2016 die Marke von 16.000 Partnerrestaurants weltweit überschritten. Am Ende des Jahres wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein in der jungen Unternehmenshistorie erreicht. Im November wurde der 40 millionste Gast über Systeme der Quandoo Gruppe in einem Restaurant platziert.
* Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen die monatlichen “Subscription Fees” und die “Restaurant Reservation Fees” dar. Neben der deutschen Muttergesellschaft konnte außerdem ein starkes Umsatzwachstum bei unseren Tochtergesellschaften erreicht werden, welches im Wesentlichen durch die Neuakquisition von Partnerrestaurants und durch die gestiegene Anzahl von Reservierungen getrieben wurde.

Quandoo im Zahlencheck

2016: 4,6 Millionen Euro (Rohergebnis); 13,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 2,9 Millionen Euro (Rohergebnis); 14,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 1,5 Millionen Euro (Rohergebnis); 7,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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#Gastbeitrag - Wie wird ein Markenname ins Chinesische übersetzt?

10. November 2018 - 16:00

Bekannterweise bringen die Chinesen ja nicht nur eine uns völlig fremde Sprache, sondern im Gepäck auch ein komplett eigenes Schriftsystem mit, das absolut gar nichts mit unseren 26 lateinischen Buchstaben zu tun hat. Da liegt die Frage nahe, was eigentlich mit den Namen passiert, wenn Starbucks, Siemens oder andere westliche Marken sich für den chinesischen Markt zurecht machen.

Zunächst muss man verstehen, dass jedes Chinesische Zeichen genau einer Silbe entspricht, die eine bestimmte Aussprache, Betonung und Bedeutung hat. Das Zeichen ? spricht sich “Wo” und heißt “Ich”. Die Stimme geht dabei kurz runter, dann wieder rauf. Um die Betonung in einer Lautschrift festzuhalten, kann man einen entsprechenden Akzent auf das “Wo” setzen, der die Betonung repräsentiert – aus “Wo” wird “W?”. Diese Lautschrift nennt man Pinyin und ist für die Notation der Laute gedacht, um Ausländern zu ermöglichen, chinesische Schriftzeichen in lateinischen Buchstaben niederzuschreiben.

Im Folgenden brauchen wir die Lautschrift, um die Markenübersetzung besser zu verstehen. Wenn es darum geht, einen Markennamen zu übersetzen, kann man sich im Wesentlichen zweier Methoden bedienen. Die erste Möglichkeit ist, Silben zu finden, die der Originalbedeutung entsprechen. Die zweite Möglichkeit ist eine phonetische Übersetzung. Das bedeutet, Silben aneinanderzureihen, die so ähnlich klingen wie das Original und eine beliebige, aber positive Bedeutung haben.

Eine Kombination aus beiden Methoden ist Starbucks. Starbucks wird im Chinesischen als ??? (X?ng B? Kè) bezeichnet. ?(X?ng) bedeutet einfach “Stern” und die beiden anderen Silben ?? (B? Kè) klingen so ähnlich wie “bucks”. Phonetisch geht es auch bei Siemens zu. Die heißen ??? (X? Mén Zi). Die drei Silben bedeuten Westen, Tür und Sohn. Das passt grob und ist positiv besetzt.

Nachfolgendes Bild ist ein Werbung für Küchengeräte. Dort kann man sehen, dass Siemens oben links das Original-Logo belassen hat, unten rechts im Fließtext aber seinen chinesischen Namen nutzt. Das ist eine übliche Vorgehensweise.

Bei Peakboard handhaben wir das ähnlich. Das Original-Logo bleibt, wie es ist, weil es in dieser Form eine Marke mit starker Wiedererkennung ist. Der chinesische Name lautet ??? (B?n F?ng B?n). ?? (F?ng B?n) ist eine direkte Übersetzung von Peak (Spitze) und Board. Die erste Silbe ? (B?n) steht für mächtig/dynamisch und ist sehr positiv besetzt. Sie macht die drei-Silben-Kombination eindeutig. ? (B?n) haben wir übrigens von ?? (B?n Chí) geklaut. Das ist der Chinesische Name von Mercedes.

Es liegt auf der Hand, dass dieses Wissen für eine Do-It-Yourself-Übersetzung nicht ausreicht. Sowohl in China als auch in Deutschland gibt es Agenturen, die auf dieses Thema spezialisiert sind und die dann auch gleich die Markenanmeldung und andere Formalitäten mit erledigen. Ich empfehle eine entsprechende Agentur zu googeln oder bei der Außenhandelskammer um Rat zu fragen.

Bei der Entscheidung für eine Agentur sollte man erwarten, dass die diese vor dem Projekt sehr genau verstehen will, um was für ein Produkt es geht und ob es geografische Schwerpunkte gibt. Alles andere ist unseriös. Meiner Erfahrung nach dürfte eine Namensübersetzung dabei zwischen 800 und 2500 € kosten – je nachdem wie viel Beratungsleistung noch in dem Auftrag enthalten ist.

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#Offline - Insolvenz! Lesara steht vor dem Aus!

9. November 2018 - 17:10

Bitter! Beim modischen Berliner Startup Lesara gehen womöglich für immer die Lichter aus. Eine Planinsolvenz in Eigenverwaltung soll das Unternehmen nun retten. Ein Unterfangen, dass schwierig werden könnte. In den vergangenen Jahren pumpten Investoren wie 3L Capital, Northzone, Magrove Capital Partners und Vorwerk Ventures rund 100 Millionen Euro in den Fashion-Shop, der 2013 von Roman Kirsch, Matthias Wilrich und Robin Müller gegründet wurde. Nach Auctionata ist die Insolvenz von Lesara eine der größten Pleiten, die die deutsche Startup-Szene in den vergangenen Jahren verkraften musste.

2016 erwirtschaftete der Fashion-Shop, der versuchte Trends frühzeitig zu erkennen, einen Rohertrag in Höhe von 24,7 Millionen und einen Jahresfehlbetrag von 14,3 Millionen Euro. Bis Ende 2016 kostete der Aufbau von Lesara bereits rund 28,4 Millionen. Geld für die weitere Expansion schien zuletzt aber genug vorhanden zu sein. Noch im Sommer gab das Startup eine 30 Millionenrunde bekannt. Wie jetzt klar wird, war dies “nur” eine Brückenfinanzierung. Die zudem auch noch genutzt wurde, um Kredite abzulösen. Zudem floss ein großer Teil schon vorher. Am Ende sollen gerade einmal rund 10 Millionen tatsächlich neu geflossen sein.

Zuletzt war das Lesara-Team auf der Suche nach neuen Geldgebern. 15 bis 20 Millionen wollte die Jungfirma einsammeln. Offenbar waren die Altinvestoren aber überhaupt nicht bereit, weiteres Geld in das Unternehmen zu stecken. Lesara fiel in der Vergangenheit immer wieder wegen seiner forschen Außenkommunikation – gerade in Bezug auf die erzielten Umsätze auf. Auch den Investoren gegenüber soll das Unternehmen immer wieder mit kreativen Zahlenzusammenstellungen aufgefallen sein. Rund 300 Mitarbeiter wirkten zuletzt bei Lesara. Das Unternehmen ist zurzeit in 24 Ländern unterwegs. Bereits am Donnerstag soll es bei Lesara ein Meeting gegeben haben, in dem die Insolvenz im kleinen Kreis angekündigt wurde. Mitgründer Kirsch war bisher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Noch Mitte August eröffnete das Unternehmen in Erfurt ein monströses Logistikzentrum. “Der über 40 Millionen Euro teure Logistikstandort, den Lesara ab sofort als sein europäische Distributionszentrum nutzen wird, verfügt über eine 31.600 m² große Grundfläche, die Logistikfläche beläuft sich sogar auf rund 60.000 m². Das Land Thüringen fördert die Investition mit knapp 10 Millionen Euro”, teilte das Unternehmen dazu kürzlich mit. Neben den vielen Investorengeldern sind nun auch diese Steuergelder quasi weg. Aber wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Der schöne und lange Sommer 2018 war einfach nicht gut für die vielen E-Commerce-Anbieter im Lande – siehe zalando, Home24 und Co.

Wie Roman Kirsch Lesara noch auf der Noah18 feierte

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#Überblick - Bielefeld gibt es doch! Hier der Startup Guide Bielefeld

9. November 2018 - 13:15

Wer von Bielefeld erzählt, bekommt meist eine Antwort: Bielefeld gibt’s gar nicht! Doch genug der Bielefeld-Verschwörung! Bielefeld, das Herz des deutschen Mittelstands mit bekannten Traditionsunternehmen wie Bertelsmann, Dr. Oetker oder Miele, wird immer mehr zum Mekka für Startups mit einem B2B-Fokus. Viele neue Startups und Gründerinitiativen sind seit 2016 entstanden und bestehende Unternehmen und Institutionen fördern aktiv innovative Geschäftsmodelle in ganz Ostwestfalen-Lippe (OWL).

Initiiert von der Founders Foundation entwickelt sich in Bielefeld derzeit ein Ökosystem für die nächste Unternehmergeneration, die die digitale Zukunft Deutschlands gestaltet. Diese digitale Aufbruchsstimmung bringt lokale Gründer und Innovationstreiber zusammen. Mit der Startup Region OWL wird die gesamte Region auch auf Startup-Ecosystem-Landkarte sichtbar und zeigt die ganze Kraft der neuen Digital-Pioniere im ‘Hinterland’ mit seinen Ressourcen.

Der Startup-Lotse Bielefeld ist ein kleiner Wegweiser durch die Gründerstadt Bielefeld und die Region Ostwestfalen-Lippe, er listet alles auf, was man als Gründer über Bielefeld und Umgebung wissen muss. Schwerpunkt sind dabei die Bedürfnisse von Gründern, die Internetkonzepte aller Art umsetzen. Viel Spaß beim stöbern und Willkommen in der Szene!

Hier entlang zum Startup Guide Bielefeld

Foto (oben): Founders Foundation

#Hintergrund - So soll RightNow – von Maschmeyer finanziert – zum fetten LegalTech im Mobilitätssegment aufsteigen

9. November 2018 - 8:45

Das junge Düsseldorfer Geld-für-Flug.de, das 2017 an den Start ging, fiel bisher vor allem durch eine unerwartete 25 Millionen Euro-Finanzierung – unter anderem durch Carsten Maschmeyer auf. Nun stemmten die Rheinländer ihre erste Übernahme: Gerade wanderte der Stuttgarter Fahrgastrechtedienst Bahn-Buddy unter das Dach von RightNow, dem Unternehmensdach hinter Geld-für-Flug.de.

Im Zuge der Übernahme änderte RightNow, das von Torben Antretter, Phillip Eischet und Benedikt Quarch gegründet wurde, direkt das Geschäftsmodell von Bahn-Buddy. Die Plattform funktioniert nun wie Geld-für-Flug.de über eine Sofortauszahlung. Bisher funktionierte Bahn-Buddy als reiner Dienstleister bei Verspätungsansprüchen. Nachteil: Der Entschädigungsprozess dauerte dabei oft mehrere Monate. Nun bekommen die Kunden direkt ihr Geld. Um die Abwicklung der Ansprüche gegen die Deutsche Bahn muss sich der Kunde dann selbst nicht mehr kümmern. Dafür müssen die Nutzer eine Gebühr bezahlen. Rund 12 % der Entschädigung sind dies durchschnittlich. Dabei funktioniert Bahn-Buddy quasi vollautomatisch. Das bestehende Geld-für-Flug.de-Team kann die weitere Plattform ohne großen Aufwand mitbetreuen. Gerade mal rund 20 Mitarbeiter wirken derzeit bei der RightNow-Gruppe.

Im Telefongespräch mit deutsche-startups.de kündigen die RightNow-Macher Antretter und Eischet weitere Übernahmen an. Der Fokus soll dabei weiter auf Angeboten, die sich um das Thema Mobilität drehen, liegen. Zudem seinen weiteren Eigenentwicklungen geplant. Der Anspruch der Gründer dabei ist hoch. Sie wollen nicht weniger als “Europas führenden Anbieter im Bereich Konsumentenfactoring” aufbauen. Geld-für-Flug.de wickelt bereits jetzt Zehntausende Fälle ab und steuert nach Firmenangaben auf einen Millionenumsatz zu. Das monatliche Wachstum geben die RightNow-Gründer mit derzeit rund 20 % an. Der Aufbau einer LegalTech-Familie rund um die Themen Mobilität und Travel klingt nach einer guten Idee.

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#DealMonitor - Mindance bekommt Geld – Alle Deals des Tages

8. November 2018 - 18:00

Auch heute werfen wir wieder einen Blick auf die neusten VC-Deals im Lande. Alle Deals der letzten 24 Stunden gibt es auch heute wieder kompakt im aktuellen #DealMonitor.

INVESTMENTS

Back
+++ Point Nine Capital und Seedcamp investieren – wie hier berichtet – vor dem Start in Back, das neue Startup von Christian Eggert, ehemals Bonativo und Minodes, James Lafa, ehemals Minodes, und Janis Zech, ehemals Fyber. In Stellenanzeigen beschreibt sich das junge Unternehmen so: “Back is a SaaS company working on a new, innovative product to empower business services teams. Our mission is to make teams dramatically more productive using Back”.

Kukua
+++ Hubert Burda Media investiert über seine Venture Capital-Tochter BurdaPrincipal Investments gemeinsam mit Kima Ventures, Firstminute Capital, EchoVC und Business Angel Lars Fjeldsoe-Nielsen insgesamt 2,5 Millionen US-Dollar in das panafrikanische Startup Kukua. Im Juli 2016 gründet Lucrezia Bisignani das Bildungs-Franchise Unternehmen kukua, das sich der Bekämpfung von Analphabetismus bei Kindern widmet.

Mindance
+++ Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) investiert einen sechsstelligen Betrag in das Leipziger E-Health-Startup Mindance. Das Unternehmen wurde 2017 von Robin Meier und Lukas Stenzel gegründet und bietet Firmen die Möglichkeit, die psychische Gesundheit und mentale Fitness ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern. Mit der Finanzierung will das Unternehmen die weitere Produktentwicklung der Mindance-App vorantreiben und den Ausbau im Bereich Marketing und Sales finanzieren.

Tipp: Die Deals der Vortage gibt es im #DealMonitor-Archiv.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #StartupTicker im Laufe des Tages alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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Was du jetzt tun kannst ...

 

 

oder

Werde Lebensunternehmer oder helfe anderen dabei, es zu werden!

 Herz fuehrt Verstand, dann kann nichts schiefgehen

Sie möchten weitestgehend frei über Ihre Lebenszeit verfügen und Ihre Fähigkeiten, Ihre Neigungen, Ihre Kreativität (Phantasie) und Ihre Gefühle bestmöglich ausleben?

Sie möchten Ihre eigenen Ideen realisieren, vielleicht sogar von zuhause aus arbeiten und sich ein Einkommen erwirtschaften, das Ihren Lebensunterhalt sichert. 

Sie möchten langfristig gut und deshalb im Einklang mit der Natur leben?

Neben einer vereinfachten Lebensweise spielt dabei auch die moderne Technik eine wichtige Rolle.
Wir finden heraus, wie Sie einfacher leben und die aktuellen technischen Möglichkeiten optimal nutzen können.

Beispielsweise bietet sich zur Fortbewegung in den Städten das Car2go- oder Car-Sharing-Konzept an oder wie wäre es in Zukunft mit einer AllinOne-Solaranlage zur weitestgehend autarken Stromversorgung oder verbrennen Sie Biomasse (z. B. Kuhmist) und erzeugen Sie so Ihren eigenen Strom.

Sie möchten sich mit Ihrer eigenen Stimme an den gesellschaftlichen Entscheidungen, die Sie interessieren, beteiligen ?

Möglicherweise wünschen Sie sich insgeheim schon lange, so zu leben und entsprechende Erfahrungen und Erkenntnisse zu sammeln.

Ja, wie wäre es, wenn Sie Ihre Begeisterung für diese ganzheitliche Lebensweise sogar zu Ihrem Beruf machen und sie auf diesem Wege, Ihr Wissen mit anderen teilen und anderen Menschen helfen können, erfüllter zu leben.

Verwirklichen Sie doch Ihren Traum! Werden Sie ein ganzheitlich denkender Lebensunternehmer oder falls Sie das schon sind, geben Sie Ihr Wissen weiter und geben Sie so Ihrer Zukunft ganz neue Perspektiven! 

Verdienen Sie mit Ihrer selbst gewählten Aufgabe Ihren Lebensunterhalt.

Sie können als Lebensunternehmer-Coach Ihr Wissen weitergeben oder aber auch als Coachee, die ganzheitliche Denkweise der Lebensunternehmer kennen lernen.

Natürlich können Sie auch nur einzelne Schwerpunkte aus dem Lebensunternehmer-Konzept trainieren bzw. coachen, etwa den Workshop wo es darum geht für Berufsanfänger und Berufswechsler den optimalen Beruf bzw. die Lebensaufgabe zu finden.

Für die Teilnahme sind keine besonderen Schulabschlüsse oder Zertifikate erforderlich! 

Wichtig ist, daß Sie von Ihrem Thema begeistert sind und gerne lernen bzw. später als Lebensunternehmer-Coach Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse leidenschaftlich gerne an andere weitergeben.

Ja ich möchte:

 

Erfahre mehr über das Lebenskonzept der Lebensunternehmer und die optimale Lebensumgebung dafür!

Im eBook-Shop gibt es dazu:

eBooks zu dem Lebenskonzept der Lebensunternehmer 

eBooks über eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen aufbaut (die optimale Lebensumgebung für Lebensunternehmer)

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Mit der Suchmaschine können alle Inhalte zum Lebensunternehmer-Training und zur artgerechten Umgebung für Lebensunternehmer gezielt nach bestimmten Stichwörtern durchsucht und so die jeweils  relevanten Inhalte gefunden werden.

Besonders wichtige Stichwörter:
naturverbundenheit, traumberuf finden, selbstentfaltung, autodidaktisch lernen, urteilsvermögen, entscheiden, beteiligen, Verantwortung, demokratie, netzwerke, grundeinkommen

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>> die Ideenwerkstatt der Akademie für Lebensunternehmer

hier geht es um Lösungen, Konzepte und Projektideen für eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf unserer tagtäglich gelebten Eigenverantwortung basiert

Dazu gibt es: Workshops, Coachings, Videokurse und eBooks | wichtige Werte und Gewohnheiten für alle die ihr Leben unternehmen | die ganzheitliche Lösung für eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen aufbaut | eBooks für Lebensunternehmer | die Lebensunternehmer-Idee | eine FAQ zur Klärung vieler Detailfragen zum Thema "das Leben unternehmen" | der Lebensunternehmer-Blog | den Bauplan für eine neue Gesellschaft | die Projektidee zu einer Internet-Entscheidungsplattform | News zum Thema “gesellschaftlicher Wandel” | das Grundkonzept für ein neues Bildungssystem und vieles mehr

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